Wärmeschutz-Bodentreppe
 
31.10.2017
mehr zu Photovoltaik
 

Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?

Kosten für Module, Solarstromspeicher und Zubehör

Mit einer Photovoltaik-Anlage können Hausbesitzer ihren eigenen Strom erzeugen. Die Sonne als Energiequelle ist sauber und unerschöpflich und so entstehen im Betrieb der Anlage kaum noch Ausgaben. Aber wie hoch sind die Anschaffungskosten einer Photovoltaik-Anlage eigentlich und was kostet das Zubehör?

Photovoltaik-AnlageBild größer anzeigen
Die Kosten einer Photovoltaik-Anlage hängen von der Größe des Hauses und der elektrischen Leistung abFoto: Energie-Fachberater.de
Eine Photovoltaik-Anlage gewinnt elektrische Energie aus dem Licht der Sonne. Damit das funktioniert, sind zahlreiche Bestandteile nötig wie zum Beispiel Solarmodule, Wechselrichter, diverse Zubehörteile und je nach nach Bedarf auch ein Solarstromspeicher.


Kosten der Photovoltaikmodule auf dem Dach
Die Solarmodule werden meistens auf dem Dach angebracht. Sie fangen das Licht der Sonne auf und gewinnen durch den photoelektrischen Effekt Strom, den Hausbesitzer selbst verbrauchen oder in das öffentliche Netz einspeisen können. Wie viel Energie sich auf einer vorhandenen Dachfläche gewinnen lässt, hängt neben Faktoren wie der Ausrichtung, der Dachneigung oder der Verschattung auch vom Material der Module ab. Während monokristalline Zellen den höchsten Ertrag erzielen, bestechen polykristalline Zellen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Module einer Photovoltaik-Anlage verursachen Kosten zwischen rund 500 bis 900 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp).

Kosten für den Solarstromspeicher
Stromspeicher puffern den Solarstrom, wenn er gerade nicht benötigt wird, und geben ihn zeitversetzt wieder ab. Auf diese Weise können Hausbesitzer einen großen Teil der selbst erzeugten Energie im eigenen Haus nutzen und bares Geld sparen. Lukrativ ist die Technik vor allem wegen der immer weiter sinkenden Einspeisevergütung. Denn während Hausbesitzer für verkauften Strom heute rund 12 Cent pro Kilowattstunde bekommen, müssen sie die selbst verbrauchte Energie nicht bezahlen. Bei einem Strompreis von rund 27 Cent je Kilowattstunde sind die Einsparungen also mehr als doppelt so hoch. Mit Kosten zwischen 700 bis 1.000 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität hat der Solarstromspeicher einen hohen Anteil an den Gesamtkosten. Der Speicher muss aber nicht gleich zusammen mit der Photovoltaik-Anlage angeschafft werden. Er lässt sich auch später nachrüsten.

Kosten für Wechselrichter und Einspeisemanagement
Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom. Da Hausanlage und Stromnetz jedoch mit Wechselstrom arbeiten, ist ein so genannter Wechselrichter nötig. Dieser kostet rund 150 bis 250 Euro pro Kilowatt-Spitzenleistung. Zusätzlich müssen Solarstromanlagen heute auch mit einem so genannten Einspeisemanagement ausgestattet sein. Das erlaubt dem Netzbetreiber die Leistung bei Stromspitzen herunter zu regeln und kostet rund 25 bis 75 Euro pro Kilowattstunde Spitzenleistung. Besitzer von Photovoltaik-Anlagen mit weniger als 30 Kilowatt Spitzenleistung können alternativ dazu die Leistung ihrer Anlage auf maximal 70 Prozent reduzieren.

Kosten für Zubehör und Montage der Photovoltaik
Damit die Technik sicher und zuverlässig arbeitet, ist darüber hinaus weiteres Zubehör erforderlich. Beispiele dafür sind Kabel, Stromzähler und ein Montagesystem für die Module auf dem Dach. Insgesamt entstehen durch das Zubehör zusätzliche Kosten von rund 200 bis 300 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung. Die Handwerkerleistungen verursachen darüber hinaus Kosten von rund 300 bis 400 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung.

Kosten einer Photovoltaik-Anlage im Betrieb
Durch Wartung und Versicherung fallen auch im Betrieb der Solarstromanlage regelmäßig Ausgaben an. Diese haben einen Anteil von rund 1 bis 2 Prozent der Anschaffungskosten und sind jährlich fällig.

Die Gesamtkosten für eine Photovoltaik-Anlage
Wie viel Geld Hausbesitzer für eine neue Solarstromanlage einplanen müssen, hängt neben der Größe des Hauses, dem Strombedarf und der verfügbaren Dachfläche vor allem von der Leistung der Anlage ab. Im Einfamilienhaus-Bereich hat sich eine Größe von rund 4 bis 5 Kilowatt Spitzenleistung als bewährt. Diese erfordert einen Speicher mit einer Kapazität von etwa 4 bis 5 Kilowattstunden.

Die Gesamtkosten für eine Photovoltaik-Anlage in einem Einfamilienhaus liegen

  • ohne Solarstromspeicher bei ca. 5.200 bis 8.700 € und
  • mit Solarstromspeicher bei ca. 8.000 bis 12.700 €

Fördermittel senken die Kosten einer Photovoltaik-Anlage
Photovoltaik entlastet das Stromnetz und schont die Umwelt. Aus diesen Gründen fördert der Staat die Anlagen über die KfW mit Krediten und Zuschüssen. Welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind und wie man die Fördermittel beantragt, erklären wir in den Beiträgen "KfW-Förderung für Photovoltaik-Anlagen" und "KfW-Förderung für Solarstromspeicher". Wer keine Förderung in Anspruch nimmt, kann die Handwerkerkosten von der Steuer absetzen.

*Wir haben die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage sorgfältig recherchiert. Es handelt sich jedoch um Durchschnittswerte für eine erste Kalkulation. Je nach Region, Größe und Zubehör können die tatsächlichen Kosten auch davon abweichen. Sicherheit über die Kosten erhalten Hausbesitzer mit einem Handwerker-Angebot.  

mehr zu Photovoltaik
 
 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 

Wie wollen Sie sich weiter informieren?

 
 

Sanierungsforum


Stellen Sie Ihre Fragen an unsere Experten

Zu allen Fragen/Antworten im Sanierungsforum »

Energieberater-Suche

 
 
 

Produkte im Bereich Photovoltaik

 
 
 
 
 
 
 

App-Tipps

  • App Icon