News | www.Energie-Fachberater.de Meldungen rund um Modernisieren, Renovieren, Förderung und Energieberatung DE Sat, 29 Jul 2017 13:42:33 +0200 27.07.2017 Elementarversicherung: Finanzielle Barriere gegen Naturgewalten Schäden durch Überschwemmungen, Starkregen, Hochwasser absichern Eben noch harmlose Bäche verwandeln sich in reißende Flüsse, Starkregen setzt in wenigen Minuten Stadtviertel unter Wasser – Naturkatastrophen dieser Art häufen sich auch in Deutschland. Wer schon einmal in seinem Haus mit Schlamm- und Wassermassen gekämpft hat, sehnt sich nach Barrieren gegen die Fluten und gegen die oft immensen finanziellen Folgen. Dazu gehört auch ein guter Versicherungsschutz durch eine Elementarversicherung. <p>Zumindest die finanziellen Folgen von Schäden durch Hochwasser und andere Naturgewalten sind mit einer Elementarversicherung abgedeckt. Denn Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung bieten keinen Schutz, wenn Schäden durch Naturgewalten entstanden sind, so etwa bei Überschwemmungen, Starkregen, Erdsenkungen, Erdrutschen, Erdbeben oder wenn der Druck von Schneelasten Schäden am Dach verursacht. Wer sich vor solchen Risiken absichern will, sollte sich um eine Versicherung gegen Elementargefahren bemühen. Sie springt dann ein, wenn zum Beispiel Wassermassen von außerhalb des Hauses eingedrungen sind. Denn gerade diese gewinnen angesichts des Klimawandels und seiner Folgeerscheinungen immer mehr an Bedeutung. Für Schäden an Solaranlagen, die durch Feuer, Sturm, Hagel oder Schneelast entstanden sind, gibt es Zusatzpolicen.<br /><br /><strong>Elementarschaden-Versicherung bezahlt alle notwenigen Reparaturen</strong><br />Hat das Hochwasser die Bausubstanz zerstört, kann ein Hausbesitzer, der gegen Überschwemmungen versichert ist, wenigstens mit einer umfassenden finanziellen Hilfe rechnen. Auch notwendige Reparaturen als Folge der Flut bezahlt die Elementarschaden-Versicherung. Sie greift nicht nur beim Haus selber, sondern auch bei versicherten Garagen und anderen Nebengebäuden. Selbst bei einem Abriss oder wenn vermietete Wohnungen vorübergehend nicht benutzt werden können, tritt die Versicherung ein.<br /><br /><strong>Absicherung gegen Elementargefahren auch in Hausratversicherung aufnehmen</strong><br />Wird zusätzlich noch Hausrat in Mitleidenschaft gezogen, was oftmals zwangsläufig die Folge ist, kann dieser in der Regel durch eine Ergänzung der Hausratversicherung abgesichert werden, indem die Versicherung des Hausrats gegen Elementargefahren gezielt mit aufgenommen wird.<br /><br /><strong>Tipps gegen Schäden durch Naturgewalten</strong><br /></p><ul><li>Achten Sie auf die Wetterberichte für Ihr Gebiet. In Deutschland drohen vor allem durch Starkregen, Hochwasser und Erdrutsche Gefahren.</li><li>Informieren Sie sich rechtzeitig bei Fachfirmen über vorbeugenden Überschwemmungsschutz.</li><li>Verzichten Sie in Hochwasser gefährdeten Gegenden auf eine hochwertige Ausstattung in bewohnten Räumen im Untergeschoss. Elektrische Versorgungseinrichtungen und Heizanlagen nach Möglichkeit in höheren Geschossen installieren.</li><li>Die wichtigsten Dokumente wie Geburtsurkunde, Krankenversicherungskarte, Kaufverträge und Versicherungsunterlagen sollte man griffbereit an einem sicheren Ort aufbewahren.</li><li>Halten Sie das Schadensausmaß in Fotos fest, markieren Sie die erreichten Wasserstände, beziffern Sie Verluste und voraussichtliche Kosten des Schadens oder eines Neukaufs der beschädigten Gegenstände und werfen Sie keine beschädigten Einrichtungsgegenstände weg, bevor sie vom Versicherer gesehen wurden.