06.03.2018
mehr zu Solarthermie
 

Was kostet eine Solarthermie-Anlage?

Kosten für Kollektor, Speicher und Zubehör von Solarwärme

Eine Solarthermie-Anlage versorgt das eigene Haus mit Wärme aus einer unerschöpflichen und kostenlosen Energiequelle. Dabei wandelt sie die Strahlung der Sonne in thermische Energie um, die dann die Heizung und/oder die Warmwasserbereitung unterstützt. Aber rechnet sich das? Und wie hoch sind die Kosten für eine Solarthermie-Anlage? Ein Überblick zu Preisen und Förderung.

Fachmann bei Wartung einer Solarthermie-AnlageBild größer anzeigen
Wie teuer eine Solarthermie-Anlage ist, hängt neben der Hausgröße auch vom Einsatzzweck abFoto: Intelligent heizen

Ganz allgemein hängen die Kosten einer Solarthermie-Anlage von ihrer Art und der Auslegung der einzelnen Komponenten ab. Ganz gleich, ob die Technik das Trinkwasser oder auch die Heizung mit Wärme versorgen soll, sind dabei Kollektoren, ein Speicher und diverse Zubehörteile nötig.

Kosten für die Solarkollektoren
Die Solarkollektoren haben die wichtigste Aufgabe der Solarthermie-Anlage. Denn sie fangen das Licht der Sonne auf und gewinnen thermische Energie. Neben der Ausrichtung und der Neigung des Daches entscheidet dabei vor allem die Kollektorart über die Effizienz der Anlage. Typisch sind heute Flach- und Vakuumröhrenkollektoren. Während Flachkollektoren mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis die Vorzugsvariante vieler Hausbesitzer sind, gewinnen die teureren Vakuumröhrenkollektoren bei gleicher Fläche mehr Wärme. Sie lohnen sich immer dann, wenn die Solarthermie-Anlage hohe Temperaturen benötigt oder Ausrichtung und Neigung des Daches nicht optimal sind. Die Kosten belaufen sich auf 300 bis 400 Euro pro Quadratmeter für Flachkollektoren und 400 bis 600 Euro pro Quadratmeter für Vakuumröhrenkollektoren.

Kosten für den Solarspeicher
Da die Sonne meistens dann scheint, wenn im Haus weniger Wärmebedarf besteht, ist auch ein Speicher nötig. Dieser nimmt die thermische Energie auf, wenn sie zur Verfügung steht und gibt sie bei Bedarf zeitversetzt wieder ab. Je nach Einsatzgebiet unterscheidet man dabei Brauchwasser- und Pufferspeicher. Während Brauchwasserspeicher den doppelten Tagesbedarf an Trinkwasser bevorraten, sind Pufferspeicher mit Heizungswasser gefüllt. Sie sind deutlich größer und können daher auch mehr Energie speichern. Bei den Kosten schlagen Brauchwasserspeicher für typische Einfamilienhäuser mit rund 600 bis 800 Euro zu Buche. Für einen Pufferspeicher müssen Hausbesitzer hingegen mit rund 1.200 bis 1.500 Euro rechnen. Kombispeicher mit Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung und zur Heizungsunterstützung kosten rund 2.500 bis 3.000 Euro.

Zubehör-Kosten einer Solarthermie-Anlage
Neben den Kollektoren und dem Speicher besteht eine Solaranlage aus zahlreichen weiteren Bestandteilen, die eine sichere und zuverlässige Funktion gewährleisten. Das sind zum Beispiel die Pumpe, das Sicherheitsventil mit Ausdehnungsgefäß, die Verrohrung und die Füllung des Systems mit einer speziellen Solarflüssigkeit. Die Kosten einer Solarthermie-Anlage hängen dabei vor allem von der Größe des Hauses ab und belaufen sich auf rund 1.000 bis 2.000 Euro.

Gesamtkosten für eine Solarthermie-Anlage
Wie teuer eine Solarthermie-Anlage letztendlich ist, hängt neben der Hausgröße vor allem auch vom Einsatzzweck ab. Unterscheiden lassen sich dabei Trinkwasseranlagen und Solaranlagen, die auch die Heizung unterstützen.

  • Kosten für eine Warmwasser-Solaranlage: Bei Solaranlagen zur Warmwasserbereitung sollten Hausbesitzer eine Kollektorfläche von etwa einem Quadratmeter für jede Person im Haushalt einplanen. Der Speicher bevorratet dabei üblicherweise den doppelten Tagesbedarf für Warmwasser im Haus, also rund 60 bis 80 Liter pro Person. Die Kosten einer Solarthermie-Anlage für Trinkwasser belaufen sich in einem typischen Einfamilienhaus auf rund 3.300 bis 5.200 Euro. 
  • Kosten einer Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung: Solaranlagen zur Heizungsunterstützung sind im Vergleich deutlich größer. Während es nach oben kaum Grenzen gibt, können Hausbesitzer für eine erste Planung mit einer Kollektorfläche von einem Quadratmeter pro zehn Quadratmeter beheizter Gebäudefläche rechnen. Zusätzlich empfehlen Experten einen Pufferspeicher von mindestens 1.000 Litern, um die solare Wärme optimal nutzen zu können. Die Kosten einer Solarthermie-Anlage zur Heizungsunterstützung belaufen sich bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus auf rund 7.200 bis 12.500 Euro.

Förderung senkt die Kosten der Solarthermie-Anlage
Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bekommen Hausbesitzer hohe Zuschüsse für die Solarthermie. Sind die technischen Voraussetzungen erfüllt, gibt es dabei mindestens 500 Euro für Anlagen zur Warmwasserbereitung und mindestens 2.000 Euro für Anlagen zur Heizungsunterstützung.

*Wir haben die Kosten für eine Solarthermie-Anlage sorgfältig recherchiert. Es handelt sich jedoch um Durchschnittswerte für eine erste Kalkulation. Je nach Region, Größe und Zubehör können die tatsächlichen Kosten auch davon abweichen. Sicherheit über die Kosten erhalten Hausbesitzer mit einem Handwerker-Angebot.  

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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