18.01.2017

Was ist eigentlich ein Smart Meter?

Intelligente Stromzähler werden seit 2017 schrittweise Pflicht

Nicht nur die verbrauchten Kilowattstunden zählen wie die bekannten Ferraris-Zähler, sondern den Stromverbrauch so erfassen, dass er in Echtzeit kontrolliert werden kann - das klingt eigentlich nach einem logischen Schritt in Sachen Energieeinsparung. Möglich macht das ein so genannter Smart Meter. Die intelligenten Stromzähler werden seit Anfang 2017 schrittweise Pflicht, sind aber wegen Kosten und Datenschutz umstritten.

StromzählerBild größer anzeigen
Smart Meter: Der intelligente Stromzähler misst den Stromverbrauch in EchtzeitFoto: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

Ein Smart Meter kann Hausbesitzern mehr Informationen zu ihrem Stromverbrauch liefern, so dass diese zum Beispiel von variablen Tarifen, also Zeiten günstiger Strompreise, profitieren können. Denn wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann auch entsprechende Sparmaßnahmen einleiten. Smart Meter sind moderne Systeme zum Strommessen - intelligente Stromzähler also. Im Unterschied zu den heute in der Regel verwendeten analogen Ferraris-Zählern erfassen sie den Stromverbrauch und die verwendete Leistung in Echtzeit. Außerdem übertragen Smart Meter diese Informationen an Messstellenbetreiber und Energieversorger, die jährliche Ablesung kann dann ausfallen.

Smart Meter werden schrittweise eingebaut / Intelligente Stromzähler noch weitgehend unbekannt
Seit Anfang 2017 werden die intelligenten Stromzähler schrittweise Pflicht. Das kommt für viele Verbraucher überraschend - ihnen sind Smart Meter noch gar kein Begriff. Verpflichtend ist der Einbau ab 2017 für Haushalte und Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden. Auch Haushalte mit großen Photovoltaik-Anlagen müssen ab dem Jahr 2017 ein intelligentes Messsystem bekommen. Ab 2020 dann müssen auch Haushalte mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden mit einem Smart Meter ausgerüstet werden. Die Kosten dafür sollen bei maximal 100 Euro im Jahr liegen. Für Haushalte mit einem geringeren Verbrauch ist der Einbau freiwillig. Beim turnusmäßigen Zählertausch bekommen diese Haushalte zwar einen intelligenten Stromzähler, der aber keine Daten übertragen kann. Allerdings werden auch diese Haushalte einem Smart Meter ausgerüstet, wenn es ihr Vermieter oder zuständiger Messstellenbetreiber will.

Kritik an Kosten und Datenschutz
So sehr die Vorteile einer intelligenten Strommessung einleuchten - Verbraucherschützer kritisieren die Pflicht zum Smart Meter wegen der zusätzlichen Kosten. Denn ob diese durch Stromeinsparungen die Mehrkosten einspielen, ist derzeit fraglich. Auch variable Tarife gibt es derzeit noch nicht. Für eine Energieeinsparung müssen Verbraucher außerdem aktiv werden. Denn anders als zum Beispiel bei einer smarten Heizung spart der Einbau des Smart Meters allein noch keinen Strom. Verbraucher müssen aus den Smart Meter-Daten erst die richtigen Schlüsse ziehen und ihr Verhalten ändern, um Stromkosten zu sparen. Neben zusätzlichen Kosten bringt die neue Technik auch neue Herausforderungen, zum Beispiel beim Datenschutz. Denn Smart Meter erheben Daten, die Rückschlüsse auf Lebensstandard und Gewohnheiten zulassen. Die technischen Sicherheitsvorgaben der neuen Systeme sind grundsätzlich sehr hoch, müssen jedoch auch eingehalten werden. 

 
 
 
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) / Energie-Fachberater.de
 

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