27.03.2019
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Kaminofen, Kachelofen, Pelletofen, Heizkamin - was ist was?

Einzelgeräte und handwerkliche gebaute Anlagen für Wohnfühlwärme

Regionalität des Brennstoffs, Versorgungssicherheit und Wohlfühlatmosphäre im Wohnraum sind starke Argumente für einen Ofen. Der Trend zum Heizen mit Holz hat dazu geführt, dass das Angebot an so genannten Einzelfeuerstätten heute unüberschaubar groß ist. Doch was ist überhaupt der Unterschied zwischen Kaminofen, Kachelofen, Heizkamin und Pelletofen?

HeizkaminBild größer anzeigen
Die Lösungen für das Heizen mit Holz reichen von Kaminofen und Kachelofen über Pelletofen bis hin zum HeizkaminFoto: HKI
wasserführender KaminofenBild größer anzeigen
Wasserführender Kaminofen: Über einen Wärmetauscher sorgt der Ofen nicht nur für Wärme im Aufstellraum, sondern auch für WarmwasserFoto: HKI
Heizkamin: Gewinner Ofenflamme 2019Bild größer anzeigen
Preisgekrönter Heizkamin: Dieser Heizkamin von Jürgen Henrichs aus Zeltingen-Rachtig gewann 2019 den Design-Preis "Ofenflamme"Foto: ZVSHK
Pelletofen in modernem WohnambienteBild größer anzeigen
Pelletofen in modernem Wohnambiente: Pelletöfen dienen oft als vollwertige RaumheizungFoto: RIKA Innovative Ofentechnik GmbH

Kaminofen, Kachelofen, Pelletofen, Heizkamin - welcher Ofen passt in meinen Wohnraum? Unterschieden wird zwischen Einzelgeräten wie Kamin- oder Pelletöfen und handwerklich gebauten Anlagen wie Kachelöfen.

Kaminofen - schell verfügbare Wärme
Moderne Kaminöfen sind in Serie gefertigte Feuerstätten aus Stahl oder Gusseisen, meistens mit einer oder mehreren Sichtscheiben, die den Blick auf das Flammenspiel freigeben. Verkleidet mit Stahlblech, Naturstein oder Keramik heizen sie sich schnell auf und spenden nach kurzer Zeit angenehme Wärme. Kaminöfen können überall dort aufgestellt werden, wo es einen geeigneten Schornstein gibt.

Pelletofen - automatische Steuerung und vollwertige Raumheizung
Ein Pelletofen dient oft als vollwertige Raumheizung und erinnert auf den ersten Blick an einen klassischen Kaminofen. In Aufbau und Technik unterscheiden sich beide Öfen jedoch grundlegend, da der Pelletofen mit kleinen, aus Sägespänen gepressten Holzstiften - den Holzpellets - befeuert wird. Die Brennstoffzufuhr erfolgt automatisch: Von einem Vorratsbehälter, der oft direkt in die Feuerstätte integriert ist, gelangen die Pellets über eine Förderschnecke in den Brennraum und werden dort elektrisch gezündet. Ein Thermostat kann dabei Brennstoffmenge und Luftzufuhr steuern, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Kachelofen - dekoratives Äußeres und lange Wärmespeicherung

Ein Kachelofen wird vom Ofenbauer errichtet und individuell an das Wohnumfeld angepasst. Die Kacheln sind nicht nur dekorative Elemente, sondern erhöhen als keramische Ummantelung die Wärmespeicherfähigkeit des Ofens. Bei diesen Öfen wird zwischen dem Grundofen, Warmluftkachelofen und Kombilösungen unterschieden. Der Grundofen ist massiv gemauert, wobei teilweise über eine Tonne keramisches Speichermaterial verwendet wird. Die Holzscheite werden direkt auf dem Grund des Feuerraumes verbrannt. Durch seine hohe Speichermasse kann er die Wärme bis zu 24 Stunden lang halten.

Der Warmluftkachelofen ist die moderne Variante des Kachelofens. Er heizt schneller auf und spendet schon nach kurzer Zeit Wärme. Im Inneren befindet sich ein industriell gefertigter Heizeinsatz aus Stahl oder Gusseisen. In Verbindung mit metallischen Nachheizflächen sorgt er für schnelle oder mit einem keramischen Speicher für besonders langanhaltende Wärme.

Heizkamin - Feuervergnügen im Mittelpunkt
Wie der Warmluftkachelofen verfügt der Heizkamin über einen modernen Einsatz, der mit einer großen Sichtscheibe ausgestattet ist, so dass das Feuervergnügen im Mittelpunkt steht. Der Heizeinsatz sorgt für eine umweltgerechte Verbrennung, wenig Emissionen und einen geringen Wärmeverlust. Zudem kann er wie der Warmluftkachelofen mit Nachheizflächen kombiniert werden.

Besser im Team - wasserführende Variante bei fast allen Öfen möglich

Ob Kaminofen, Pelletofen oder Kachelofen - alle diese Ofenvarianten gibt es auch als wasserführendes Modell. Damit kann der Ofen ins Heizsystem eingebunden werden und nicht nur für Wärme im Aufstellraum, sondern auch für Warmwasser sorgen. So wird die Energie so effizient wie möglich genutzt. Wenn der Ofen zum Beispiel in der Übergangszeit ein bis zweimal täglich angefeuert wird, steht ausreichend Warmwasser zur Verfügung, ohne dass die Heizung einspringen muss. 

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Quelle: Energie-Fachberater.de / Messe Frankfurt - ISH
 

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