10 Jahre Ratgeber Sanierung
20.10.2014
 

Kellerdämmung: Wann muss der Keller wie gedämmt werden?

Dämmung von Kellerdecke, Wänden oder Boden schließt Wärmeleck

Jedes Jahr im Herbst passiert es wieder: Zahlreiche Hausbesitzer bekommen kalte Füße. Kein Wunder, denn gerade im Altbau ist eine Kellerdämmung oft Fehlanzeige. Dabei verspricht sie angenehme Wärme vom Kopf bis zu den Fußspitzen - und das je nach Maßnahme für relativ wenig Geld. Doch welche Dämmung darf es sein? Soll die Kellerdecke, die Kellerwand oder doch der Kellerboden gedämmt werden? Worauf kommt es an? Hier die besten Tipps.

PerimeterdaemmungBild größer anzeigen
Die Perimeterdämmung ist die effektivste Form der Kellerdämmung, sie macht aber auch am meisten Arbeit und ist nicht ganz billig. Zur Belohnung gibt es dafür einen schönen, warmen WohnkellerFoto: Energie-Fachberater.de

Bis zu zehn Prozent der Heizwärme können über einen unzureichend gedämmten Keller verloren gehen - ein beachtliches Wärmeleck! Die nachträgliche Kellerdämmung spart aber nicht nur Heizkosten: Nie mehr kalte Füße und gemütliches Ambiente im Erdgeschoss sind an sich die Mühe wert, vor allem jetzt in der kühleren Jahreszeit. Denn die Kellerdämmung hebt die Fußbodentemperatur im Erdgeschoss spürbar an und verbessert so das Wohnklima im ganzen Haus. Bei der Kellerdämmung gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Möglichkeiten.

Kellerdämmung: Diese Möglichkeiten gibt es
Hausbesitzer können die Kellerdecke, die Kellerwände oder auch den Kellerboden dämmen. Bei der Dämmung der Kellerwände wird zudem zwischen der Außendämmung, der so genannten Perimeterdämmung, und der Dämmung von innen unterschieden. Am einfachsten und günstigsten gestaltet sich die Kellerdeckendämmung bei einem unbeheizten Keller - diese können all diejenigen Hausbesitzer angehen, die jetzt noch auf die Schnelle Heizkosten sparen wollen. Etwas mehr Planungsaufwand und Kosten bringt die Dämmung der Kellerwände mit sich, wenn der Keller beheizt wird: Hier ist fachmännisches Know-how gefragt und auch an den Dämmstoff werden höhere Ansprüche gestellt. Bei der Dämmung der Kellerwand von innen sollte der Dämmstoff möglichst dünn und trotzdem leistungsstark, bei der Perimeterdämmung muss er druckfest und feuchtigkeitsbeständig sein. Hier fallen zudem Erdarbeiten an. Und auch die Dämmung des Kellerbodens hat es in sich, denn durch die zusätzliche Dämmschicht sind unter Umständen Anpassungsarbeiten an Türen nötig, die Raumhöhe leidet und der Dämmstoff muss trittfest und belastbar sein - dafür gibt es aber auch ein Plus an Wohnraum. Wichtig ist: Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) macht verbindliche Vorgaben für die Kellerdämmung, die Hausbesitzer beachten müssen. Noch strenger sind die Grenzwerte, wenn sie eine Förderung für die Kellerdämmung in Anspruch nehmen wollen. Förderung gibt es von der KfW sowohl für die Kellerdeckendämmung als auch für die Perimeterdämmung.

Kellerdecke, Wände oder Boden dämmen?
Welche Dämmung die richtige ist, hängt vor allem von der Art und Weise der geplanten Nutzung des Kellers ab. Wer den Keller weiterhin nur als Abstellraum oder Wäschekammer nutzen will, fährt mit einer Kellerdeckendämmung am besten. Mit ihr lässt sich das Wärmeleck schnell und preisgünstig stopfen. Wer nicht gerade eine Gewölbedecke hat, kann das selbst erledigen, und auch für gebogene Kellerdecken gibt es inzwischen maßgeschneiderte Lösungen, die sich schnell anbringen lassen. In diesem Fall sollten auch eine Dämmung der Rohrleitungen erfolgen, da diese sonst Wärme an die kalte Umgebung abgeben. Wer Probleme mit Feuchtigkeit hat, sollte über eine Perimeterdämmung inklusive gründlicher Kellersanierung nachdenken. Mit ihr lässt sich der Schimmelbildung entgegenwirken und der trockene Keller kann dann als Wohnraum genutzt werden. Gibt es keine Feuchtigkeitsprobleme im Keller, lässt sich das auch mit einer Dämmung der Kellerwand von innen erreichen - zusammen mit einer Dämmung des Kellerbodens schaffen sich Hausbesitzer so ein neues, rundum gemütliches Plätzchen.

 
 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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