18.11.2016

Studie zu Schimmelpilzschäden

Beispielhafte Schadensfälle, Sanierung und Kosten

Schimmelpilze sind allgegenwärtig. Doch wenn es in Wohnräumen zu Belastungen und gesundheitlichen Problemen durch Schimmel kommt, sind dafür oft ungünstige Rahmenbedingungen verantwortlich. Und das ist bei rund 17 Prozent der Hausbesitzer und Mieter der Fall! Welche Ursachen Schimmelpilzschäden haben und welche Folgen sich ergeben, hat eine Kurzstudie anhand von Schadensfällen genauer unter die Lupe genommen.

Feuchtigkeitsmessung im KellerBild größer anzeigen
Feuchtemessung im Keller: Ursache für Feuchtigkeit können zum Beispiel Schäden bei der Abdichtung sein. Die Folge ist SchimmelpilzbefallFoto: Bauherren-Schutzbund e.V.

Voraussetzung für die Schimmelbildung in Innenräumen ist in jedem Fall, dass die betroffenen Bauteile über einen längeren Zeitraum eine hohe Feuchtigkeit aufweisen. Solche Feuchtebelastungen können laut Studie eine Vielzahl von Gründen haben. Zu unterscheiden sind grundsätzlich drei Ursachenfelder: Eindringendes Wasser von außen, eindringendes Wasser von innen sowie der Anfall von Tau- oder Kondenswasser. Von außen kann Feuchtigkeit eindringen, wenn Mängel oder Schäden bei der Abdichtung erdberührter Bauteile oder andere Undichtigkeiten vorliegen. Durchfeuchtungen von innen sind in der Regel auf Leitungswasserschäden oder ähnliche Havarien im Haus zurückzuführen. Zur Tauwasserbildung kommt es immer dann, wenn hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen auf kalte Bauteile trifft und kondensiert. Dabei spielen Wärmebrücken in der Gebäudehülle oder aber auch das richtige Heizungs- und Lüftungsverhalten der Bewohner eine wichtige Rolle.

Sanieren mit gutachterlichem Rat
Da Schimmelpilzschäden ein häufiges Problem und damit ein interessanter Markt für verschiedene Anbieter von Serviceleistungen sind, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten an Materialien, Stoffen oder Anlagen, die gegen den Pilz wirken sollen. Doch um den Befall erfolgreich sanieren zu können, müssen zunächst die Schimmelursachen sorgfältig untersucht und beseitigt werden. Dafür ist in der Regel die Expertise eines Fachgutachters, zum Beispiel eines unabhängigen Bauherrenberaters gefragt. Erst auf dieser Grundlage erfolgt die Sanierungsplanung und -ausführung.

Beispielhafte Schadenfälle

Besonders interessant an der Kurzstudie sind die beispielhaften Schadenfälle. Sie sind ausführlich mit Bestandsaufnahme, Ursachen, Sanierungsschritten und auch Kosten für die Schimmelsanierung geschildert.

Erstellt wurde die Kurzstudie "Schimmelpilzschäden" vom Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und vom Institut für Bauforschung e.V. (IFB). Sie steht im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 
 
 
Quelle: Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB)
 

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