<br /></li></ul> Württembergische Versicherung AG http://www.energie-fachberater.de/bilder/keller/keller-wasserschaden-hochwasser-michael-schuetze-fotolia.jpg Ein guter Versicherungsschutz durch eine Elementarversicherung sichert Schäden durch Naturgewalten ab Foto: Michael Schütze / Fotolia.com http://www.energie-fachberater.de/beratung-foerdermittel/versicherung/elementarversicherung-finanzielle-barriere-gegen-naturgewalten.php 26.07.2017 Die 7 besten Tipps für die Balkonsanierung Von Balkontür über Entwässerung bis hin zu Stolperfallen Platz im Freien und mehr Wohnkomfort - das schätzen viele Hausbesitzer an ihrem Balkon. Doch das "sonnige Zimmer" kann auch eine Kehrseite haben! Ist der Balkonanschluss eine Wärmebrücke oder staut sich das Regenwasser, drohen in den Räumen unter dem Balkon womöglich Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Außerdem kann eine erhebliche Menge Heizenergie verloren gehen. Mit diesen 7 Tipps gehen Hausbesitzer die Balkonsanierung richtig an. <p><strong>1. Balkontür erneuern</strong><br />Eine große Glasfläche und vielleicht undicht geworden - so kann die alte Balkontür ein Wärmeleck sein. Im Altbau ist auch häufig der Durchgang schmal und mit Schwellen oder Stufen verbunden. Eine neue, luftdicht eingebaute Balkontür mit Wärmeschutzverglasung minimiert Energieverluste. Gleichzeitig kann der Austausch Sicherheit und Komfort steigern: Breite Türen mit starken Verriegelungen halten ungebetene Gäste fern, während ihre nahezu schwellenfreie Bauweise einen bequemen Durchgang ermöglicht.<br /><br /><strong>2. Wärmebrücke am Balkonanschluss beseitigen</strong><br />In vielen Altbauten ist die Balkonplatte einfach die Verlängerung einer Geschossdecke und damit leider eine <a href="/inhalte/fassade/balkon/kritische-stelle-waermebruecke-am-balkonanschluss.php" title="Kritische Stelle: Wärmebrücke am Balkonanschluss">Wärmebrücke</a>. Über das durchgehende Bauteil kann die Wärme aus den beheizten Wohnräumen direkt nach außen abfließen. Außerdem führt das kalte Bauteil zu kühlen Stellen an den Wänden und Decken der angrenzenden Räume. Genau dort droht in der kalten Jahreszeit Tauwasser, wenn warme Heizungsluft auf kalte Stellen trifft, und in der Folge Schimmelbildung. Wer solche Probleme feststellt, sollte Expertenrat einholen. In manchen Fällen schafft eine fachgerecht angebrachte Innendämmung Abhilfe. Müssen Bodenbelag, Putz und Balkonbrüstung ohnehin erneuert werden, ist auch das Dämmen der Balkonplatte eine Möglichkeit. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab.<br /><br /><strong>3. Auf richtige Entwässerung achten</strong><br />Regenwasser, das sich auf dem Balkon staut, kann einsickern und die Bausubstanz beschädigen. Wer dauerhaft Pfützen auf dem Balkon hat, sollte deshalb den Ablauf überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. Die Oberfläche der Balkonplatte sollte zudem wasserdicht sein. <br /><br /><strong>4. Balkonzugang ohne Stolperfallen: Barrierefreiheit</strong><br />Die Stolperfallen zwischen Wohnraum und Balkon kann im Alter zur Sturzfalle werden. Beseitigen lässt sie sich zum Beispiel bei einer Erneuerung der Balkontür. Alternativ sorgt ein ein aufgeständerter Bodenbelag auf dem Balkon, um Beispiel aus Holz, zumindest auf der Außenseite für stolperfreie Bewegungsfreiheit. Unbedingt beachten: Wird das Bodenniveau erhöht, muss unter Umständen auch die Geländerhöhe angepasst werden.<br /><br /><strong>5. Balkonabriss in Betracht ziehen</strong><br />Weil für Dämmung, Abfluss, Boden, Geländer und Schönheitsreparaturen einige Kosten zusammenkommen, sollten Hausbesitzer auch einen Abriss in Erwägung ziehen. <a href="/inhalte/fassade/balkon/moeglichkeiten-der-balkonsanierung.php" title="Möglichkeiten der Balkonsanierung">Der neue Balkon wird dann so angebracht, dass keine Wärmebrücken entstehen. </a>Außerdem ist eine barrierefreie Gestaltung so einfacher möglich.