26.09.2018

Dynamisches Licht steigert Gesundheit und Wohlbefinden

Gesund wohnen mit der richtigen Beleuchtung

Dynamisches Licht, Lichtgestaltung, humanzentriertes Licht - klingt fast nach klinischer Versuchsreihe oder? Tatsächlich geht es aber um interessante Erkenntnisse zur "inneren Uhr", die den Tag-Nacht-Rhythmus von Menschen, Tieren und Pflanzen steuert, und dem Einfluss von Lichtkonzepten darauf. Vielfältige neue Lichtlösungen berücksichtigen diesen Hintergrund und unterstützen dadurch gesundes Wohnen.

Human Centric Lightning (HCL)Bild größer anzeigen
Eine HCL (Human Centric Lighting) orientierte Beleuchtungslösung versucht den biologischen Prozess der Hormonsteuerung zu unterstützen, die fehlende Sonneneinstrahlung, die diesen natürlichen Vorgang aktiv unterstützt, zu simulierenFoto: Messe Frankfurt / Light + Building 2018

Der biologische Rhythmus des Menschen wird maßgeblich vom Verlauf des Sonnenlichtes geprägt. Dabei geht es in erster Linie um die Mengen der Blauanteile im Licht, die dafür zuständig sind, dass die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin geblockt oder eben gefördert wird. Die relativ blaue Sonne des Morgens sorgt für eine Blockade des Hormons Melatonin und eine Anregung der Aktivität des Stresshormons Cortisol. Dies führt zu erhöhter Wachsamkeit, Konzentrationsfähigkeit und einem Gefühl von allgemeiner Fitness. Im Verlauf des Tages ändert sich die Lichtfarbe in einen wesentlich wärmeren Farbton, so dass es zu einer Umkehrung dieser Effekte kommt und der Mensch in den Abendstunden Ruhe findet und auf die anstehende Schlafphase vorbereitet wird.

Biologisch wirksames Licht: Wirkung des Sonnenlichtes simulieren

Eine HCL (Human Centric Lighting) orientierte Beleuchtungslösung versucht den biologischen Prozess der Hormonsteuerung zu unterstützen, die fehlende Sonneneinstrahlung, die diesen natürlichen Vorgang aktiv unterstützt, zu simulieren. Dass die meisten Menschen den Einfluss der Sonne nur selten zu spüren bekommen, kann zu Problemen wie Schlaflosigkeit, Ermüdung und sogar Depressionen führen. Eine biologisch ausgerichtete Leuchte folgt hinsichtlich der Lichtfarbe dem Verlauf der Sonne und sorgt so für eine gesündere Beleuchtungslösung. Dabei müssen allerdings ebenso die Aspekte Lichtintensität und Lichtrichtung berücksichtigt werden, um die Wirkung einer solchen Anlage entsprechend zu maximieren. Die Sonne hat Beleuchtungsstärken zwischen 3.000 Lux (trüber Wintertag) und 100.000 Lux (direkte Sonneneinstrahlung). Auch die Lichtrichtung, z.B. nimmt diffuses Himmelslicht einen erheblichen Teil im Sichtfeld des Menschen ein, ist hier zu berücksichtigen. Eine großflächige Beleuchtung im oberen Halbraum ist demnach wünschenswert, da diese die untere Hälfte der Netzhaut, in der sich die meisten lichtsensitiven Zellen befinden, am besten erreicht. Alle drei Faktoren (Lichtfarbe, Lichtintensität und Lichtrichtung) müssen bei einer anspruchsvollen und seriösen HCL-Beleuchtungsplanung berücksichtigt werden, um der Wirkung des Sonnenlichtes möglichst nahe zu kommen.

Vielfältige Lichtlösungen

Grundsätzlich lassen sich die technischen Ausführungen eines HCL-Systems in zwei Kategorien unterteilen: Zum einen in eine solitäre Lösung, bei denen einzelne Lichtelemente individuell reagieren oder eben in eine vernetzte Steuerungsanlage, welche die einzelnen Leuchten regelt und das sinnvolle Zusammenspiel gewährleistet. Dazwischen gibt es noch sogenannte Schwarmtechnologien. Hier kommunizieren mehrere Leuchten miteinander und sorgen so für ein abgestimmtes Lichtszenario. Alle Varianten haben ihre jeweiligen Schwerpunkte und müssen für die individuellen Nutzungsbedingungen ausgewählt werden. Einsetzbar sind solchen Lichtlösungen sowohl in Privathaushalten als auch in Büros und in der Industrie. 

 
 
 
Quelle: Messe Frankfurt / Light + Building / Energie-Fachberater.de
 

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