29.11.2017
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Was ist eigentlich ein wasserführender Kaminofen?

Alles zu Vorteilen, Nachteilen, Kosten und Förderung

Von einem Kaminofen muss man niemanden überzeugen, die Vorteile sprechen für sich. Und spätestens, seit das Heizen mit Holz wieder im Trend ist, findet jeder Hausbesitzer in der Fülle der Modelle auch das zu seinem Haus passende. Wer sich nach einem neuen Ofen umsieht und informiert, wird auch immer wieder auf wasserführende Öfen stoßen. Doch was ist das eigentlich, ein wasserführender Kaminofen, und lohnt sich die Anschaffung?

Kaminofen auf der ISHBild größer anzeigen
Wenn das Flammenspiel nicht nur Wohlfühl-Atmosphäre, sondern auch warmes Wasser erzeugt, handelt es sich um einen wasserführenden KaminofenFoto: Energie-Fachberater.de

Wer über einen neuen Kaminofen nachdenkt, sollte unbedingt auch ein wasserführendes Modell in Betracht ziehen. Denn ein wasserführender Kaminofen (auch Kaminofen mit Wassertasche genannt) macht die im Ofen erzeugte Wärme auch in anderen Räumen des Hauses nutzbar. Und das funktioniert so: Um die Brennkammer herum ist ein Wärmetauscher angebracht, in dem Wasser erhitzt wird. Ist der Kamin in Betrieb, wird die Wärmeenergie wie bei jedem anderen Kaminofen an den Raum abgegeben. Ein weiterer Teil der Wärme wird aber zusätzlich zum Erwärmen des Wassers genutzt. Über die Wassertasche ist der Ofen mit dem Heizkreislauf der Zentralheizung verbunden. Das erwärmte Wasser kann dann im Pufferspeicher zwischengelagert und auch in anderen Räumen genutzt werden. Das entlastet den Heizkessel. Übrigens sind auch Pelletöfen als wasserführende Modelle erhältlich.

Vorteile eines wasserführenden Kaminofens
Die Vorteile eines Kaminofens mit Wassertasche liegen auf der Hand: Weil die Wärme nicht nur in einem Raum genutzt werden kann, ergänzt der Ofen den Heizkessel perfekt. So kann die Zentralheizung in der Übergangszeit noch ausgeschaltet bleiben. Das spart Heizkosten. Außerdem steigert der Wärmetauscher den Wirkungsgrad des Kaminofens, denn es kann noch mehr Wärme aus dem Verbrennen des Holzes genutzt werden.

Nachteile eines wasserführenden Kaminofens
Direkte Nachteile hat ein wasserführender Kaminofen nicht, durch die Verbindung mit dem Heizsystem ist allerdings die Planung und Installation etwas aufwändiger als bei einem normalen Kaminofen. Sinnvoll ist ein gekoppelter Pufferspeicher, damit die Wärme zwischengelagert werden kann. So ist zum Beispiel die Kombination aus Heizkessel, Solarthermie und wasserführendem Kaminofen perfekt, um Heizkosten zu sparen. Wasserführende Kaminöfen sind außerdem schwerer als normale, so das der Aufstellort auch in dieser Hinsicht überprüft werden muss. Wer einen wasserführenden Kaminofen anschaffen möchte, sollte unbedingt einen Fachbetrieb mit der Planung und Installation beauftragen. Die Kosten sind aus den genannten Gründen höher als bei einem normalen Kaminofen.

Kosten und Förderung für einen wasserführenden Kaminofen
Ein wasserführender Kaminofen ist ab circa 1.500 Euro erhältlich. In der Regel müssen Hausbesitzer müssen Hausbesitzer mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro rechen, je nach Modell und Leistung. Dazu kommen noch die Kosten für den Einbau des Kaminofens (ab 200 Euro), die Kosten für Bodenplatte (ab 100 Euro) und Ofenrohre sowie für den Pufferspeicher, falls noch keiner vorhanden ist (ab 500 Euro). Eine Förderung gibt es für wasserführende Kaminöfen, die mit Scheitholz betrieben werden, leider nicht. Pelletöfen haben hier einen Vorteil: Das BAFA fördert Pelletöfen mit Wassertasche mit einem Zuschuss von mindestens 2.000 Euro. Die Kosten für einen wasserführenden Pelletofen liegen bei mindestens 4.000 Euro. 

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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