10 Jahre Ratgeber Sanierung
14.05.2014
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Stoppt den Dämmwahn? Neuer Wirbel um die Wärmedämmung

Experten räumen mit Irrtümern zur Dämmung auf

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) veröffentlichte am 11. Mai 2014 einen Artikel mit dem Titel "Stoppt den Dämmwahn!", der ein großes Echo fand. Der Autor behauptet, eine Dämmung sei ökologisch zweifelhaft und rechne sich nie. Leider gibt es dafür keine neuen Argumente, aufgewärmt werden nur alte Irrtümer. Dabei haben inzwischen zahlreiche Experten bewiesen: Dämmung rechnet sich und muss auch nicht teuer sein!

Handwerker beim Ausrollen von Dämmwolle auf dem DachbodenBild größer anzeigen
Eine Dachbodendämmung kommt bei der FAS gar nicht vor. Dabei muss eine Dämmung nicht teuer sein und kann trotzdem erheblich Heizkosten einsparenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Energetische Sanierung = Fassadendämmung = Wärmedämmverbundsystem (WDVS) - so wird es von der FAS dargestellt. Das ist uns zu eindimensional! Was ist mit Dachbodendämmung und Dämmung der Kellerdecke? Wo bleibt der Fenstertausch und wo die Erneuerung der Heizung? Angeblich alles unwirtschaftlich? Viele Hausbesitzer machen gegenteilige Erfahrungen: Sie sparen nach einer Sanierung deutlich Heizkosten und freuen sich über neu gewonnen Wohnkomfort und übrigens auch über einen höheren Wert der Immobilie bei einem Verkauf.

Die Kritikpunkte der FAS sind altbekannt: Schimmelbildung, Algen an der Fassade, Brandgefahr. Dabei sind gerade diese Punkte längst geklärt und von Experten mehrfach widerlegt:

Irrtum 1: Dämmung verursacht Schimmel
Die Verbraucherzentrale Energieberatung hat das Gegenteil bestätigt: Eine gute Dämmung verhindert Schimmel. Bei einer Auswertung von 4.000 Beratungen hat sich gezeigt, dass die Bewohner älterer, schlechter gedämmter Gebäude im Verhältnis fast dreimal häufiger ein  Schimmelproblem haben als Bewohner von gut gedämmten Neubauten. Expertentipp: Dämmung verursacht keinen Schimmel

Irrtum 2: WDVS an der Fassade werden von Algen befallen
Algenbefall ist längst nicht so ein großes Problem, wie in den Medien immer wieder suggeriert wird. Und nicht nur gedämmte Fassaden sind betroffen, auch Dächer und Mauerwerk können einen Grünschleier bekommen. Das liegt nicht an der Dämmung, sondern an Umwelteinflüssen und ist nicht gefährlich, sondern allenfalls ein optischer Mangel. Weiterlesen: Algen an Dach und Fassade mit Sanierung beseitigen

Irrtum 3: Fassadendämmung bedeutet Brandgefahr
Bundesweit gibt es jährlich rund 200.000 Brände. Aber nur die wenigsten davon stehen im Zusammenhang mit einer Fassadendämmung. Das zeigt: Eine Fassadendämmung erhöht die Brandgefahr nicht. Wichtig ist, dass die Dämmung fachgerecht verarbeitet wird.

Und übrigens: Es gibt im Rahmen einer energetischen Sanierung nicht nur verschiedene Möglichkeiten der Dämmung, sondern auch bei der Fassadendämmung mehrere Varianten. Und nicht zuletzt haben Hausbesitzer bei der Wahl des Dämmstoffs freie Hand: Wer auf die Kosten achtet, entscheidet sich vielleicht für EPS (Styropor), wem der Brandschutz wichtig ist, der wählt mineralische Dämmstoffe, und wer auf nachwachsende Rohstoffe setzt, ist mit einem Naturdämmstoff gut beraten. Wichtig ist nur, dass Hausbesitzer sich im Vorfeld gut über die Vor- und Nachteile informieren und der gewählt Dämmstoff zum Sanierungsvorhaben passt. Werden dann alle Komponenten fachgerecht verarbeitet, haben Schimmel & Co keine Chance und von Dämmwahn keine Spur!

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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