10 Jahre Ratgeber Sanierung
Expertenwissen

Rauchmelder in allen Bundesländern Pflicht

Tipps zu Fristen, Auswahl, Montage und Dokumentation

Sicherheit
 
Mehr als 800 Menschen sterben jährlich bei einem Wohnungsbrand, ausgelöst durch defekte Kabel, vergessene Kerzen und Ähnliches. Zwei Drittel der Brandopfer werden im Schlaf überrascht und die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Dagegen helfen Rauchmelder, die mittlerweile in allen Bundesländern vorgeschrieben sind. Rauchmelder-Experte Harald Koch hat die wichtigsten Tipps zu Auswahl und Montage zusammengestellt.
RauchmelderBild größer anzeigen
Rauchmelder retten Leben und eignen sich für fast alle Räume. Mindestens ein Qualitätsgerät im Flur, Schlafzimmer und Kinderzimmer sollte es seinFoto: Hekatron Vertriebs GmbH

Rauchmelder retten Leben, deshalb ist die Installation in allen Bundesländern inzwischen Pflicht. Für die Nachrüstung der Rauchmelder müssen Hausbesitzer je nach Bundesland verschiedene Fristen einhalten:

  • In Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Hessen und im Saarland gilt die Rauchmelder-Pflicht schon für Neu- und Altbauten.
  • In Sachsen sind Rauchwarnmelder seit dem 1.1.2016 für Neu- und Umbauten Pflicht.
  • In NRW und im Saarland sind Rauchmelder in bestehenden Häusern bis Ende 2016 Pflicht, in Bayern bis Ende 2017 und in Thüringen bis Ende 2018.
  • Brandenburg: Bestehende Wohnungen müssen bis Ende 2020 mit Rauchmeldern ausgestattet werden.
  • Berlin: Als letztes Bundesland hat auch Berlin eine Rauchmelderpflicht eingeführt, und das sogar sehr umfassend: Denn wie in Brandenburg sind Rauchmelder in allen Aufenthaltsräumen Pflicht! Einzige Ausnahme: die Küche. Bestehende Häuser und Wohnungen müssen bis Ende 2020 nachgerüstet werden.

Richtige Montage garantiert Sicherheit
Rauchmelder eignen sich für fast alle Räume, der Mindestschutz besteht aus je einem Rauchmelder im Flur, im Schlafzimmer und in den Kinderzimmern. Experten raten allerdings dazu, sämtliche Räume mit einem Rauchmelder auszustatten, Ausnahme sind Küche und Bad. Basis für die Montage ist die DIN 14676, darüber hinaus sind die Vorgaben in den Landesbauordnungen unterschiedlich geregelt. Montiert werden sollten Rauchmelder immer an der Decke eines Zimmers, möglichst mitten im Raum. Damit es im Brandfall keine Probleme mit der Versicherung gibt, sollten Hausbesitzer die Montage der Brandmelder genau dokumentieren, genauso wie die vorgeschriebene regelmäßige Wartung und Kontrolle der Funktionsfähigkeit.

Rauchmelder: Auswahl und Kosten
Bei der Auswahl ihres Rauchmelders sollten Hausbesitzer darauf achten, dass dieser mit dem unabhängigen Qualitätszeichen „Q“ und der Angabe EN 14604 gekennzeichnet ist. Solche hochwertigen Rauchmelder arbeiten zuverlässiger und verursachen seltener Fehlalarm. Die Kosten für die Rauchmelder-Nachrüstung halten sich in Grenzen, je nach Ausführung müssen Hausbesitzer mit 25 bis 90 Euro pro Stück rechnen.

Intelligente Rauchmelder-Vernetzung im Smarthome
Derzeit geht der Trend bei den Rauchmeldern in Richtung Funkgeräte. Über die Funksteuerung im intelligenten Haus (Smarthome) können die einzelnen Rauchmelder vernetzt werden, so dass im Brandfall alle Geräte Alarm geben. Darüber hinaus können für den Alarmfall weitere Szenarien programmiert werden, zum Beispiel das Einschalten der Beleuchtung oder das Hochfahren der Rollläden, damit die Fluchtwege frei sind.

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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