<br /><br /><strong>6. Bei Balkonanbau an spätere Fassadendämmung denken</strong><br />Wer einen neuen Balkon an ein Haus ohne <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/index.php" title="Fassadendämmung">Fassadendämmung </a>anbringt, sollte die spätere Montage einer Dämmung schon mit einplanen. Der nachträglich angebrachte Wärmeschutz kann sonst Komfort und Bewegungsfreiheit auf dem Balkon schnell wieder schmälern, indem er die Nutzfläche verkleinert. Für die Verankerung eines neuen Balkons sollte ein Haltesystem eingesetzt werden, das keine Wärme überträgt. Im Idealfall nehmen Hausbesitzer Balkonsanierung und Fassadendämmung gleichzeitig in Angriff.<br /><br /><strong>7. Möglichkeiten der Förderung prüfen</strong><br />Für einen neuen Balkonboden oder die Entwässerung gibt es zwar keine Förderung, wohl aber für eine neue Balkontür und Fenster mit Wärmeschutzverglasung, für die Reduzierung von Wärmebrücken und den Abbau von Barrieren. Unser <a href="/inhalte/fassade/balkon/kfw-foerderung-fuer-die-balkonsanierung.php" title="KfW-Förderung für die Balkonsanierung">Expertentipp Förderung für die Balkonsanierung</a> fasst die Möglichkeiten für Zuschüsse und Kredite zusammen.&#160;</p> Verbraucherzentrale NRW / Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/balkon/balkon-anbau-nach-sanierung-isokorb-rks_schoeck.jpg Platz im Freien und mehr Wohnkomfort - das schätzen viele an einem Balkon. Nach einer Balkonsanierung lässt sich das sonnige Zimmer noch mehr genießen Foto: Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/fassade/balkon/die-7-besten-tipps-fuer-die-balkonsanierung.php 25.07.2017 Rückstausicherung verhindert Wasserschaden im Keller So haben Überschwemmungen durch Starkregen keine Chance Wasser sucht sich seinen Weg, heißt es im Volksmund. Hausbesitzer bekommen das oft auf unangenehme Art zu spüren - vor allem im Keller, zum Beispiel bei einem tief liegenden Bad. Denn die Gefahr einer Überschwemmung droht nicht nur bei Hochwasser, sondern auch bei Starkregen, der die Kanalisation überfordert. Sind die Abwasserkanäle gefüllt, drückt sich das Wasser durch die Leitungen zurück in die Häuser. Ein Rückstauschutz kann einen solchen Abwasserschaden verhindern. <p>Wenn übel riechende Abwässer den Keller oder das Souterrain überfluten, ist alles zu spät. Bei einer Überlastung der Kanalisation zum Beispiel durch Starkregen tritt in allen Räumen unterhalb der so genannten Rückstauebene aus WCs, Waschbecken, Duschen oder Bodenabläufen Schmutzwasser aus. Doch nicht nur die Beseitigung des Abwassers und der Überschwemmungsfolgen ist unangenehm, Hausbesitzer bleiben zudem oft auf den Kosten sitzen. Denn für so genannte Rückstauschäden kommen viele Versicherungen nicht auf, weil es technische Einrichtungen gibt, mit denen sich die Gefahr eines Wasserschadens deutlich reduzieren lässt.<br /><strong><br />Einfache Rückstau-Lösungen verhindern Wasserschaden im Keller</strong><br />Abwasserschäden treten nicht nur in den hochwassergefährdeten Regionen Deutschlands auf, sondern sind bei Starkregen überall möglich. Denn immer, wenn die Kanalisation vollläuft, besteht die Gefahr, dass durch Wasserabflüsse unterhalb der Straßenoberkante schmutzige Abwässer in Keller oder Souterrains gedrückt werden. Damit es so weit gar nicht erst kommt, haben sich so genannte Rückstausicherungen bewährt. Die einfachste Lösung gegen die Überschwemmung mit Schmutzwasser ist eine Rückstauklappe, die sich im Bedarfsfall schließt und die Leitungen sperrt. Deutlich komfortabler ist eine Rückstauhebeanlage. Hier wird die Abwasserleitung im Bedarfsfall geschlossen und eine Pumpe springt an, die alle Abwässer sicher aus dem Haus befördert. Der Vorteil gegenüber dem einfachen Rückstauschutz: Waschbecken, WC und Waschmaschine können auch bei Starkregen weiter genutzt werden. <br /></p> ZVSHK http://www.energie-fachberater.de/bilder/beratung-foerdermittel/ratgeber/ratgeber-unwetterschutz/handwerker-abwasserschutz-keller-rueckstau-zvshk.jpg