17.07.2018
 

Was ist eigentlich eine Bauvoranfrage?

Bauvorbescheid beantwortet Planungsfragen der Hausbesitzer

Umbau, Anbau, Dachaufstockung, Wintergarten - für diese Vorhaben brauchen Hausbesitzer in vielen Bundesländern eine Baugenehmigung. Oft stellen sich schon während der Planung die ersten Fragen: Wie viel Fläche darf ich bebauen? Ist eine bestimmte Form vorgeschrieben? Welche Grenzabstände muss ich einhalten? Antworten liefern eine so genannte Bauvoranfrage und der dazugehörige Bauvorbescheid.

Dachaufstockung HolzkonstruktionBild größer anzeigen
Wohnen über den Dächern der Stadt - eine Dachaufstockung macht es möglich. Bauplanungsrechtliche Fragen können mit Hilfe einer Bauvoranfrage beantwortet werdenFoto: Holztechnik Mayes, Wunstorf

Die Baugenehmigung ist allen Hausbesitzern ein Begriff, für fast alle Baumaßnahmen ist diese behördliche Genehmigung Pflicht. Doch was, wenn schon vorher Fragen geklärt werden müssen oder Hausbesitzer bei der Planung auf Nummer sicher gehen wollen? Dann kann vor dem Bauantrag eine so genannten Bauvoranfrage gestellt werden. Damit lässt sich zum Beispiel klären, welche Grenzabstände und Baufluchtlinien einzuhalten sind.

Welche Unterlagen brauchen Hausbesitzer für eine Bauvoranfrage?
Mit einer Bauvoranfrage können Hausbesitzer eine verbindliche Entscheidung der Baubehörde zu einzelnen Fragen des Bauvorhabens erhalten. Diese Fragen dürfen nicht allgemeiner Natur sein, sondern müssen sich auf ein konkretes Bauvorhaben beziehen. Der Umfang der dafür einzureichenden Unterlagen orientiert sich daran, welche Fragen mit der Bauvoranfrage geklärt werden sollten.

Grundsätzlich zuständig für die Bauvoranfrage ist die untere Baurechtsbehörde - also das Bauamt des jeweiligen Ortes. Dort erhalten Hausbesitzer das Formular für einen "Antrag auf Bauvorbescheid". Dieses Formular wird ausgefüllt abgeben, dazu kommt ein Katalog der zu klärenden Fragen. Darin sollten unbedingt konkrete Anliegen formuliert werden, damit die Antwort auch so präzise wie möglich ausfallen kann. Weiterhin eingereicht werden müssen alle Bauvorlagen, die zur Beantwortung der Frage nötig sind. Je detaillierter also die Frage ist, um so detaillierter müssen auch die Unterlagen ausfallen. Das können zum Beispiel folgende Unterlagen sein: Baubeschreibung, Lageplan, Bauzeichnungen, statische Berechnungen, Pläne für die Wasserversorgung und -entsorgung oder auch Bilder/Fotos.

Bauvorbescheid ist verbindliche Entscheidung auf Bauvoranfrage
Auf Ihre Bauvoranfrage hin erhalten Hausbesitzer vom Bauamt einen Bauvorbescheid, der in der Regel drei Jahre gültig ist und auf Antrag auch verlängert werden kann. Aber Achtung: Mit dem Bauvorbescheid ist das Bauprojekt noch nicht genehmigt! Ein Bauantrag muss trotzdem gestellt werden und erst mit einer Baugenehmigung kann das Vorhaben umgesetzt werden.

Sind viele knifflige Details zu klären, ist der Weg über eine Bauvoranfrage zwar aufwändig, aber auch verlässlicher als mündliche Verhandlungen mit den Behörden. Außerdem wird mit der Bauvoranfrage auch die Frage beantwortet, ob und unter welchen Auflagen eine Baugenehmigung erteilt wird.

 
 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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