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Energiefresser Bodentreppe

Luftdichter Einbau garantiert volle Dämmwirkung

Dichtung
 
Ist das Dachgeschoss nicht ausgebaut, müssen Hausbesitzer eine Dachbodendämmung einbauen. Das regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Doch was ist mit der alten Bodentreppe? Sie bleibt eine Schwachstelle und durchbricht die Decke auf rund einem Quadratmeter Fläche. Die umlaufende Fuge summiert sich sogar auf vier Meter Länge. Bis zu 70 Prozent der Dämmwirkung im Speicher gehen so verloren. Also besser eine neue Bodentreppe luftdicht einbauen lassen, rät Energieberater Matthias Dörr.
Dämmung der Bodentreppe von WellhöferBild größer anzeigen
Auf vier Meter summiert sich die umlaufende Fuge der Bodentreppe. Ist der Einbau nicht luftdicht, ist der Wärmeschutz im Dachgeschoss dahinFoto: Wellhöfer Treppen GmbH & Co. KG

Eine Bodentreppe besteht aus dem Treppenelement selbst, dem Lukendeckel, der die Öffnung nach unten abschließt, sowie dem so genannten Futterkasten samt Rahmen, der die gesamte Konstruktion aufnimmt. "Bei der Luftdichtheit haben Bodentreppen zwei Schwachpunkte: die Deckelfuge zwischen Futterkasten und Deckel sowie die Anschlussfuge zwischen Decke und Futterkasten", weiß Energieberater Matthias Dörr. Sind diese Stellen nicht luftdicht abgeschlossen, summieren sich die Energieverluste. "Und durch die undichte Fuge gelangt warme Luft aus den Wohnräumen in den kühleren Dachraum und führt dort zu Feuchtigkeit mit Folgen wie zum Beispiel Schimmel."

Bodentreppe: Gedämmter Deckel und Hohlkammer-Dichtung sparen Heizkosten
"Moderne, energiesparende Bodentreppen sollten deshalb neben dem vollflächig gedämmten Deckel, eine Hohlkammerdichtung zwischen Futterrahmen und Deckel und vor allem ein sicheres Anschluss-System für den luftdichten Einbau aufweisen", rät der Energieberater. So ist die Deckelfuge zuverlässig dicht und das Anschluss-System zwischen Futterkasten und Geschossdecke macht Schluss mit Pfusch und Energieverschwendung. Und noch einen Tipp hat der Energieberater: "Dämm- und Dichtwerte der Bodentreppe sollten nicht berechnet, sondern für das komplette Bauteil geprüft sein. Mit unabhängigen Prüfzeugnissen sind Hausbesitzer auf der sicheren Seite. Der U-Wert bei modernen Bodentreppen liegt zwischen 0,6 und 1,1 W/m²K und die Luftdichtheit des Anschluss-Systems sollte mit einem geprüften a-Wert (Fugendurchlasskoeffizient) nachgewiesen sein."

Mit diesen Werten können Hausbesitzer nichts falsch machen. Für alle, deren Sanierungsziele noch ehrgeiziger sind, gibt es inzwischen sogar Bodentreppen, die nach den strengen Anforderungen des Passivhaus-Instituts zertifiziert sind.

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Quelle: Matthias Dörr / www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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