Abflüsse im Keller sollten mit Rückstauschutz-Einrichtungen ausgestattet sein – sonst dringt das Abwasser bei Starkregen und Überschwemmungen durch die Kanalisation zurück ins Haus Foto: ZVSHK http://www.energie-fachberater.de/keller/rueckstausicherung-verhindert-wasserschaden-im-keller.php 23.07.2017 KfW-Förderung für die Balkonsanierung Zuschuss oder zinsgünstiger Kredit im Rahmen der Fassadendämmung Balkone an Altbauten sind oft eine große energetische Schwachstelle, weil die Deckenplatte für den Balkonanschluss durchläuft. Damit diese Schwachstelle behoben werden kann, vergibt die KfW auch eine Förderung für die Balkonsanierung, wenn die Maßnahmen zur Reduzierung der Wärmebrücken im Rahmen der Fassadendämmung durchgeführt werden, erklärt Energieberater Alexander Neumann. Darüber hinaus förderfähig sind Balkontüren mit Wärmeschutzverglasung und der Abbau von Barrieren. <p>Konkret vergibt die KfW-Bank Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für die Fassadendämmung und gleichzeitige Maßnahmen zur Wärmebrückenreduktion wie die thermische Ertüchtigung bestehender Balkone und Loggien (inklusive der nachträglichen Verglasung von unbeheizten Loggien). Mit dieser Förderung können Hausbesitzer ihren Balkon energetisch auf Vordermann bringen.<br /><br /><strong>In Frage kommen diese Förderprogramme der KfW:<br /></strong></p><ul><li><strong>Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss (Programmnummer 430): </strong>Gefördert werden zehn Prozent der Sanierungskosten von Fassadendämmung und Balkonsanierung sowie einer neuen Balkontür, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.</li><li><strong>Energieeffizient Sanieren - Kredit (Programmnummer 151): </strong>Aus dem Programm erhalten Hausbesitzer zinsgünstige Darlehen für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Maximal sind es 100.000 Euro pro Wohneinheit plus Tilgungszuschuss bis zu 27,5 Prozent der Kreditsumme (maximal 27.500 Euro), je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Niveau.</li><li><strong>Energieeffizient Sanieren - Kredit, Einzelmaßnahmen (Programmnummer 152): </strong>Die Förderung über zinsgünstige Darlehen beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie eine Fassadendämmung mit Balkonsanierung oder eine neue Balkontür mit Wärmeschutzverglasung. Dazu kommt ein Tilgungszuschusses von 7,5 Prozent der Kreditsumme.<br /></li></ul><p><strong>Wer darüber hinaus seinen Balkon barrierefrei erschließen möchte, kann dafür zusätzlich eine <a title="Fördertipp: Barrierefrei umbauen mit KfW-Förderung" href="/inhalte/innenausbau/barrierefrei-umbauen-mit-kfw-foerderung.php">Förderung im Programm "Altersgerecht Umbauen“</a> beantragen.</strong><br /><br />Der Antrag auf Förderung muss jeweils vor Beginn der Sanierung bei der KfW (Zuschuss) beziehungsweise bei der Hausbank (Kredit) gestellt werden. Damit Hausbesitzer eine Förderung der KfW-Bank erhalten, muss der sachverständige Energieberater in der <a target="_blank" title="Zur Liste der Energieeffizienz-Experten" href="https://www.energie-effizienz-experten.de/">Liste der Energieeffizienz-Experten</a> für Förderprogramme des Bundes gelistet ist. Nur er kann die Förderung beantragen beziehungsweise die notwendigen Bescheinigungen ausstellen. <br /><br /></p><ul><li><a title="KfW-Förderung richtig beantragen" href="/inhalte/beratung-foerdermittel/foerderung/foerdermittel/kfw-foerderung-richtig-beantragen.php">KfW-Förderung richtig beantragen</a></li></ul> KfW / Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/beratung-foerdermittel/foerderung/euroscheine-euromuenzen-energie-fachberater.jpg Förderung für die Balkonsanierung gibt es von der KfW Foto: www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/fassade/balkon/kfw-foerderung-fuer-die-balkonsanierung.php 19.07.2017 