10 Jahre Ratgeber Sanierung
12.08.2016

Was ist eigentlich eine Brennstoffzellen-Heizung?

Effizienteste Form der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Eine Brennstoffzellen-Heizung arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), erzeugt also gleichzeitig Wärme und Strom. Die innovative Heiztechnik kommt gerade auf den Markt. In einer Brennstoffzellen-Heizung findet streng genommen kein Verbrennungsvorgang statt, Strom und Wärme werden statt dessen elektrochemisch erzeugt. Dennoch ist für den Betrieb ein Brennstoff nötig, in der Regel Erdgas oder Biogas.

Brennstoffzellen-HeizungBild größer anzeigen
Die Brennstoffzellen-Heizung ist eine innovative Technologie, die mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme erzeugtFoto: Bosch Thermotechnik GmbH / Junkers Deutschland

Die Brennstoffzellen-Heizung ist eine innovative und hocheffiziente Technologie, die gerade am Beginn der Markteinführung steht. Als Brennstoff wird in der Regel Erdgas oder Biogas eingesetzt. Dieser Brennstoff wird elektrochemisch direkt in Strom umgewandelt. Die dabei entstehende Abwärme steht dann gleichzeitig zum Heizen und für die Warmwasserbereitung zur Verfügung.

Brennstoffzellen-Heizung basiert auf Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Wie auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) arbeitet die Brennstoffzellen-Heizung mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie gehört also zu den Mikro-BHKW. Die Technik ist die effizienteste Form der Kraft-Wärme-Kopplung: Mit einem elektrischen Wirkungsgrad, der über dem von Ölheizung und Gasheizung liegt, erzeugt die Brennstoffzellen-Heizung gleichzeitig Wärme und Strom. Der Energielieferant der Brennstoffzelle ist Wasserstoff, der in einem chemischen Verfahren aus Erdgas gewonnen wird. Durch die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme wird das Erdgas effektiv genutzt und CO2-Emissionen verringert. Im Vergleich zu einem konventionellen BHKW punktet die Brennstoffzellen-Heizung mit einem besseren Verhältnis von elektrischer Energie zu nutzbarer Abwärme. Die Heizung mit ihren kompakten Komponenten passt gut in den Heizungskeller, ist robust und wartungsarm. Zudem senkt die lange Lebensdauer die Kosten.

Brennstoffzellen-Heizung auch für Niedrigenergiehaus einsetzbar

Während ein konventionelles Mikro-BHKW vor allem dann wirtschaftlich ist, wenn ein Gebäude einen möglichst hohen Wärmebedarf hat (also eher in unsanierten Altbauten), lässt sich eine Brennstoffzellen-Heizung auch in sanierten Häusern und Niedrigenergiehäusern einsetzen. Vor allem die eigene Stromproduktion sorgt dafür, dass die Energiekosten sinken. Eine Brennstoffzellen-Heizung kann in der Regel so viel Strom produzieren, dass der Grundbedarf eines Haushalts gedeckt ist. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Kosten und Förderung für Brennstoffzellen-Heizung

Für eine Brennstoffzellen-Heizung müssen Hausbesitzer mit Kosten von mindestens 20.000 Euro rechnen. Auch wenn das erst einmal viel klingt, sollten Hausbesitzer bedenken, dass mit der Technik in der Regel der Grundbedarf eines Haushalts an Wärme und Strom gedeckt ist. Reduzieren lassen sich die Kosten mit einer Förderung der KfW: Sie vergibt Zuschüsse in Höhe von mindestens 5.700 Euro für Brennstoffzellen-Heizungen. Zusätzlich gibt es auch in vielen Bundesländern noch weitere Förderprogramme. Wem die Investionskosten trotzdem zu hoch sind, der kann darüber nachdenken, die Heizung über so genanntes Contracting zu mieten. 

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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