10 Jahre Ratgeber Sanierung
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Bei Badsanierung auch an Elektroinstallation denken

Maßgeschneiderte Planung für das Badezimmer

Elektro
 
Braune Fliesen und moosgrünes Waschbecken: In vielen Badezimmern ist nicht nur das Design noch auf dem Stand der 70er oder 80er Jahre. Auch in Sachen Sicherheit und Elektroinstallation ist eine Modernisierung oft dringend notwendig. Experte Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ erklärt, was Hausbesitzer im Bad berücksichtigen müssen.
Steckdosen im Bad mit FönBild größer anzeigen
Für eine komfortable Ausstattung im Bad sollten Hausbesitzer ausreichend Beleuchtungsanschlüsse und Steckdosen einplanen.Foto: ELEKTRO+

Neben der Berücksichtigung gültiger Normen gilt es, auch die persönlichen Bedürfnisse bei der Modernisierung der Elektroinstallation im Bad genau einzuschätzen. Dann lässt sich eine maßgeschneiderte elektrische Anlage erstellen. Für eine optimale Planung unter Berücksichtigung aller sicherheitstechnischen Anforderungen sollten Hausbesitzer unbedingt den Rat des Elektrofachmanns einholen.

Im Bad nicht bei Steckdosen und Licht sparen
Für eine komfortable Ausstattung im Bad sollten mindestens drei Beleuchtungsanschlüsse und fünf Steckdosen eingeplant werden. Aber Vorsicht bei der Positionierung: Die Norm DIN VDE 0100-701 definiert für Räume mit Badewanne oder Dusche verschiedene Bereiche mit speziellen Sicherheitsanforderungen, in denen gar keine oder nur eingeschränkt elektrische Leitungen und Steckdosen installiert werden dürfen. Grundsätzlich dürfen Steckdosen neben dem Waschbecken installiert werden, üblicherweise 1,05 bis 1,1 Meter über dem Fußboden. Für eine gute Beleuchtung sind zwei Anschlüsse für Leuchten am Handwaschbecken empfehlenswert, jeweils rechts und links von diesem an der Wand. Dann ist das Gesicht beim Rasieren oder Schminken gut zu sehen und es entstehen keine störenden Schatten. Zusätzliche Deckenstrahler sind ideal, um bestimmte Bereiche im Bad punktuell auszuleuchten. Praktisch ist es, wenn jede Leuchte am Raumeingang ein- und ausgeschaltet werden kann. Bei fensterlosen Bädern sind Bewegungs- oder Präsenzmelder besonders komfortabel.

Fehlerstromschutzschalter sind ein Muss im Bad
Morgendliche Hektik oder Bequemlichkeit verdrängen oft die Sicherheit. Nach dem Baden oder Duschen werden Fön oder Rasierer daher mit feuchter Haut und barfuss benutzt. Haben diese Geräte einen Defekt oder besteht in den elektrischen Leitungen ein Schaden, kann es lebensgefährlich werden. Im Bad ist der Einsatz von Fehlerstromschutzschaltern (FI) deshalb nicht nur wichtig, sondern als Sicherheitsmaßnahme grundsätzlich gefordert. Bei einem Defekt schützt der Schalter vor dem gefährlichen Stromschlag: Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde unterbricht er die Stromzufuhr zum Gerät und rettet damit im Ernstfall Leben.

Angenehme Wärme im Bad erzeugen
Elektrische Heizlüfter sind zwar eine Möglichkeit, das Badezimmer auf Temperatur zu bringen - allerdings benötigen diese Geräte dafür 1500 bis 2000 Watt. Der Stromkreis im Bad wird dadurch bereits zu etwa 50 Prozent ausgelastet. Deshalb ist es sinnvoll, für den elektrischen Heizlüfter einen eigenen Stromkreis einzuplanen. Noch besser ist jedoch eine elektrische und platzsparende Fußbodentemperierung, die unter den Fliesen verlegt wird. Auch dafür wird ein separater Stromkreis empfohlen.

Mit Musik in den Tag starten
Wer im Badezimmer gern Musik oder Nachrichten hört, findet in Unterputzradios eine praktische Lösung. Sie sind einfach an Stelle einer Unterputzsteckdose zu installieren und besonders komfortabel in kleinen Räumen mit wenig Ablagefläche. Aber auch die Verbindung von der zentralen HiFi-Anlage im Wohnzimmer mit dem Bad ist möglich. Über eine Funkfernbedienung werden die Nachrichten oder die Musik am Morgen dann in die Lautsprecher eingespeist, die vorzugsweise in der Decke des Badezimmers eingebaut werden.

Um das Badezimmer auch später noch aufrüsten zu können, sollte man sicherheitshalber Installationsrohre einplanen. Sie bieten die Möglichkeit, Leitungen für Lautsprecher oder andere Geräte unkompliziert auszuwechseln oder nachzurüsten.

 
 
 
Quelle: ELEKTRO+
 
 
 
 

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