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07.07.2017
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Alte Fassadendämmung: WDVS aufdoppeln statt abreißen

In die Jahre gekommenes Wärmedämmverbundsystem sanieren

Wärmedämmungen für die Außenwände gibt es schon seit Jahrzehnten. Doch viele Fassadendämmungen der vor 20 oder 30 Jahren sanierten Häuser sind weniger als 10 Zentimeter dick und entsprechen damit nicht mehr dem Stand der Technik eines guten Wärmeschutzes. Was also tun, wenn Reparaturen, eine Putzausbesserung oder Neugestaltung der Fassade ansteht? Am besten das WDVS aufdoppeln und nicht abreißen, so der Rat der Fachleute.

Aufdoppelung WDVSBild größer anzeigen
Alte WDVS können durch eine Aufdoppelung saniert werdenFoto: FV WDVS / Sto

Durchschnittlich 35 Jahre beträgt die Haltbarkeit eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS), der häufigsten Art der Fassadendämmung. Wer sein Haus vor 20 oder 30 Jahren saniert hat, wird Schäden durch die Witterung und andere Belastungen beobachten können. Dann stellt sich schnell die Frage: Muss das WDVS aufwendig entfernt und entsorgt werden? Ist eine neue Fassadendämmung nach heutigen Standards erforderlich? Erfreulicherweise wird die Antwort in vielen Fällen lauten: Das Wärmedämmverbundsystem kann mit einer Sanierung wieder fit für die Zukunft gemacht werden!

Alte Fassadendämmung kann durch Aufdoppelung wieder fit gemacht werden
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat 2016 eine Studie durchgeführt, die technische Möglichkeiten, Potenziale, Erfahrungen und Wirtschaftlichkeit einer Aufdoppelung älterer Wärmedämmverbundsysteme aufzeigt. Das Ergebnis: Wer schon ein altes WDVS an den Außenwänden hat, kann diese Wände noch ein weiteres Mal dämmen. Ein in die Jahre gekommenes Wärmedämmverbundsystem kann durch eine so genannte Aufdoppelung verbessert werden. Im Wesentlichen werden dabei eine zweite Dämmschicht und ein neuer Putz aufgebracht. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn die Dämmung weniger als 10 Zentimeter dick ist.

Zweite Dämmschicht macht WDVS zukunftsfähig
Damit an den Außenwänden ein zeitgemäßer U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²*K) erreicht wird, können die Häuser problemlos mit einem zweiten Wärmedämmverbundsystem nachgerüstet werden. Ist beispielsweise ein Alt-WDVS mit einer Dämmschichtdicke von 6 Zentimetern auf einem üblichen Mauerwerk vorhanden, so wird ein guter U-Wert mit einer zweiten, 10 Zentimeter dicken Dämmschicht mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m*K) erreicht.

Das IFAM hat an vier Modellgebäuden untersucht, dass in Bezug auf die Außenwandfläche durch die Aufdoppelung eine Endenergieeinsparung von 19,4 bis 27,2 kWh/(m²*a) erzielt werden kann. Im Durchschnitt können etwa 22,0 kWh/(m²Wand*a) erreicht werden. Das entspricht einer Kostensenkung von circa 1,35 Euro bei Erdgas und 2,20 Euro bei Fernwärme pro Quadratmeter Wandfläche eines Hauses pro Jahr.

Guter Zeitpunkt für neues Wärmedämmverbundsystem ist Fassadensanierung
Wird an der Fassade gearbeitet - sei es wegen einer Putzausbesserung, Neugestaltung oder einem frischen Anstrich - ist das ein guter Zeitpunkt für die WDVS-Aufdoppelung. Bei einer Umfrage nach Erfahrungen mit Aufdoppelungen gaben die Hauseigentümer vor allem Schäden am Alt-System und die Verbesserung des Wärmeschutzes als Gründe für die Entscheidung zur Aufdoppelung an. Hausbesitzer sollten aber darauf achten, dass die neue Dämmung ausdrücklich für die WDVS-Sanierung zugelassen ist.  

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Quelle: IFAM / Energie-Fachberater.de
 

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