10 Jahre Ratgeber Sanierung
05.12.2014
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Studien belegen: Wärmedämmung ist besser als ihr Ruf

Erfolgreich sanieren mit dem richtigen Dämmstoff

Brandgefahr, Schimmel-Risiko, Sondermüll-Produzent, ineffizienter Kostentreiber - die Wärmedämmung, allen voran die Fassadendämmung, steht immer wieder heftig in der Kritik. Die meisten Vorbehalte sind unbegründet. Den Nutzen der Wärmedämmung bestätigen auch wissenschaftliche Studien. Trotzdem hinkt die Sanierungsquote dem Soll-Ziel weit hinterher.

Fassadendämmung am AltbauBild größer anzeigen
Viele Hausbesitzer zweifeln am Sinn der Wärmedämmung. Dabei sind die meisten Vorbehalte unbegründetFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf Thomas Klewar

Ohne die energetische Sanierung des Altbau-Bestands können die Energiesparziele der Bundesregierung nicht erreicht werden - so viel ist klar. Trotzdem wird das Thema Wärmedämmung medial nach wie vor kontrovers diskutiert - zuletzt zeigte das die WDR-Sendung “Könnes Kämpft” vom 17. November 2014. Der Vorwurf von Moderator Dieter Könnes: Die Wärmedämmung von Außenwänden, spricht die Fassadendämmung, sei nutzlos oder sogar kontraproduktiv. Dabei verweist er auf Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) zum Thema “Effektiver Wärmeschutz verschiedener Ziegelaußenwandkonstruktionen” aus den Jahren 1983 und 1984.

Streitfall Wärmedämmung: Wem nutzt sie wirklich?
Stimmt das wirklich? Spart die Wärmedämmung gar nicht so viel Energie, wie versprochen, und nützt sie damit mehr den Herstellern als den Hausbesitzern? Nein! Das IBP stellt in seiner aktuellen Stellungnahme zum WDR-Bericht richtig: “Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die vielfach aufgestellten Behauptungen und gezogenen Schlussfolgerungen unhaltbar sind.“ Abschließend heißt es: "Etwas Falsches wird nicht dadurch richtiger, indem es immer wieder wiederholt wird". Trotzdem werden die Medien nicht müde, immer wieder von angeblichen Gefahren durch die Wärmedämmung zu berichten.

Wärmedämmung: Stolz und Vorurteil
Die mediale Kritik macht sich bemerkbar: In Anbetracht der überwiegend negativen Berichterstattung über Brandgefahr und Schimmelprobleme zweifeln viele Hausbesitzer am Sinn der Wärmedämmung. Dabei sind die meisten Vorbehalte unbegründet. Denn von einer Wärmedämmung profitieren Hausbesitzer durchaus, und zwar gleich mehrfach: Die Wärmedämmung senkt die Heizkosten, erhöht den Wohnkomfort und schützt die Bausubstanz. Entscheidend ist die fachgerechte Anbringung hochwertiger Dämmstoffe.

Auf den Dämmstoff kommt es an - Metastudie gibt Tipps zur Auswahl
Wichtig für die Wahl des richtigen Dämmstoffs sind Kriterien wie Wärmeleit- und Wärmespeicherfähigkeit, Diffusionswiderstand, Wasseraufnahmefähigkeit, Schalldämmung und Brandverhalten. Zur Auswahl stehen unter anderem Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) oder Schafwolle, Kork oder Polystyrol, Schaumglas, Hanf oder Holzfaserdämmstoffe – und diese dann noch in jeweils unterschiedlicher Form, als Platten, Matten oder Granulat.

Einen umfassenden Überblick über die derzeit erhältlichen Dämmstoffe sowie interessante Neuentwicklungen, inklusive Angaben zu Ökobilanz, Nutzungsdauer und gesundheitlicher Bewertung gibt Hausbesitzern die "Metastudie Wärmedämmstoffe" des Forschungsinstituts für Wärmeschutz München. Der Studie zufolge erlaubt der heutige Stand der Technik überall im Gebäude eine effiziente Wärmedämmerung – vom Fensterrahmen über die Zwischenwand bis zum Dach. Denn mit den steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz ist in den letzten Jahrzehnten auch die Leistungsfähigkeit der Dämmstoffe weiter verbessert worden.

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Quelle: Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) / Fraunhofer IBP / Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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