10 Jahre Ratgeber Sanierung
03.04.2014
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Fenster: Zweifachverglasung oder Dreifachverglasung?

Tipps für den Kauf von Wärmeschutzfenstern

Alte, zugige Fenster mit Einfachverglasung, wie man sie in Altbauten oft findet, haben mit modernen Wärmeschutzfenstern nur noch wenig gemein. Heute verfügen Fenster mindestens über eine Zweifachverglasung und die Dreifachverglasung ist im Kommen. Auch die Rahmen tragen inzwischen dank Dämmung zu einem besseren Wärmeschutz bei. Beim Fenster-Tausch ist also einiges zu beachten. Hier die wichtigsten Tipps.

Fenster in sanierter und unsanierter Altbau-FassadeBild größer anzeigen
Über alte Fenster mit Einfachverglasung und Rahmen ohne Dämmung geht jede Menge Energie verlorenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Bei der Auswahl neuer Fenster sind verschiedene Aspekte zu bedenken. Nicht nur die Qualität und der Wärmeschutz des Glases, sondern auch die Dämmung des Rahmens muss stimmen. Und nicht zuletzt spielt der korrekte Einbau eine wichtige Rolle, wenn nach dem Fenster-Tausch Energie eingespart und der Wohnkomfort gesteigert werden soll.

Neue Fenster: Zweifachverglasung oder Dreifachverglasung?
Die moderne Wärmeschutzverglasung sorgt für niedrige Heizkosten und einen hohen Wohnkomfort. Zur Wahl stehen Fenster mit Zweifachverglasung und Fenster mit Dreifachverglasung. Zwischen den abgedichteten Gläsern befindet sich Edelgas mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit. Die Vorteile dieser Konstruktion: Der Schutz vor Kälte und Wärme ist besonders hoch. Wie gut eine Verglasung gegen Wärmeverluste schützt, lässt sich am Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) erkennen. Je niedriger er ausfällt, desto besser ist die Verglasung. Zweifach verglaste Fenster erreichen heute mit Wärmeschutzglas einen U-Wert von 1,5 bis 1,1, gute Dreifachfenster bereits 0,9 bis 0,5 W/m²K. Die Dreifachverglasung ist also effizienter, aber auch etwas teurer. Trotzdem wird sie immer mehr zum Standard.

Auch beim Rahmen auf gute Dämmung achten
Es kommt nicht nur auf die Werte der Fenster-Verglasung an. Wichtig ist eine gute Qualität nicht nur der Scheiben, sondern auch des Rahmens. Denn wenn der Rahmen Mängel aufweist, lässt sich selbst mit einer Dreifachverglasung nicht die gewünschte Energieeinsparung erzielen. Deshalb sollte nicht zugunsten der Verglasung am Rahmen gespart werden. Ein qualitativ hochwertiges Fenster mit Zweifachverglasung und einem gut gedämmten Rahmen ist vielleicht besser als ein Fenster mit Dreifachverglasung und einem Rahmen mit schlechter Dämmung.

Fenster-Sanierung steht und fällt mit fachgerechtem Einbau
Ein fachgerechter Einbau mit richtigen Anschlüssen an die Wand ist unabdingbar für einen gelungenen Fenster-Tausch. Es lohnt sich finanziell, auf Qualität zu bestehen. Werden die energetischen Anforderungen erfüllt, verringern sich nach dem Fenster-Tausch die Wärmeverluste und die Heizkosten. Außerdem genehmigt die KfW eine finanzielle Förderung.

Fenster-Tausch mit Fassadendämmung kombinieren
Wer einen Fenster-Tausch durchführt, sollte bei dieser Gelegenheit auch den Zustand der Fassadendämmung prüfen. Werden neue, dichte Fenster in eine schlecht gedämmte Außenwand eingesetzt, erhöht sich die Schimmel-Gefahr, vor allem wenn nicht regelmäßig gelüftet wird. Denn durch die dichten Fenster steigt der Feuchtigkeitsanteil in der Luft an, so dass sich an den kalten Wänden schnell Schimmel ansiedeln kann. Am besten ist es, die Erneuerung der Fenster mit einer Fassadendämmung zu kombinieren. Kann nicht beides in einem Zug erledigt werden, sollte der Fenster-Tausch so geplant werden, dass einer nachträglichen Fassadendämmung nichts im Wege steht.

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Quelle: Zukunft Altbau
 
 



 
 

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