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Energetische Sanierung: Balkone bedürfen besonderem Augenmerk

Fertigteilbalkone dank Wärmedämmelement thermisch getrennt

Bei einer energetischen Komplettsanierung stellen Balkone oft eine große Herausforderung dar. So auch bei einem Wohngebäude aus den 1960er Jahren in Wien-Margareten, wo die Balkone aus der bestehenden Zwischendecke auskragten. Vollständig abgetragen und durch neue Leichtmetallkonstruktionen ersetzt, verhindern tragende Wärmedämmelemente für den Anschluss von frei auskragenden Stahlbalkonen Wärmebrücken in der frisch gedämmten Fassade.

Bis in die 1960er Jahre hinein dauerte der Wiederaufbau des nach dem zweiten Weltkrieg stark beschädigten und um rund 20 Prozent reduzierten Wohnbaubestands in Wien. Es musste rasch neuer Wohnraum für die wachsende Stadtbevölkerung geschaffen werden. Die Gebäude von damals sind mittlerweile in die Jahre gekommen und stehen heute vielfach vor einer grundlegenden Generalsanierung. Vor allem in Bezug auf den Heizwärmebedarf entspricht der Baubestand der 1950er bis 1960er Jahre bei weitem nicht mehr dem Standard, der heute an zeitgemäße Gebäude unabhängig von ihrer Nutzung gestellt wird. So steht vor allem die thermische Optimierung der Fassade im Vordergrund - inklusive Balkonsanierung. Die glatten Lochfassaden sind für eine neue Fassadendämmung in aller Regel auch bestens geeignet - mit Ausnahme jener Abschnitte, an denen sich Balkone befinden. Diese wurden in der Regel als durchgehende Betonplatte mit den Innendecken gegossen und verfügen über keinerlei Wärmedämmung. Eine Herausforderung im Zuge der energetischen Sanierungsarbeiten, die besondere bauliche Maßnahmen erfordert. Wie auch beim Anton Grolig Hof, errichtet im Jahr 1960, der an der Straßenfassade über zwei Dutzend weit auskragender Balkone verfügt.

Statische Bestandsaufnahme: Balkonsanierung plus Fassadendämmung
Aufgrund der fehlenden thermischen Trennung der Balkone vom Rest des Hauses mussten diese im Rahmen der Balkonsanierung vollständig abgebrochen werden, um so eine durchgängige Fassadendämmung anbringen zu können. Noch vor dem Abbruch wurde eine Balkonplatte geöffnet, damit sich das mit der Statik beauftragte Unternehmen einen ersten Eindruck über den Zustand der bestehenden Bewehrung und die Lage und Anzahl der einzelnen Bewehrungseisen machen konnte. Wesentliche Voraussetzung für die Anbringung der neuen Balkone entlang der Straßenfassade war nämlich, dass die in den tragenden Zwischendecken verbleibenden Eisen eine ausreichende Bewehrung im Deckenbereich bildeten.

Neue Fertigteilbalkone - thermisch getrennt mit Wärmedämmelement
Für die thermische Trennung der Balkone wurde der Schöck Isokorb Typ RKS bei der Balkonsanierung verwendet. Das Produkt mit 120 Millimetern Dämmkörperdicke ist ein tragendes Wärmedämmelement für den Anschluss von frei auskragenden Stahlbalkonen an eine bestehende Stahlbetondecke. Der Balkonanschluss erfolgt von außen und das Wärmedämmelement überträgt negative Momente und positive Querkräfte. Es bietet bei der Balkonsanierung den gleichen Wärmedämmstandard und die gleiche Sicherheit gegen Bauschäden wie im Neubau. Der Schöck Isokorb Typ RKS ist bauaufsichtlich zugelassen und in Höhen von 160 bis 220 Millimetern standardmäßig verfügbar. Insgesamt mussten pro neuem Balkon drei Elemente an der Fassade angebracht und in den bestehenden Decken verankert werden.

Die neuen Leichtmetallkonstruktionen wurden auf einem Traggerüst vor die Fassade gestellt und nur punktweise in der Wand verankert. Zusätzlich erhielten die Wohneinheiten in der ersten Wohnebene straßenseitig eine Terrasse auf dem ehemaligen Flachdach des versetzten Erdgeschosses. Im Zuge der thermischen Sanierung inklusive neuer Fassadendämmung und Balkonsanierung konnte der Heizwärmebedarf um zwei Drittel reduziert werden, wodurch das Gebäude heute Niedrigenergiestandard aufweist.

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Quelle: Schöck Bauteile GmbH
 

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Balkonsanierung: Anton Grolig Hof in WienBild größer anzeigen
Nach der Balkonsanierung: Für die Bewohner sind die vor die Fassade gesetzten Balkone in jedem Fall ein Gewinn – aber auch optisch lockern sie die schmucklose Hoffassade aufFoto: Schöck Bauteile GmbH
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Vor der Balkonsanierung: Anton Grolig Hof in WienBild größer anzeigen
Statisch und bautechnisch eine große Herausforderung: Die alten Balkone mit Betonplatten wurden durch neue Leichtmetallkonstruktionen ersetzt, die dank der Verankerung mit dem Wärmedämmelement Isokorb Typ RKS thermisch von der Fassade getrennt sindFoto: Schöck Bauteile GmbH
Wärmedämmelement Schöck Isokorb Typ RKSBild größer anzeigen
Für die thermische Trennung der Balkone wurde das Wärmedämmelement Schöck Isokorb Typ RKS verwendetFoto: Schöck Bauteile GmbH

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