Schauen Sie ruhig zwei Mal hin. Ja, es ist dasselbe Gebäude: Aus dem unscheinbaren Zweifamilienhäuschen ist ein Hingucker geworden. Aufgestockt, entkernt, mit einem schmucken Anbau in den Garten hinein erweitert. Dämmung und regenerative Heiztechniken machen die Rundum-Sanierung zum Vorzeigebeispiel.
Familie Bisanz aus Stuttgart hat ihr Haus zum Effizienzhaus umgebaut. Holz und Sonne decken den Wärmebedarf, das Erscheinungsbild des Altbaus aus dem Jahr 1929 blieb erhalten. Dafür wurde die Energiesparmaßnahme mit einem Preis der Europäischen Union prämiert.
Lässt sich ein altes, sanierungsbedürftiges Reihenmittelhaus in einen für heutige Ansprüche angenehmen Wohnraum verwandeln und mit energetisch optimierter Technik in Einklang zu bringen? Ja, fand Architektin Beate Wolf, die ihr Reihenmittelhaus im Münchener Stadtteil Fürstenried aus den 60er Jahren zu einem Passivhaus umbaute.
Kellerdecke, Dach und Fassade nicht gedämmt, die Verglasung der Fenster veraltet, viele Wärmebrücken: Das Wohnhaus der Familie Boes im badischen Rheinmünster war eine regelrechte "Energieschleuder", bevor sich die Eigentümer Ingrid und Hans-Jürgen Boes entschieden, ihr Haus energetisch auf Vordermann zu bringen. So begann der Umbau ihres Mehrfamilienhauses zu einem "KfW-Effizienzhaus 70".
Eine umfassende Modernisierung kann den Energieverbrauch massiv senken - und das bei gleichzeitiger Steigerung des Wohnkomforts. Dies zeigt ein aktuelles Beispiel für eine energetische Sanierung: eine Doppelhaushälfte aus den 1960er Jahren in Speyer.
Seit bald 30 Jahren leben Angela und Hermann Schreiner in einer Doppelhaushälfte, Baujahr 1975. Das Ehepaar plant, seinen Ruhestand im eigenen Haus zu genießen. Damit Wohnkomfort und Energieverbrauch auch im Alter stimmen, entschließen sie sich zu einer energetischen Fachberatung und planen eine Sanierung.
Tobias Hoefer hat sein vermietetes Mehrfamilienhaus in Heidelberg gerade sanieren lassen. Die vier Mieter werden von einem höheren Komfort, geringeren Nebenkosten und einem schönen Zuhause profitieren. Warum er das 1935 errichtete Haus energetisch sanieren ließ, weiß Tobias Hoefer ganz genau.
Als der Handwerksmeister Lutz Kordes den Einbau eines neuen Heizungssystems für seine Firma plante, entschied er sich für eine klimafreundliche Wärmepumpen-Heizung. Da Lutz Kordes eine Luftwärmepumpe besitzt, nutzte er die aktive Kühlung. Die Zusatzkosten für die sommerliche Inbetriebnahme der Wärmepumpe sind überschaubar: Bei einer Kühlung an nur sehr warmen Tagen, liegen diese bei etwa 20 Euro im Monat.
Das Zweifamilienhaus der Familie Liebminger wurde in den wirtschaftlichen Aufbruchsjahren der 60er Jahre erbaut, ohne Schnörkel mit Satteldach und großen Fenstern nach Süden ausgerichtet. Ende der 90er Jahre stellte sich für den Hausbesitzer erstmals die Frage einer Sanierung, denn am Dach gab es undichte Stellen. Schon damals träumte der Hauseigentümer davon, die kostenlose Sonnenenergie zu nutzen. Während der Dachsanierung wurde der Traum in Form einer großen Solaranlage Realität. Für Wohnkomfort und Behaglichkeit sorgte darüber hinaus die Dämmung des gesamten Hauses.
Modernisieren oder verkaufen und neu bauen? Ehepaar Spring entschied sich, ihren 1971 gebauten Bungalow zu behalten und energetisch zu sanieren. Nach der Sanierung überzeugen nicht nur Energiebilanz und Wohnkomfort, sondern auch das Ambiente. Betreut hat den Umbau der Günzburger Architekt Martin Endhardt, ausgewiesener Experte zum Thema energiesparend bauen.