10 Jahre Ratgeber Sanierung
18.11.2015

Solarstromspeicher: Förderung noch schnell sichern

KfW-Förderung für Batteriespeicher läuft Ende 2015 aus

Jetzt steht es fest: Die KfW-Förderung für Solarstromspeicher läuft Ende des Jahres aus! Wer also die Pläne für Photovoltaik-Anlage plus Batteriespeicher schon in der Tasche hat oder die bestehende Photovoltaik-Anlage mit einem Solarstromspeicher nachrüsten möchte, sollte jetzt Nägel mit Köpfen machen und die attraktive KfW-Förderung noch schnell beantragen.

SolarstromspeicherBild größer anzeigen
Die KfW-Förderung für Solarstromspeicher wird zum 31.12.2015 eingestelltFoto: BSW-Solar/Maurer

Das Aus für die Förderung kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn gerade erst werden Solarstromspeicher für Hausbesitzer so richtig interessant. Dank Preisrutsch in den letzten Monaten und attraktiver Förderung mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen waren die Batteriespeicher auch im Eigenheim wirtschaftlich. Jetzt wird das Förderprogramm Erneuerbare Energien Speicher zum 31.12.2015 eingestellt und später in modifizierter Form weitergeführt.

Anträge auf Förderung von Batteriespeichern können noch bis zum 31.12.2015 gestellt werden. Eine Zusage der Anträge steht jedoch unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit von Mitteln aus dem Bundeshaushalt für Tilgungszuschüsse. Ab 2016 können Kredite für Batteriespeicher in Verbindung mit Erneuerbaren Energien Anlagen im Rahmen des Programms Erneuerbare Energien Standard (270) beantragt werden.

Für Förderung müssen Hausbesitzer schnell aktiv werden
Wer die attraktive KfW-Förderung für einen Solarstromspeicher noch in Anspruch nehmen möchte, muss sich sputen: Es bleiben noch sechs Wochen, einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch zu beantragen. Der Staat übernimmt dabei bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten des Batteriespeichers. Photovoltaik-Anlagen und Solarstromspeicher zusammen machen Hausbesitzer unabhängiger vom Stromversorger und damit von steigenden Stromkosten. Da die Preise für Solarstromspeicher in den vergangenen Monaten stark gesunken sind, werden komplette Solarstromsysteme inklusive Speicher im Einsteigerbereich bereits ab rund 12.000 Euro angeboten. Wer sicher von der Speicherförderung profitieren will, sollte sich beeilen. Die Frist läuft zwar erst am 31. Dezember ab. Aber für den Antrag müssen die notwendigen Unterlagen vorliegen.

Rasch noch Förderung für den Solarstromspeicher beantragen - so gehen Hausbesitzer am besten vor:

  • Zunächst beim Fachbetrieb der Wahl Angebot und Kostenvoranschlag für einen Batteriespeicher bzw. für einen Batteriespeicher und eine Photovoltaik-Anlage einholen.
  • Der Fachbetrieb bestätigt auch die einzuhaltenden Fördervoraussetzungen.
  • Ist die Wahl auf ein Angebot gefallen, geht der Hausbesitzer damit zu seinem Finanzierungspartner, z.B. zur Hausbank. Der Finanzierer füllt den Kreditantrag aus und reicht ihn bei der KfW ein. Dies muss spätestens bis zum 31. Dezember 2015 geschehen. Je früher der Antrag gestellt ist, desto besser: Die Mittel des Förderprogramms sind begrenzt. 
  • Liegt dem Solarinteressierten die Zusage der KfW vor, wird der Kreditvertrag, zum Beispiel mit der Hausbank, abgeschlossen. Erst jetzt schließt der Solarinteressierte einen verbindlichen Liefer- und Leistungsvertrags mit einem Solarfachbetrieb ab. 
  • Ist die Anlage fertig installiert, muss der Tilgungszuschuss bei der Hausbank angefordert werden. Die wendet sich an die KfW, die wiederum den Tilgungszuschuss mit dem Kredit verrechnet – auch wenn es dann längst 2016 geworden ist.
  • Der Bundesverband Solarwirtschaft empfiehlt Hausbesitzern, beim Fachbetrieb nach dem Photovoltaik-Anlagenpass und dem Speicherpass zu fragen. Mit diesen Pässen wird die fachgerechte Installation dokumentiert. Zugleich dient der Speicherpass als Fachunternehmererklärung, die von der KfW einfordert wird. 
 
 
 
Quelle: KfW / BSW-Solar
 
 
 
 

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