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Solaranlagen richtig planen und montieren

Qualität ist oberstes Gebot bei Photovoltaik und Solarthermie

ChecklisteSolar
 
Photovoltaik- und Solarthermie-Kollektoren sind von Deutschlands Dächern nicht mehr wegzudenken. Die Anlagen zur Nutzung von Solarenergie sind heute für fast jeden erschwinglich und entlasten Hausbesitzer kräftig bei Stromkosten und Heizkosten. Damit der Ertrag bei Solarstrom und Solarwärme stimmt, hat Energieberater Matthias Dörr in einer Checkliste zusammengefasst, was bei der Planung und Montage einer Solaranlage beachtet werden muss.
Montage einer Photovoltaik-AnlageBild größer anzeigen
Ob Solarthermie oder Photovoltaik: Wer bei der Installation und Planung seiner Solaranlage ein paar Punkte beachtet, kann sich über satte Einsparungen bei den Energiekosten freuenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

1. Qualität ist oberstes Gebot
Das gilt für die Auswahl der Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage ebenso wie für die Firma, die die Montage der Solaranlage übernimmt. Sicherheit geben zum Beispiel das RAL-Gütezeichen für Solaranlagen sowie Referenzen des Fachbetriebs.

2. Angebote einholen
Mindestens drei Angebote sollten Hausbesitzer vorher einholen und genau vergleichen.

3. Baugenehmigung für Solarthermie- und Photovoltaik-Anlage
Hier sind die Regelungen uneinheitlich. In den meisten Bundesländern brauchen Hausbesitzer keine Baugenehmigung für die Solaranlage. In einigen Ländern ist die Genehmigung nötig, wenn der Strom aus Photovoltaik überwiegend ins Netz eingespeist wird (zum Beispiel in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen). Ein Blick in die jeweilige Landesbauordnung oder eine Anfrage beim Bauamt bringt Sicherheit und spart späteren Ärger. Das gilt auch für Eigentümer denkmalgeschützter Altbauten: Sie müssen die Installation der Solaranlage vorab von der Denkmalschutzbehörde genehmigen lassen. Je weniger die Solaranlage von der Öffentlichkeit eingesehen werden kann, umso größer sind die Chancen.

4. Der richtige Standort für die Solaranlage
Als optimal gelten eine Dachneigung zwischen 20 und 60 Grad sowie eine Ausrichtung der Solaranlage zwischen Südost und Südwest. Auf einem Flachdach kann die Solaranlage mittels Aufständerung angebracht werden. Hausbesitzer sollten darauf achten, dass die Solaranlage nicht durch Bäume oder Nebengebäude verschattet wird.

5. Standsicherheit ist unverzichtbar
Kann das Dach neben winterlichen Schneemassen auch eine Solaranlage tragen? Und ist die Solaranlagen gegen Sturm ausreichend fest verankert? Diese Fragen kann ein Fachmann vorher klären. Auch auf den Zustand ihres Dachs sollten Hausbesitzer achten, denn ist die Solaranlage erst einmal montiert, wird eine Dachsanierung schwierig. Also besser erst das Dach sanieren, Schäden ausbessern, die Dacheindeckung bei Bedarf erneuern und mit einer Dachdämmung den Wärmeschutz verbessern - danach die Photovoltaik- und/oder Solarthermie-Module montieren lassen.

6. Auf richtigen Transport und fachgerechte Lagerung der Solarthermie- und Photovoltaik-Module achten
Die falsche Lagerung der Solaranlage oder unsachgemäßer Umgang bei der Installation (Umstürzen der Module, Drauftreten etc.) zerstören die empfindlichen Solarzellen im Inneren der Solaranlage. Das ist oft von außen gar nicht sichtbar, weil die äußere Glasschicht intakt bleibt. Der Ertrag der Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage wird aber dadurch erheblich gemindert.

7. Brandschutz
Hausbesitzer erleichtern der Feuerwehr bei einem Brand die Arbeit, wenn die Module der Solaranlage nicht komplett als geschlossene Fläche montiert werden. Ein Abstand von mindestens 15 Zentimetern zwischen den Photovoltaik-Modulen ist empfehlenswert.

8. Förderung für die Solaranlage
Wenn Sie Fördermittel für Ihre Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage in Anspruch nehmen möchten, sollten Sie sich vorher informieren. Die meisten Angebote zur Förderung machen zur Bedingung, dass alle Unterlagen vor Installation der Solaranlage eingereicht werden.

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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