10 Jahre Ratgeber Sanierung
16.07.2015
 

Innendämmung versus Außendämmung der Fassade

Checkliste erleichtert Hausbesitzern die Entscheidung

Die Außenwände machen den größten Flächenanteil der Gebäudehülle aus. Deshalb geht über die Fassade, sofern sie über keine ausreichende Wärmedämmung verfügt, auch am meisten Energie verloren. Die Dämmung der Fassade ist die beste Lösung, um diesen unnötigen Energieverlust zu vermeiden und Heizkosten zu sparen. Die Außenwände können entweder von außen oder von innen gedämmt werden.

Haus mit Gerüst an FassadeBild größer anzeigen
Im Normalfall wird die Fassade von außen gedämmt. Eine Außendämmung bietet sich an, wenn ohnehin eine Fassadensanierung anstehtFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Torsten George
Altbau mit Fachwerk-FassadeBild größer anzeigen
Bei Häusern mit Fachwerk-Fassade oder einer Fassade unter Denkmalschutz bietet sich eine Innendämmung der Außenwände anFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Egal ob Außendämmung oder Innendämmung, die Wärmedämmung der Fassade verringert Energieverluste erheblich. Die Wärmeflucht von innen nach außen wird unterbunden und die kostbare Heizwärme bleibt dort, wo sie gebraucht wird: im Inneren des Hauses. Doch wo hingegen die Dämmung angebracht werden soll, ist vielen Hausbesitzer nicht ganz klar. Ist eine Außendämmung oder eine Innendämmung die bessere Lösung? Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile der Außendämmung
Durch die Außendämmung der Fassade geht kein kostbarer Wohnraum verloren und das Innere des Hauses bleibt von den Sanierungsmaßnahmen verschont. Außerdem lässt sich die Außendämmung prima mit einer optischen Sanierung der Fassade verbinden, die ohnehin früher oder später fällig wird. So können Hausbesitzer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das bringt auch einen Preisvorteil. Allerdings ist auch außen nicht immer ausreichend Platz für einen Dämmung vorhanden. Außerdem ist ein teures Gerüst notwendig.

Vor- und Nachteile der Innendämmung
Bei der Innendämmung sparen sich Hausbesitzer die Kosten für das Gerüst. Dafür geht durch die Dämmung von innen kostbarer Wohnraum verloren - auch wenn inzwischen sehr dünne Hochleistungsdämmstoffe zur Verfügung stehen. Die sind allerdings auch nicht ganz billig. Mit rund 70 Euro pro Quadratmeter ist die Innendämmung teuer als die Außendämmung. Dazu kommt die Belastung der Innenräume durch die Arbeiten - eine Innendämmung ist nicht ganz einfach in der Ausführung und muss von Haus zu Haus individuell geplant werden.

Kurzum kann festgehalten werden: Eine Innendämmung kommt dann zum Einsatz, wenn ein Gebäude nicht von außen gedämmt werden kann. Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil…

  • das Haus über eine Sicht-Fachwerk-Fassade oder über eine anderweitig erhaltenswerte Fassade verfügt.
  • die Fassade des Hauses unter Denkmalschutz steht.
  • die Außendämmung der Fassade die Grundstücksgrenze überschreiten würde und der Nachbar nicht einwilligt.
  • eine Eigentumswohnung unabhängig vom Gebäude gedämmt werden soll.

KfW-Förderung kommt für Innendämmung und Außendämmung in Frage
Egal ob Innendämmung oder Außendämmung der Fassade - mit der Investition in die Fassadendämmung stehen Hausbesitzer nicht alleine da. Damit eine KfW-Förderung für die Fassadendämmung beantragt werden kann, sollte schon bei der Planung geprüft werden, welche technischen Mindestanforderungen die Dämmung erfüllen muss, damit ein Zuschuss oder zinsgünstiger Kredit der KfW gewährt wird.

 
 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

Sanierungsforum


Stellen Sie Ihre Fragen an unsere Experten

Zu allen Fragen/Antworten im Sanierungsforum »

Energieberater-Suche

 
 
 

Produkte im Bereich Fassadendämmung

 
 
 
 
 
 
 

App-Tipps

  • App Icon

    Knauf Energiesparrechner

    aufwind solutions GmbH & Co. KG / Knauf Gips KG

     
  • App Icon

    quick-mix Kiosk

    quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG

     
  • App Icon

    Knauf TopView

    Knauf Gips KG