10 Jahre Ratgeber Sanierung
13.05.2016

Einbruchschutz: Sichere Fenster wehren Einbrecher ab

Einbruchhemmende Fenster sind stabil und belastbar

Mit steigenden Einbruchzahlen gewinnt das Thema Sicherheit für Immobilieneigentümer zunehmend Priorität. Vor allem Fenster und Fenstertüren werden von Einbrechern schnell aufgehebelt. Entsprechende Rahmen, Beschläge und Verglasungen erschweren das deutlich. Wer die Fenster erneuert, sollte beim Tausch auf einbruchhemmende Fenster achten. Sind die Fenster noch in Ordnung, lässt sich der Einbruchschutz auch nachrüsten.

Grafik Einbruchschutz RC-StufenBild größer anzeigen
Verriegelungspunkte bei Fenstern der verschiedenen Resistance Class-StufenFoto: VFF / SIEGENIA

Der Vorteil einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren: Viele Einbrecher brechen den Einbruchversuch ab, wenn sie auf Widerstand stoßen. Angeboten werden Fenster und Fenstertüren in sechs Widerstandsklassen. Der Grad der Sicherheit wird durch die Zugriffszeit und das verwendete Werkzeug bestimmt. RC 1 weist den schlechtesten Einbruchschutz auf, RC 6 dagegen den höchsten. Die Abkürzung RC steht dabei für Resistance Class. Für die Sicherheit des Eigenheims werden Fenster ab einer Widerstandsklasse von RC 2 empfohlen, bei dieser Klasse wird noch auf eine Sicherheitsverglasung verzichtet. Abschließbare Fenstergriffe, hochwertige Beschläge und Kippsicherungen machen den Einbrechern bei einbruchhemmenden Fenstern das Leben schwer.

Auch richtige Fenstermontage ist wichtig für Einbruchschutz
Fenster und Fenstertüren müssen stabil und belastbar konstruiert und gefertigt sein. Wichtig sind unter anderem eine ordentliche Befestigung der Scheibe im Fensterflügel, stabile Beschläge und Schließeinrichtungen, die massiver Gewalteinwirkung etwas entgegenzusetzen haben. Dazu kommt die korrekte Montage des Fensters im Mauerwerk nach den gültigen Regeln der Technik. Einige wichtige Anhaltspunkte sprechen für die Sicherheit von Fenstern und Fenstertüren: Mit dem Rahmen verschraubte Schließbleche, aufhebelhemmende Pilzkopfzapfen in mehreren Ecken und ein drehgehemmter Griff mit Aufbohrschutz - darauf sollten Hausbesitzer achten.

Nachrüstung von Einbruchschutz und zusätzliche Sicherheit durch Smarthome-Elemente
Sind die Fenster noch nicht so alt, kann auch eine Aufrüstung der vorhandenen Beschläge in Frage kommen, um den Einbruchschutz zu verbessern. Allerdings sind Nachrüstsätze für den Fensterrahmen häufig sehr teure Lösungen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einbruchhemmender Rollläden.

Zusätzliche Sicherheit bieten intelligente Systeme im Smarthome. Sie sind eine gute Ergänzung zu den mechanischen Schutzmaßnahmen an Fenstern und Türen. Damit wird die Anwesenheit der Bewohner vorgetäuscht, Rollläden und Beleuchtung führen automatische Befehle aus. So lassen sich potenzielle Einbrecher in die Irre führen. Zusätzlich lassen sich auch Gefahrenwarnmelder installieren. Sobald einer der Bewegungs- oder Öffnungssensoren einen Einbrecher erkennt, greifen automatisch aktive Abwehrmaßnahmen: Die Rollläden fahren herunter, die Beleuchtung geht an und optionale Außen- und Innenkameras starten eine Fotoserie. Zusätzlich kann eine Benachrichtigungsfunktion per E-Mail eingerichtet werden.

Förderung für einbruchhemmende Fenster
Wer Einbruchschutz an seinen Fenstern und Fenstertüren nachrüsten möchte, sollte sich vorher über die KfW-Förderung informieren. Zuschüsse gibt es sowohl für den Einbau energiesparender und einbruchhemmender Fenster als auch für die Nachrüstung von Einbruchschutz. 

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de / VFF
 
 



 
 

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