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Die richtige Elektroinstallation für das Smarthome

RAL-Richtlinie definiert Standards und Ausstattungswerte

Smarthome
 
An einer intelligent vernetzten Haustechnik kommt künftig kaum noch jemand vorbei. Im Smarthome werden Funktionen wie Heizung, Beschattung oder Licht weitgehend automatisch und damit energieeffizient gesteuert. Mit einer Modernisierung der Elektroinstallation legen Hausbesitzer den Grundstein. Experte Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ empfiehlt die Richtlinie RAL-RG 678 als Planungsgrundlage.
Elektronische Steuerung: Bedienelement für das SmarthomeBild größer anzeigen
Smarthome-Elemente machen das Leben leichter und energieeffizienter. Die Bedienelemente kommen darüber hinaus in schickem Design daherFoto: ELEKTRO+

In der Richtlinie RAL-RG 678 werden für Elektroinstallationen in Wohngebäuden drei Ausstattungsstufen beschrieben, die mit einem Stern, zwei oder drei Sternen gekennzeichnet sind. Je nach Anspruch erhalten Hausbesitzer aus der Richtlinie Angaben für die Mindestausstattung (ein Stern) bis hin zur komfortabelsten Lösung (drei Sterne). Für die Küche empfiehlt beispielsweise die 1-Sterne Installation fünf Steckdosen und zwei Beleuchtungsanschlüsse. Das kann schnell knapp werden. Die höherwertige 3-Sterne Variante sieht daher 12 Steckdosen und drei Beleuchtungsanschlüsse vor.

Plus-Ausstattungswerte für das Smarthome
Neu in der Richtlinie RAL-RG 678 sind die so genannten Plus-Ausstattungswerte. Sie ergänzen die drei Ausstattungsstufen und legen die jeweiligen technischen Voraussetzungen für Smarthome-Elemente fest. Den Plus-Ausstattungswerten sind verschiedene Funktionsbereiche zugeordnet:

  • Schalten und Dimmen
  • Sonnenschutz
  • Sicherheit
  • Heizen, Lüften, Kühlen
  • Schaltbare Steckdosen/geschaltete Geräte/Energiemanagement

Diese Funktionsbereiche werden in den drei Plus-Ausstattungsvarianten wahlweise vorbereitet oder schon umgesetzt. Gleichzeitig tragen die RAL-Ausstattungswerte auch den gestiegenen Anforderungen, die modernste Kommunikationstechnik mit sich bringt, Rechnung.

Praxis-Beispiel: Planung der Elektroinstallation mit RAL-Ausstattungswerten
Richtet sich der Hausbesitzer bei der Planung seiner Elektroinstallation in der Küche nach dem 2-Sterne Standard, sieht das so aus: Die RAL-Werte sehen zehn allgemeine Steckdosen, drei Beleuchtungsanschlüsse sowie zwei Anschlüsse für Kühl- und Gefriergeräte vor. Es müssen je ein Telefon- und Datenanschluss beziehungsweise Radio-/TV/Datenanschluss vorhanden sein. Für die Netzteile der Telefon-, Radio-, TV- und Daten-Geräte müssen zusätzlich fünf Steckdosen eingeplant werden. Für Elektroherd, Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle, Warmwassergerät und Geschirrspüler ist je ein Anschluss vorgesehen. Für alle Smarthome-Interessenten sieht die 2-Sterne-plus Ausstattung für die Küche unter anderem einen Raumtemperaturregler, einen Präsenzmelder und pro Fenster einen Schalter zum automatischen Auf- und Abfahren der Rollläden vor.

Und noch ein Beispiel: Viele Smarthome-Einsteiger entscheiden sich für eine Automation von Lüftung, Beschattung, Heizung und Lichtsteuerung. Die Anwendung oder Umsetzung dieser vier intelligenten Funktionen, die sich drei Funktionsbereichen nach RAL-RG 678 zuordnen lassen, entspricht dem Ausstattungswert 3 plus. Voraussetzung: Auch die Basisausstattung der Elektroinstallation muss dann mindestens dem Ausstattungswert 3 entsprechen.
 
Hier finden Sie eine Übersicht zu den Ausstattungswerten nach RAL-RG 678 

 
 
 
Quelle: ELEKTRO+
 
 
 
 

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