Expertenwissen
 

Hitzeperioden trotzen: Decke für die Kühlung nutzen

Komfortables Raumklima dank Deckenkühlung

Wandheizung und Deckenheizung sind eine kleine, feine Nische. Immer mehr Hausbesitzer entdecken diese für sich, denn die Vorteile sind unübersehbar. Doch zu einem komfortablen Raumklima gehört noch viel mehr – das zeigen ausgedehnte Hitzeperioden der letzten Zeit. Warum also Wand und Decke nicht auch für die Kühlung nutzen? Die Experten vom Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen geben Tipps für die Deckenkühlung.
Wandheizung - Wandkühlung vorherBild größer anzeigen
Wände mit eingebauter Flächenheizung - Flächenkühlung. Eine Wärmepumpe betreibt den KreislaufFoto: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF)
Wand mit Flächenheizung - Flächenkühlung nachherBild größer anzeigen
Nach dem Einbau der Flächenheizung - Flächenkühlung: Die Technik sorgt bei jedem Wetter für ein angenehmes WohnklimaFoto: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V.
Montage Deckenheizung - DeckenkühlungBild größer anzeigen
Montage einer Deckenheizung - Deckenkühlung mit Trockenbau-System. Grundsätzlich kommen Boden, Wand und Decke für die Flächenkühlung in Frage, am besten eignet sich jedoch die DeckeFoto: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V.

Die Flächenheizung (Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung) hat sich nicht ohne Grund durchgesetzt! Komfortable Wärme, Effizienz und damit Kosteneinsparung sowie mehr Freiheit bei der Einrichtung können die Systeme auf der Habenseite verbuchen. Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Mit dem richtigen Gerät kann das System im Sommer auch für die Flächenkühlung genutzt werden! Grundsätzlich kommen Boden, Wand und Decke für die Flächenkühlung in Frage, am besten eignet sich jedoch die Decke.

Deckenkühlung: Möglichkeiten und Voraussetzungen

Einzige Voraussetzung für die Deckenkühlung: Es muss eine Wärmepumpe zum Betreiben des Kreislaufs vorhanden sein. Damit ist die Deckenkühlung auch in der Modernisierung oder in denkmalgeschützten Häusern eine Option, wo der Boden oft nicht verändert werden darf. Ebenso wichtig ist, dass die Statik stimmt.

Für die Installation der Deckenkühlung gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Rohrleitungen werden auf dem Untergrund befestigt und dann vom Deckenputz bedeckt. Die Leitungen liegen also innerhalb der Putzschicht.
  • Alternativ kann ein Trockenbausystem installiert werden. Dort sind die Rohrleitungen in Trockenbauplatten integriert, die auf einer Unterkonstruktion an der Decke befestigt werden.

Grundsätzlich unterscheiden sich beide Varianten kaum in ihrem Funktionsprinzip. Die Rohre werden von Wasser mit einer Temperatur von circa 16°C durchflossen. Die Oberflächentemperatur der Decke liegt damit stets wenige Grad unter der Raumlufttemperatur. Die Wärme im Raum wird über die Decke vom Wasser, das durch das Rohrsystem fließt, aufgenommen und abgeleitet.

Vorteile und Nachteile der Deckenkühlung
Der große Vorteil der Deckenkühlung: Es steht eine große und gleichmäßige Fläche für die Kühlung zur Verfügung. Die Kühlung des Raumes erfolgt mittels Strahlung. Das sorgt für hohe Behaglichkeit, denn Zuglufterscheinungen oder hygienische Probleme wie bei der klassischen Klimatisierung sind nicht zu befürchten. Außerdem ist das System deutlich wartungsärmer als eine Klimaanlage. Der Nachteil: Die Raumtemperatur kann nicht beliebig reduziert werden. Wie viel Grad Abkühlung möglich sind, kommt auf den Einzelfall an und insbesondere auf die Luftfeuchtigkeit. Der Grund dafür: Die Kühlwassertemperatur darf nur so niedrig sein, dass der Taupunkt nicht unterschritten wird. Man erreicht also nicht immer die Leistungswerte konventioneller Klimaanlagen, dies ist aber durch folgenden Effekt auch zumeist gar nicht notwendig: Denn bei gleicher empfundener Temperatur kann durch den Einsatz einer Kühldecke die Raumlufttemperatur bis zu 3 °C höher ausfallen als beim Einsatz von Nur-Luft-Kühlanlagen – und das, ohne dass die geistige Leistungsfähigkeit oder das Wohlbefinden der Raumnutzer dabei abnimmt.

Welche Wärmepumpe eignet sich für die Deckenkühlung?
Für die Kälteerzeugung sind Wärmepumpen ideal. Eine Möglichkeit sind Erdwärmepumpen, deren Wärmequelle, das Erdreich, im Sommer zur "Kältequelle" wird. Alternativ gibt es reversible Luftwärmepumpen, die durch die Option, dass der Kältekreislauf umkehrbar ist, im Sommer das Haus kühlen können.

 
 
 
 
Quelle: BVF / Energie-Fachberater.de
 

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