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Gesund Wohnen mit dem richtigen Bodenbelag

Tipps für Parkett, Laminat, Fliesen, Teppich und Linoleum

Boden
 
Stark riechender Laminatkleber, müffelnder Teppichboden, Emissionen aus den Fliesenfugen - nicht immer beeinflusst der Bodenbelag die Gesundheit positiv. Es lohnt sich also für Hausbesitzer, bei der Auswahl genau hinzuschauen. Die gute Nachricht: Aus so gut wie allen Bodenbelagsgruppen sind emissionsarme und gesundheitsverträgliche Produkte erhältlich. Experte Josef Spritzendorfer erklärt, welche Punkte besonders wichtig sind.
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Gute Nachrichten für Hausbesitzer: Aus nahezu allen Bodenbelags-Gruppen sind emissionsarme, gesundheitsverträgliche Produkte erhältlich, die mit gutem Gewissen eingebaut werden könnenFoto: Bauwerk Parkett AG

Wichtig ist ein wohngesunder Bodenbelag vor allem immer dann, wenn Allergiker oder chemikaliensensitive Bewohner zur Familie gehören, oder kleine Kinder. Dann sollte auf jeden Fall auf geruchsintensive Produkte für Bodenbelag und Kleber verzichtet werden. Besonders empfindlichen Bewohnern empfehlen Experten das "Austesten" eines Musters: Wer sich ein Stück des künftigen Bodenbelags einige Tage neben das Kopfkissen legt wird merken, ob die Produkte verträglich sind.

Diese Schadstoffe sollten Hausbesitzer bei Bodenbelägen vermeiden
In der Vergangenheit wurden für den Fußbodenaufbau oft teerhaltige Produkte eingesetzt, die über lange Zeiträume für die Abgabe von so genannten krebserzeugenden PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) verantwortlich gemacht werden können. Holzfußböden enthalten manchmal noch gesundheitsbeeinflussende Stoffe wie Öle oder Lacke an den Oberflächen. Bei Laminatböden sind die Kritikpunkte, dass teilweise kritische Kleber eingesetzt werden und der Boden stark elektromagnetische Aufladungen verursacht. Teppichböden können zu Niststätten für Milben werden, manche Teppichrücken sind auch dauerhaft stark geruchsintensiv (Styrol-Butadien). Zusätzlich können die Kleber hohe Schadstoffbelastungen in der Raumluft verursachen. Naturteppiche können Pyrethroide als Mottenschutz beinhalten. Bei Linoleum und Korkböden führen Oxidationsprozesse teilweise zu starken Geruchsbelastungen (Hexanal, Furfural). Und selbst bei Fliesen, die an sich ein sehr wohngesunder Bodenbelag sind, sollten Hausbesitzer Kleber, Fugenmassen und Randabdichtung gründlich überprüfen, ob daraus Raumluftbelastungen zu erwarten sind.

Wann Hausbesitzer einen Bodenbelag bedenkenlos einsetzen können
Grundsätzlich gibt es aus nahezu allen Bodenbelags-Gruppen emissionsarme, gesundheitsverträgliche Produkte, deren Einsatz auch mit gutem Gewissen empfohlen werden kann. Wichtig sind dabei aber aber nicht die "Werbeaussagen" der Hersteller, sondern neutrale Nachweise (wie die Emissionsprüfberichte unabhängiger Prüfinstitute). Auch als solche beworbene "Naturprodukte" müssen nicht automatisch "gesund" sein. Auf geruchsintensive Produkte sollte besser verzichtet werden. Bei der Auswahl der verschiedenen Bestandteile des Bodenbelags sollten sich Hausbesitzer unbedingt im Fachhandel beraten lassen, denn bestimmte Bestandteile des Fußbodens - also Estrich, Spachtelmasse, Kleber, Grundierung und Bodenbelag - können in manchen Fällen miteinander "reagieren". In Grundierungen sollte Benzylalkohol vermieden werden (Entstehung übelriechenden Benzaldehyds möglich). Ammoniak im Klebstoff kann bei zementären Untergründen und Spachtelmassen zur Freisetzung von Ammoniak führen.

Übrigens: Allergiker müssen auf einen Teppichboden nicht verzichten! Kurzflorige, regelmäßig gut gereinigte Teppichböden können problemlos eingesetzt werden.

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Quelle: Josef Spritzendorfer / Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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