29.01.2019
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EU-Energielabel für neue Heizungen ab Herbst mit geänderter Skala

Top-Effizienzklasse nur für erneuerbare Energien

Das EU-Energielabel für neue Heizungen gibt auf einer Skala von grün bis rot an, wie effizient diese sind. Die Skala ändert sich im Herbst 2019: Dann wird die neue Effizienzklasse A+++ eingeführt, die Stufen E bis G entfallen. Hausbesitzer sollten bei einem Heizungstausch schon jetzt darauf achten, dass die neue Heizung die Effizienzklasse A+ oder besser aufweist. Einen Rückschluss auf die Betriebskosten erlaubt das Energielabel nicht.

Energielabel-Skala HeizungBild größer anzeigen
Im Herbst 2019 wird bei Heizungen die neue Effizienzklasse A+++ eingeführt, die Stufen E bis G entfallen.Foto: BMWi

Auch wenn sich die Energielabel-Skala erst im September 2019 ändert - wer jetzt oder in den kommenden Monate den Einbau einer neuen Heizung plant, sollten die Neuerung im Hinterkopf behalten und Heizungen mit niedriger Effizienz meiden. Am besten kommt gleich eine Heizung mit A+ oder besser in den Heizungskeller.

Wichtig zu wissen aber: Das Energielabel lässt keinen Rückschluss auf die Betriebskosten zu! Denn die Heizkosten hängen neben der Energieeffizienz der Heizung auch von weiteren Faktoren wie dem Brennstoff und dem energetischen Zustand des Hauses ab.

Erneuerbare Energien top, fossile Energien schlechter - so sehen die Effizienzklassen ab Herbst 2019 aus
Ab September 2019 erhalten Heizungen ein A+++ bis A+, wenn sie erneuerbare Energien nutzen. Das ist bei Solarkollektoren als Ergänzung zur Wärmeerzeugung der Fall, bei den meisten Holzheizungen und bei effizienten Wärmepumpen. KWK-Anlagen (BHKW) können die Noten A+++ bis B erhalten. Die Bewertung von Gasheizungen und Ölheizungen mit Brennwerttechnik ändert sich von A+ auf A bis B – allerdings gibt es eine bessere Einstufung für die Kombination mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie oder Wärmepumpe. Weniger effiziente Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht ausnutzen, erreichen die Effizienzkategorie C – sie dürfen nur noch in bestimmten Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Geräte der Klasse D kommen in Deutschland bereits jetzt nicht mehr in den Handel. Für neue Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung ist das Etikett Pflicht, Warmwasserspeicher bis einschließlich 500 Liter Speichervolumen sowie Produktkombinationen benötigen das Label ebenfalls. Für diese sogenannten Verbundanlagen gilt das erweiterte Label bereits. Die erweiterte Skala gilt auch für neue Einzelraumheizgeräte bis 50 Kilowatt Leistung, etwa Pelletöfen und andere Holzheizungen.  

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Quelle: Zukunft Altbau
 

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