10 Jahre Ratgeber Sanierung
10.11.2013
mehr zu Dämmung
 

Fünf Fakten zur Wärmedämmung

Von wegen Dämmwahn: Dämmung ist sinnvoll

Im Winter bezweifelt keiner den Nutzen dicker, warmer Kleidung. Doch beim Haus ist das anders. Beim Stichwort Wärmedämmung lassen Gegenargumente nicht lange auf sich warten. Der Mangel an Sachlichkeit in der Diskussion lässt Vorurteile blühen. Dabei gibt es viele gute Gründe für eine Dämmung - wir lassen Fakten sprechen.

Haus mit Gerüst bei FassadendämmungBild größer anzeigen
Die Wärmedämmung sollte das Haus möglichst geschlossen umhüllenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser als gute Nachrichten. Vielleicht ist das der Grund, warum in den Medien meist nur Horror-Schlagzeilen zu lesen sind, wenn es um die Dämmung geht. Wärmedämmung ist zu teuer, verursacht Schimmel, lässt Häuser in Sekundenschnelle abbrennen. Wer dämmt, dämmt im Wahn und ist am Ende selber schuld, so die Quintessenz. Der Blick auf die Fakten bleibt versperrt von Stolz und Vorurteil. Das Ergebnis: Hausbesitzer werden verunsichert und viele Möglichkeiten, Energie zu sparen, bleiben ungenutzt. Als Motivation hier die fünf besten Gründe, warum sich eine Wärmedämmung eben doch auf der ganzen Linie auszahlt.

Wärmedämmung lohnt sich finanziell
Eine Dämmung ist immer noch das beste und einzige Mittel gegen steigende Energiekosten für Hausbesitzer. Die Dämmstoff-Hülle fürs Haus spart Heizkosten, moderne Dämmstoffe werden immer leistungsfähiger. Je nach Maßnahme und Bauteil macht sich die Wärmedämmung unterschiedlich schnell bezahlt. Kleine Dämmmaßnahmen rechnen sich schon nach wenigen Heizwintern, großflächige Dämmungen amortisieren sich nach mehreren Jahren. Wer eine Förderung nutzt, kann die Wärmedämmung günstig finanzieren. Wichtig ist vor allem eine saubere Ausführung und eine gute Planung der Dämmung. Mit einer Energieberatung sparen Hausbesitzer nach der Sanierung deutlich mehr Heizkosten.

Wärmedämmung verursacht keinen Schimmel
Eine Dämmung ist nicht, wie fälschlicherweise oft behauptet, die Ursache für Schimmel, sondern das wirkungsvollste Gegenmittel. Denn an gut gedämmten, warmen Wandflächen schlägt sich keine Feuchtigkeit nieder. Die Schimmel-Bildung wird so verhindert, weil Schimmel Feuchtigkeit zum Überleben braucht. Schimmelprobleme nach einer Dämmung haben zwei Gründe - entweder wurde bei der Ausführung der Wärmedämmung geschlampt oder das Lüftungsverhalten wurde nach der Sanierung nicht angepasst.

Wärmedämmung kann Brandschutz sogar verbessern
Eine Wärmedämmung kann nicht nur den Wärmeschutz und den Schimmelschutz, sondern auch den Brandschutz des Hauses verbessern. Entscheidend ist die Wahl des Dämmstoffes: Viele Dämmstoffe sind von Natur aus nicht brennbar und verhindern so im Brandfall, dass sich die Flammen unkontrolliert ausbreiten. Und selbst wenn bei der Dämmung brennbare Materialien zum Einsatz kommen, lässt sich die Brandgefahr problemlos auf ein Minimum eindämmen. Eine Wärmedämmung ist also kein Grund zur allgemeinen Verunsicherung.

Wärmedämmung hat positive Energiebilanz
Für eine Dämmung wird auch nicht mehr Energie bei der Herstellung verbraucht, als sie einspart. Die Ökobilanz moderner Dämmstoffe ist tadellos. Zwar wird bei der Herstellung mancher Dämmstoffe die kostbare Ressource Erdöl benötigt. Doch der Verbrauch schlägt im Vergleich zur eingesparten Energie kaum zu Buche. Im Gegenteil: Die durch die Wärmedämmung eingesparten Schadstoffe überwiegen den Ausstoß bei der Produktion bei Weitem. Eine noch bessere Energiebilanz haben natürlich ökologische, nachwachsende Dämmstoffe.

Wärmedämmung schont die Umwelt und die Ressourcen
Der angebliche Dämmwahn wird oft auch damit begründet, dass die Wärmedämmung von Gebäuden endlos neuen Sondermüll produziere. Doch das ist nicht der Fall. Eine Wärmedämmung landet nicht automatisch auf dem Sondermüll. Der mehrschichtige Aufbau von beispielsweise Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) ist zwar eine Herausforderung für die Entsorgung, aber noch lange kein unlösbares Problem. Fürs Recycling muss das System in seine einzelnen Bestandteile aufgesplittet werden. Daran wird zur Zeit verstärkt gearbeitet. Im schlechtesten Fall wird das Material sauber verbrannt und damit energetisch verwertet. Bis zu ihrer Entsorgung spart die Dämmung aber jede Menge Energie und damit wertvolle Ressouren. So leistet sie einen großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

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Quelle: Energieagentur Regio Freiburg
 
 
 
 

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