20.03.2019
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Hybridheizung mit Gas: Das ergänzt die Gasheizung perfekt

Gasheizung mit Solaranlage, Kaminofen oder Wärmepumpe ergänzen

Sie sorgt in vielen Häusern und Wohnungen für gemütliche Wärme: die Gasheizung. Viele Eigentümer schätzen die unkomplizierte Wärmeversorgung und die etablierte Technik. Auf erneuerbare Energien muss dennoch niemand verzichten, denn die Gasheizung ist ein dankbarer Partner! Wir stellen vier Varianten einer Hybridheizung mit Gasheizung vor.

Heizungskeller: Gasheizung mit PufferspeicherBild größer anzeigen
Die Gasheizung ist ein dankbarer Partner für die Kombination mit erneuerbaren Energien. Hier die Variante Gasheizung plus SolarthermieFoto: Energie-Fachberater.de

Es muss nicht immer gleich eine neue Heizung sein - auch ein bestehender Gaskessel lässt sich einfach mit erneuerbaren Energien ergänzen. Voraussetzung dafür ist ein ausreichend großer Pufferspeicher. Noch leichter kommen erneuerbare Energien beim Einbau einer neuen Gasheizung zum Zuge: Viele Heizungssysteme kommen inzwischen mit passendem Speicher und ausreichend Anschlüssen, um Solaranlage & Co. unkompliziert einbinden zu können. Der Vorteil: Wann immer erneuerbare Energien aus Sonne, Holz, Umgebungsluft etc. zur Verfügung stehen, wird die Wärme daraus im Heizungssystem vorrangig genutzt. Den restlichen Wärmebedarf und Verbrauchsspitzen deckt die Gasheizung ab. Das lässt die Gasrechnung ordentlich abschmelzen.

4 Varianten einer Hybridheizung mit Gasheizung

1. Der Klassiker: Gasheizung und Solarthermie
Diese Hybridheizung bietet ausgereifte Technik und ist nicht ohne Grund ein Klassiker: Gasheizung plus Solarthermie. Die Solaranlage übernimmt von Frühjahr bis Herbst die Warmwasserbereitung und unterstützt bei Bedarf auch die Heizung. Voraussetzung ist eine unverschattete Dachfläche mit der richtigen Ausrichtung. Ebenso ein Argument für Gasheizung plus Solarthermie ist der attraktive Zuschuss vom BAFA, den Hausbesitzer unbedingt vorher beantragen sollten.

2. Die Gemütliche: Gasheizung plus Kaminofen
In ländlichen Gegenden war das Heizen mit Holz noch nie aus der Mode, längst reicht der Trend aber weit darüber hinaus. Einen Kaminofen mit gemütlicher Strahlungswärme empfinden viele Eigentümer als perfekte Ergänzung. Besonders geeignet für eine Hybridheizung mit Gasheizung ist ein wasserführender Kamin- oder Pelletofen. Er wärmt nicht nur den Wohnraum, sondern speist auch Wärme ins zentrale Heizsystem ein. Das entlastet die Gasheizung im Winter sowie in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst. Aber Achtung: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass mit einem Kaminofen als Zusatzheizung der Energieverbrauch ansteigt. Hausbesitzer sollten also gut planen und einen energieeffizienten Ofen auswählen.

Die oben beschriebenen Kombinationen einer Hybridheizung mit Gasheizung funktionieren natürlich auch im Trio: Bei einer Gasheizung mit Solarthermie und Kaminofen ist maximale Sparsamkeit angesagt und bei jedem Wetter steht Wärme aus erneuerbaren Energien zur Verfügung.

3. Power to Heat: Gasheizung plus Photovoltaik
Wer sein Dach schon für eine Photovoltaik-Anlage nutzt oder die Anschaffung plant, kann überschüssigen Solarstrom auch für die Heizung nutzen. Die Gasheizung wird dann mit einem Pufferspeicher und einer Trinkwasserstation mit Elektroheizstab kombiniert. Der überschüssige Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage heizt dann den Pufferspeicher auf. So lässt sich der Eigenverbrauch von Solarstrom steigern und die Heizkosten sinken im gleichen Zuge.

4. Die Moderne: Gasheizung plus Wärmepumpe
Für viele Hausbesitzer klingt es noch nach einer ungewöhnlichen Kombination, wenn sich Gsaheizung und Wärmepumpe zu einer Hybridheizung zusammentun. Doch die beiden sind ein gutes Team, denn gerade im unsanierten Altbau kann eine Wärmepumpe schnell an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit kommen. In Kombination spielen beide Heizsysteme ihre Stärken aus: Die Wärmepumpe sorgt immer dann für Wärme und Warmwasser, wenn erneuerbare Energien günstig zur Verfügung stehen. Besonders gut und umweltschonend klappt das, wenn der Betriebsstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage kommt. Bei hohem Wärmebedarf und Verbrauchsspitzen, zum Beispiel bei niedrigen Temperaturen, springt die Gasheizung ein. Diese Form der Hybridheizung ist auch dann ideal, wenn das Haus schrittweise saniert werden soll. Solange der Wärmebedarf im unsanierten Haus noch hoch ist, stellt die Gasheizung die Grundversorgung sicher. Im sanierten Haus und mit einer Fußbodenheizung kommt die Wärmepumpe dann auch als alleiniges Heizsystem in Frage.  

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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