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Sanierungsbericht: Nachträglicher Anbau moderner Stahlbalkone

Tragende Wärmedämmelemente ermöglichen stützfreien Balkonanbau

Aus wirtschaftlichen Gründen wird bei Altbausanierungen in Ballungsgebieten oft nachträglich ein Balkon angebaut - im Idealfall ohne vertikale Stützen. Möglich machen dies tragende Wärmedämmelemente für den Anschluss von auskragenden Stahlbalkonen an bestehende Stahlbetondecken - so auch bei dem ehemaligen Allianz-Bürokomplex in Köln: Aus dem 80iger Jahre-Bau ist ein Wohnhaus mit 84 Eigentumswohnungen entstanden - das Pandion Balance.

Die Planer entschieden sich bei der Sanierung für das Wärmedämmelement Isokorb RKS von Schöck, um den stützfreien Anbau der Balkone zu realisieren. Für HPP Architekten aus Düsseldorf war die Bestandsituation an der Erftstraße in Köln eine besondere Herausforderung, denn der Raum für die Befestigung der neuen Balkone war durch die Nähe zu den bodentiefen Fenstern begrenzt - dies erforderte eine besonders schlanke Balkonkonstruktion, die mit dem Schöck Isokorb RKS befestigt wurde. Das Wärmedämmelement Isokorb RKS (Renovierung, Kragarm, Stahl) überträgt die Momente, die sich aus Zugkräften, Querkräften und Druckkräften zusammen setzt und vermeidet bei der Sanierung durch die thermische Trennung Wärmebrücken. Jeder der insgesamt 24 Balkone ist mit fünf Isokorb Elementen befestigt.

Balkonanschluss: Einbau der Wärmedämmelemente
Jeder Isokorb wird mit einer Schablone geliefert, mit der die Lage der Bohrungen auf der Stirnseite der Bestandsdecke markiert werden. Vorher wurde die Oberfläche der Stirnseite mit einem Winkelschleifer mit einer Tiefe von 1,5 Millimeter angeraut bzw. eine verzahnte Fuge ausgeführt. Wichtig ist, dass vor dem Bohren die Lage der vorhandenen Deckenbewehrung berücksichtigt wird, damit die Bewehrung nicht beschädigt und die nötige Betondeckung eingehalten wird. Nach dem Bohren und Reinigen der bis zu 70 Zentimeter tiefen Löcher setzte man den Isokorb zur Kontrolle erst einmal ohne Injektionsmörtel ein. Danach erfolgte das Verfüllen der Bohrlöcher mit dem Injektionsmörtel und das Einsetzen des Schöck Isokorb in die Bohrlöcher.

Nach ungefähr 24 Stunden Aushärtungszeit konnte die Anschlussfuge zwischen Isokorb und vorhandener Fassade abgedichtet werden. Die Zug- und Querkräfte werden bei dem tragenden Wärmedämmelement Isokorb von jeweils zwei Bewehrungsstäben übernommen. Die Druckkräfte werden normalerweise beim Einbau in Frischbeton über ein Drucklager abgefangen. Das funktioniert beim Einbau in eine vorhandene Decke bei der Sanierung natürlich nicht - deshalb hat der RKS am Anschluss zur Wand eine vier Zentimeter tiefe Tasche, die mit Vergussbeton betoniert wird. Nach dem Aushärten konnte mit der Montage der Stahlkonstruktion begonnen werden: Die Stahlträger mit Stirnplatte sind mit vier Gewindebolzen an den Isokorb befestigt. Mit den mitgelieferten Stahlplättchen war eine höhengerechte Feinjustierung der Stahlträger möglich. Zwischen den vier Isokorb-Elementen wurde noch das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ergänzt und die Fuge zum angrenzenden WDVS mit dauerelastischem Dichtstoff ausgebildet. Eine zusätzliche Schallisolierung war im Rahmen der Sanierung nicht nötig, da der Isokorb durch die eingebauten Dämmelemente ein gewisses Maß an Schallentkopplung sicher stellt.

Durch die Technologie des Isokorb RKS kann der Wohnkomfort und der Werterhalt von Altbauten mit nachträglich montierten Stahlbalkonen maßgeblich erhöht werden - und das ohne Beschädigung des Innenraums.

 
 
 
 
Quelle: Schöck Bauteile GmbH
 
 
Nachträglich angehängte Balkone nach der SanierungBild größer anzeigen
Nach der Sanierung entstand ein modernes Wohnhaus mit nachträglich angehängten Balkonen. Die mit dem Isokorb RKS angebrachten Balkone dienen gleichzeitig als DachFoto: Schöck Bauteile GmbH
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Montage des Isokorb RKS für den nachträglichen BalkonanbauBild größer anzeigen
Zur Straßenseite hin konnten die Balkone nicht mit vertikalen Stützen angebracht werden. Die Lösung war der Isokorb RKS für den nachträglichen BalkonanbauFoto: Schöck Bauteile
Isokorb Typ RKS für Balkon-AnschlussBild größer anzeigen
Der Isokorb RKS bietet eine wärmegedämmte und statisch sichere Lösung beim Anschluss an Stahlkonstruktionen bei der SanierungFoto: Schöck Bauteile GmbH

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