Selbstgenutzte Eigenheime und Eigentumswohnungen sind mit durchschnittlich 117 Quadratmetern 70 Prozent größer als Mietwohnungen (69 Quadratmeter). Lediglich gut 20 Prozent der höheren Energiekosten gehen auf das Konto der etwas höheren Heizkosten pro Quadratmeter (0,99 Euro im Wohneigentum gegenüber 0,80 Euro in Mietwohnungen).
Haus- und Wohnungseigentümer haben die größten Einsparpotenziale bei Heizkosten
Ehrgeizige Klimaziele sind nur erreichbar, wenn man auf die großen Einsparpotenziale bei den 17 Millionen Haus- und Wohnungseigentümern in Deutschland setzt. Auf diesen Nenner lässt sich die Sonderauswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes (EVS) bringen, die das Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) vorgenommen hat. Danach wurden im Jahre 2008 insgesamt 38,8 Milliarden Euro für Heizenergie ausgegeben. Mit 63 Prozent - fast 25 Milliarden Euro - entfiel der Löwenanteil auf die im Schnitt deutlich größeren selbstgenutzten Eigenheime und Eigentumswohnungen. Die Berliner Forscher haben errechnet, dass 2008 im Durchschnitt aller deutschen Haushalte monatlich 82 Euro für Heizenergie ausgegeben wurden, also knapp 1.000 Euro im Jahr. Die Energiepreise sind im laufenden Jahr 2011 um mindestens sechs Prozent höher, so dass jetzt mit Sicherheit die Marke von 1.000 Euro überschritten ist. Diese Kosten können Hausbesitzer mit einer Sanierung deutlich drücken, empfiehlt der Energieberater.
Steigende Heizkosten werden vor allem im Alter zur Belastung
Auch wenn die jetzigen Ausgaben für die Heizung noch verkraftbar sind, vor allem im Alter werden steigende Heizkosten zur Belastung. Da die Wohneigentumsquote bei den älteren Haushalten weitaus höher ist, leben überdurchschnittlich viele ältere Menschen in Altbauten mit schlechterer Energiebilanz, und sie benötigten häufig auch rund um die Uhr eine höhere "Wohlfühltemperatur". Hier hilft eine energetische Sanierung gleich zweifach, weiß der Energieberater. Einerseits senkt sie die Energiekosten, andererseits verbessert sich durch warme Wände auch das Wohnklima im Haus.
Quelle: LBS










