10 Jahre Ratgeber Sanierung
10.05.2013
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Nach Sanierung richtig Lüften und Feuchtigkeitsschäden vorbeugen

Frischluft steigert das Wohlbefinden und hält Schimmel fern

Stockflecken, das sind bräunliche, muffige Stellen auf der Tapete oder an der Decke, die durch zu viel Feuchtigkeit entstehen. Oft ist auch Schimmel mit dabei. Die Flecken deuten auf schlecht gelüftete Räume hin und finden sich besonders oft in frisch sanierten, gut gedämmten Gebäuden. Denn was viele Modernisierer vergessen: Eine dichte Gebäudehülle muss ganz anders gelüftet werden als ein Altbau mit undichten Fenstern.

Fenster in Altbau-FassadeBild größer anzeigen
Alte, undichte Fenster sorgen für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Neue, dichte Fenser müssen regelmäßig zum Lüften geöffnet werdenFoto: Energie-Fachberater.de

Denn veralte, zugige Fenster sorgen praktisch ganz ohne Zutun des Hausbesitzers für einen kontinuierlichen Luftaustausch - es "zieht" im Haus, weil kalte Luft durch die Ritzen und Spalten ins Haus dringt, während die warme Heizungsluft auf dem selben Weg entfleucht.

Bedarfsgerecht Lüften
Nach einer Sanierung muss deshalb um so mehr gelüftet werden, damit sich im Haus keine Feuchtigkeit sammelt und zu Schäden oder sogar Schimmelbildung führt. Richtig Lüften heißt dabei vor allem "bedarfsgerecht" Lüften: In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit muss verstärkt gelüftet werden - die Küche nach dem Kochen, das Bad nach dem Duschen, das Schlafzimmer nach dem Aufstehen. Auch Topfpflanzen, Aquarien oder trocknende Wäsche lassen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft ansteigen und machen einen regelmäßigen Luftaustausch notwendig. Wer unsicher ist, sollte sich ein Hygrometer zulegen. Zeigt das Messgerät einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit an, ist es Zeit zum Lüften.

Stoßlüften statt Dauerlüftung
Dabei gilt: Stoßlüften ist besser als Dauerlüften. Wer das Fenster stundenlang auf Kipp stehen lässt, riskiert nicht nur die durch die Sanierung bezweckte Heizkostenersparnis, sondern auch, dass Einbrecher auf das Schlupfloch aufmerksam werden. Und auch wenn Frischluft das Wohlbefinden steigert, ist der kontinuierliche Luftzug der Gesundheit in der Regel weniger zuträglich. Besser ist es, die Fenster - im Idealfall zwei gegenüberliegende - für fünf bis zehn Minuten ganz aufzureißen.

Automatisierte Fenster
Wer mehr Komfort und weniger "Handarbeit" wünscht, sollte bei der Sanierung gleich auf etwas mehr Technikeinsatz setzen. Dabei muss es nicht immer gleich eine Lüftungsanlage sein. Auch mit automatisch gesteuerten Fenstern lässt sich das notwendige Lüften unkompliziert bewerkstelligen: Automatisierte Elemente öffnen bedarfsgesteuert Fenster oder regeln sogar zusätzlich die Heizung herunter. Anhang von Sensoren messen sie die Temperatur, den Feuchtigkeitsgehalt und den CO2-Gehalt der Raumluft und sorgen so für eine optimale Frischluftzufuhr. 

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Quelle: Verband Fenster + Fassade
 
 
 
 

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