10 Jahre Ratgeber Sanierung
Presseinformation vom 17.06.2013

Hochwasserschäden richtig sanieren - die wichtigsten Tipps

Erster Schritt sind Schadensanalyse und Sanierungskonzept

Wenn das Hochwasser sich zurückzieht, geht die Arbeit für Hausbesitzer erst richtig los: Viele Schäden am Haus werden jetzt sichtbar. So schnell wie möglich sollte die Sanierung der Hochwasserschäden starten. Doch so verständlich es ist, dass Hausbesitzer rasch den alten Zustand wiederherstellen wollen – zunächst einmal sollte eine Fachfirma eine Schadensanalyse und ein Sanierungskonzept erstellen, raten die Experten vom Ratgeberportal Energie-Fachberater.de. Sie haben die wichtigsten Tipps im Vorfeld für Hausbesitzer zusammengestellt.

Fachwerkhaus mit BaugerüstBild größer anzeigen
Fachwerkhäuser sind bei Hochwasser ein echter Härtefall, im schlimmsten Fall ist ihre Standsicherheit gefährdet. Grundsätzlich sollten bei der Sanierung von Hochwasserschäden alle Bauteile rasch getrocknet werdenFoto: Energie-Fachberater.de


  • Wenn das Hochwasser geht, bleiben nicht nur Schmutz und Schlamm zurück, auch Keime und Chemikalien können das Haus belasten. Deshalb heißt das oberste Gebot: Atem- und Arbeitsschutzmaßnahmen nicht vernachlässigen – der eigenen Gesundheit zuliebe.
  • Lösungen von der Stange gibt es bei der Sanierung von Hochwasserschäden leider nicht, denn jedes Haus ist anders, jeder Baustoff reagiert anders. Wer eine differenzierte Schadensanalyse erstellen lässt, hat die größten Erfolgschancen.
  • Die verbauten Baustoffe beachten: Während Beton wasserbeständig ist und Ziegel und Kalksandsteine relativ einfach getrocknet werden können, müssen Gipsbaustoffe und Naturdämmstoffe vollständig entfernt werden. Das gilt auch für Parkettboden und den Estrich, wenn er Risse oder eine weiche Oberfläche aufweist. Durchnässter Putz sollte bis zum Untergrund entfernt werden, damit das Mauerwerk austrocknen kann. Ein Härtefall sind Fachwerk- und Lehmhäuser. Hier kann im schlimmsten Fall die Standsicherheit gefährdet sein. Deshalb immer unbedingt einen Experten hinzuziehen.
  • Auf Hohlräume achten: Ist die Dämmschicht unter dem Estrich durchfeuchtet, muss eine spezielle Dämmschichttrocknung zum Einsatz kommen.
  • Alle Bauteile rasch trocken: Am besten kommen für die Trocknung des Hauses Geräte zur technischen Bautrocknung (Kondenstrockner oder Adsorptionstrockner) zum Einsatz. Heißluftgebläse sollten möglichst nicht verwendet werden, sie können vorhandene Schimmelsporen im ganzen Haus verteilen.
  • Schimmel ernst nehmen: Feuchtigkeit und warme Temperaturen sind ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel. Schimmelbefall sollte unbedingt eine Fachfirma beseitigen. Viele handelsübliche Schimmelentferner belasten die Raumluft und Gesundheit.
  • Neue Beschichtungen wie Putz und Farbe erst auftragen, wenn die Bauteile komplett getrocknet sind. Die Beschichtung sollte passend zum Untergrund gewählt werden, je nachdem, ob dieser noch feuchte- oder salzbelastet ist oder zum Beispiel mit Öl kontaminiert. Im Allgemeinen haben sich diffusionsoffene Beschichtungen wie Kalkputze oder Silikatfarben bewährt.
  • Sanierung finanzieren: Die KfW gewährt vom Hochwasser betroffenen Hausbesitzern zinsgünstige Kredite für die Sanierung von Hochwasserschäden.

Weitere ausführliche Expertentipps und hilfreiche Informationen zur Sanierung von Hochwasserschäden finden Hausbesitzer unter www.energie-fachberater.de/hochwassertour.php.

Word-Datei der Presseinfo zum Download

Bildmotiv der Presseinfo zum Download

 
 
 
Quelle: www.Energie-Fachberater.de