10 Jahre Ratgeber Sanierung
26.02.2016
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Schallschutz: Dämmung hält das Haus dicht

Wärmedämmung lohnt sich auch für Leisetreter

Lärm ist häufig Ursache für Streit in Familien oder unter Nachbarn. Durch einen guten Schallschutz ist er vermeidbar. Was im Neubau Standard ist, fehlt im Altbau aber leider oft komplett. Mit einer guten Dämmung lässt sich der Schallschutz auch nachträglich noch verbessern. Im Rahmen einer energetischen Sanierung können Hausbesitzer mit dem Wärmeschutz auch den Schallschutz nachrüsten. So zahlt sich der Aufwand doppelt aus.

Frau bei Meditation im SchlafzimmerBild größer anzeigen
Eine gute Schalldämmung steigert das Wohlbefinden und den Wert des HausesFoto: Energie-Fachberater.de / Digital Vision

Wenn die Kinder oben toben oder der Nachbar nebenan den Laubbläser anschmeißt, kann das die gute Stimmung im Haus mächtig trüben. Schallschutz im Altbau? Fehlanzeige – bis jetzt! Dank neuer Werkstoffe und Techniken können Modernisierer den Schallschutz ihres Hauses erheblich verbessern. In vielen Fällen sorgen schon einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen für mehr Ruhe im Haus. Mit einer nachträglichen Dämmung empfindlicher Bereiche - problematisch sind oft alte Holzböden, dünne Innenwände, klapprige Fenster und Türen oder auch das Dach - lässt sich ein guter Schallschutz nachrüsten. Die Investition lohnt sich auch finanziell: Eine gute Schalldämmung steigert den Wert der eigenen vier Wände.

Schallschutz: Neuralgische Punkte behandeln
Boden & Treppen: Teppiche oder Teppichböden reduzieren je nach Dicke des Flors den Trittschall um 20 bis 40 Dezibel. Wer Parkett bevorzugt, kann eine integrierte Dämmschicht wählen, so genanntes "Flüsterparkett“. Gute Dämmwerte weisen vor allem elastische Bodenbeläge wie Linoleum, Korkboden- und Gummibeläge sowie PVC- und andere Kunststoffbeläge auf. Wirkung zeigen diese Maßnahmen allerdings nur, wenn das Problem nicht im Bodenaufbau steckt, weil eine Trittschalldämmung fehlt: Ist die oberste Schicht des Bodens, auf der die Geräusche erzeugt werden, nicht vom tragenden Teil der Decke abgekoppelt, stößt er an andere Bauteile. So entstehen Schallbrücken und Geräusche verbreiten sich ungehindert im Haus. Ein schwimmender Estrich hingegen blockiert den Schall und vermindert den Trittschall allein schon um 20 bis 25 Dezibel.

Wände & Außenwände: Je dicker und massiver die Wände sind, desto besser ist der Schallschutz. Und je dünner die Konstruktion ausfällt, desto leichter dringt Lärm hindurch. Doch auch hier lässt sich der Schallschutz nachträglich verbessern. Dafür gibt es zwei Wege. Entweder wird der Konstruktion Masse zugefügt, indem die Wände durch Trockenbauplatten beplankt werden. So wird die Schwingung aufgefangen. Die andere Möglichkeit ist eine Innendämmung, die aus einer flexiblen Vorsatzschale und einer flexiblen Dämmschicht besteht. Auch diese Konstruktion schluckt den Schall. Wichtig für einen lückenlosen Schallschutz sind außerdem eine Dämmung der Rollladenkästen sowie gute Fenster und Türen.

Fenster & Türen: Spezielle Schallschutzfenster tragen zur Dämmung des Außenlärms bei. Je höher die Schallschutzklasse eines Fensters ist, um so besser ist die Schalldämmung: Die niedrigste Schallschutzklasse 1 erfordert ein Dämmmaß von 25–29 Dezibel (dB) und reicht für normale Wohnstraßen meist aus. Liegt das Haus oder die Wohnung an einer Schnellstraße, sind Fenster in der höchsten Klasse 6 (Dämmmaß mehr als 50 dB) notwendig. Auch bei Türen gilt die Regel: Je schwerer sie sind, desto besser dämmen sie den Schall. Wichtig für den Schallschutz ist zudem, dass sie dicht am Boden abschließen.

Dach oder Dachboden: Dächer in Massivbauweise schützen besser gegen Lärm. Im Altbau sind jedoch Holzkonstruktionen die Regel. Hier können Hausbesitzer mit einer nachträglichen, schallabsorbierenden Dachdämmung gegensteuern, etwa mit einer Aufsparrendämmung.  Sinnvoll bei einem Dachausbau ist auch eine schwere raumseitige Beplankung mit Trockenbauplatten – und natürlich muss dann auch hier der Boden mit einer Trittschalldämmung versehen werden. 

Rohre und Leitungen:  Auch bei Trinkwasserleitungen, Abwasser- und Heizungsrohren ist ein wirkungsvoller Schallschutz gefragt.  Sie müssen von anderen Bauteilen entkoppelt werden, um einen ausreichenden Schallschutz im Haus zu gewährleisten. Am besten gelingt das mit gedämmten Rohrschellen und einer Dämmung der Rohrleitungen. Dafür stehen verschiedene Rohrschalen zur Verfügung. Dämmmaterialien aus einem reißfesten Mehrfachverbund, Folie und Gittergewebe verbessern den Schallschutz. 

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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