10 Jahre Ratgeber Sanierung
Expertenwissen

Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen

Lohnkosten für Handwerker drücken die Steuerschuld

Finanzierung
 
Pro Jahr können bis zu 6.000 Euro Lohnkosten für Handwerker von der Steuer abgesetzt werden, das hilft auch bei der Finanzierung einer Sanierung. 20 Prozent der Kosten fließen als Steuerbonus zurück in die eigene Tasche. Die maximal mögliche Ersparnis beim Absetzen von Handwerkerrechnungen von der Steuer liegt damit bei 1.200 Euro. Was es bei der Steuererklärung genau zu beachten gibt, erklärt Experte Alexander Neumann.
Taschenrechner und Euro-MünzenBild größer anzeigen
Viele Handwerkerrechnungen können Hausbesitzer in der Steuerklärung geltend machenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Der Steuerbonus kann aber nicht für die komplette Handwerkerrechnung, sondern ausschließlich für den Arbeitslohn und die Fahrtkosten geltend gemacht werden. Auch eine eventuelle Maschinenmiete zählt dazu. Nicht von der Steuer absetzbar sind die Materialkosten für die Sanierung. Auf der Handwerkerrechnung sollten die Montagekosten deshalb getrennt aufgeführt werden. Darüber hinaus sollten die Rechnungen nicht bar bezahlt werden, denn dem Finanzamt müssen die Kosten mit einem Überweisungsbeleg auf das Handwerkerkonto nachgewiesen werden. Außerdem müssen die entsprechenden Rechnungen und Belege zwei Jahre lang aufbewahrt werden.

Absetzen von Handwerkerrechungen - diese Handwerkerleistungen werden steuerlich begünstigt
Steuerlich begünstigte handwerkliche Tätigkeiten im Haushalt oder am Haus sind unter anderem:

  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Wartung, Spülung, Reparatur und nachträglicher Einbau von Fußbodenheizungen
  • Modernisierung von Innen- und Außenwänden
  • Sanierung von Dach, Fassade oder Garage
  • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen
  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen
  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche
  • Modernisierung des Badezimmers
  • Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern, Wandschränken, Heizkörpern und -rohren
  • Reparatur und Wartung von Haushaltsgegenständen wie z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher oder PC
  • Gartengestaltung und Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Überprüfung von Schornstein und Blitzschutzanlagen, Schornsteinfegerarbeiten
  • Hausanschlüsse z.B. für Strom oder Fernsehen
  • Wartung und Reinigung der Abwasserentsorgung innerhalb des Grundstücks
  • Arbeiten an Zu- und Ableitungen auf dem Grundstück

Aber Achtung: Wenn eine öffentliche Förderung für die Baumaßnahme oder Sanierung in Anspruch genommen wird (zum Beispiel von der KfW oder vom BAfA), kann der Steuerbonus nicht mehr geltend gemacht werden.

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de / Sunshine Energieberatung GmbH
 
 
 
 

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