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Anforderungen der EnEV 2014 an die Fassadendämmung

Das müssen Sie bei der Dämmung der Außenwände beachten

Recht und Gesetz
 
Wer bei seinem Haus an den Außenwänden eine Fassadendämmung anbringen möchte, muss die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) einhalten. Diese Vorgaben sind aber nicht nur dann bindend, wenn der Hausbesitzer die Fassade ohnehin dämmen will. Sondern auch, wenn der Putz oder die Fassadenbekleidung erneuert werden, erklärt Experte Matthias Dörr.
Anbringen von Dämmplatten zur FassadendämmungBild größer anzeigen
Für die Fassadendämmung sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) Grenzwerte festgeschriebenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Vielen Hausbesitzern ist das gar nicht bewusst: Wenn sie die Außenwand ihres Hauses mit Platten verkleiden wollen, eine Vorsatzschale anbringen oder der Außenputz komplett erneuert werden soll, müssen sie nach EnEV 2014 gleichzeitig den Wärmeschutz der Fassade mit einer Dämmung verbessern. Ausnahme sind Außenwände, die unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind.

Vorgaben für die Fassadendämmung

  • Bei einer Fassadendämmung (mit Wärmedämmverbundsystem oder vorgehängter hinterlüfteter Fassade) schreibt die EnEV 2014 einen maximalen U-Wert von 0,24 W/(m² K) für die Außenwand vor.
  • Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk sind die Anforderungen der Energieeinsparverordnung dann erfüllt, wenn der bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,045 W/(m·K) ausgefüllt wird.

Ausnahme: Die gesetzlichen Vorgaben der EnEV gelten nicht, wenn bei der Sanierung ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ohne Abschlagen des Altputzes angebracht wird. Bleibt der bestehende Außenputz dran, ist auch weniger Dämmung erlaubt als die durchschnittlich 14 Zentimeter, die die EnEV sonst fordert.

Sonderregelungen gelten darüber hinaus für denkmalgeschützte Häuser, bei Sichtfachwerk oder wenn der Platz für die Dämmung aus technischen Gründen begrenzt ist. Dann gelten die Anforderungen bereits als erfüllt, wenn die nach den anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,035 W/(m·K) eingebaut wird.

 
 
 
 
Quelle: www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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