Kritische Stelle: Wärmebrücke am Balkonanschluss Warum bei der Fassadendämmung der Balkon so wichtig ist Eines wissen viele Hausbesitzer schon aus leidvoller Erfahrung: Der Balkonanschluss ist eine kritische Stelle am Haus. Feuchtigkeitsprobleme und Schimmel sind hier keine Seltenheit. Eine Fassadendämmung kann helfen, die Wärmebrücke zu beseitigen – vorausgesetzt dem Balkonanschluss wird dabei ausreichend Beachtung geschenkt. Bauphysikerin Patricia Sulzbach vom Bauteilehersteller Schöck erklärt, warum das so wichtig ist. <p><strong>Frage 1: Warum ist der Balkonanschluss überhaupt so eine problematische Stelle?<br />Patricia Sulzbach: </strong>Auskragungen wie Balkone sind eine der kritischen Wärmebrücken am Haus und daher mit besonderer Aufmerksamkeit zu betrachten. Bei ungedämmten auskragenden Bauteilen wie beispielsweise Stahlbetonbalkonen oder Stahlträgern ergibt das Zusammenwirken des Kühlrippeneffekts der Auskragung (geometrische Wärmebrücke) sowie der Durchdringung der Wärmedämmebene mit Stahlbeton oder Stahl (materialbedingte Wärmebrücke) einen starken Wärmeabfluss. Die Folge ungedämmter Auskragungen können, im Vergleich zur gedämmten Ausführung, um das 5-fache erhöhte Wärmeverluste und eine signifikante Absenkung der Oberflächentemperatur (von 5 bis 10°C) sein. Dies führt zu deutlich erhöhten Heizkosten. Im Anschlussbereich der Auskragung entsteht das Risiko für Schimmelpilzbildung. Weitere Folgen sind die Gefahr von Tauwasserausfall und eine Schädigung der Bausubstanz.<br /><strong><br />Frage 2: Welche Möglichkeiten haben Hausbesitzer, die Wärmebrücke am Balkonanschluss zu beseitigen?<br />Patricia Sulzbach:</strong> Im Falle einer Sanierung ist es vor allem zu beachten, dass die Mindestanforderungen an die Innenoberflächentemperaturen erreicht werden müssen, um Schimmelpilzbildung und Tauwasserausfall zu verhindern. Dazu muss der Energieverlust durch den Balkonanschluss reduziert werden. Hierfür bestehen mehrere Möglichkeiten. Der Balkon kann von oben und unten mit Dämmung "eingepackt" werden. Diese Methode birgt zum einen das Problem, dass die Balkonplatte nach oben zu dick wird, da das Niveau der Balkontür nicht überschritten werden kann. Zum anderen gehört die Balkonplatte somit zum beheizten Gebäudevolumen und damit muss Energie für die Beheizung der Balkonplatte aufgebracht werden. Schneidet man die Balkonplatte dagegen ab, ergeben sich die Möglichkeiten, eine Konstruktion komplett vorzuständern oder einen neuen Balkon mit einem tragenden Wärmedämmelement anzuschließen. Während die erste Variante besonders im städtischen Raum aus Platzgründen häufig nicht umsetzbar ist, kann mit einem tragenden Wärmedämmelement wie dem Schöck Isokorb® R bei Bestandsgebäuden auch ein frei auskragender Balkon thermisch getrennt werden. Dabei wird der Bestandsbalkon abgeschnitten und durch den thermisch getrennten Anschluss ersetzt. Hierfür wird von außen in die Bestandsdecke eingebohrt, der Isokorb befestigt und der neue Balkon angeschlossen. Die Oberflächentemperatur steigt, das Risiko der Schimmelpilzbildung wird reduziert und ein Balkonanschluss gewährleistet, der wärmedämmtechnisch dem eines Neubaus entspricht.<br /><br /><strong>Frage 3: Was für einen Handwerksbetrieb spricht man für eine Balkonsanierung am besten an?<br />Patricia Sulzbach: </strong>Für eine Balkonsanierung sind speziell ausgebildete Unternehmen zu empfehlen. Dabei kommt die Qualifikation ganz auf die Ausführungsart des Balkonanschlusses an. Fällt die Entscheidung bei einer Betondecke, den Bestandsbalkon abzuschneiden, so kann ein neuer Balkon von außen in der Decke befestigt werden. Dafür ist die Ausführung durch einen Hilti-zertifizierten Betrieb erforderlich. Ist die Anwendung dieses Systems aus statischen Gründen nicht möglich, kann auch die Öffnung der Bestandsdecke und das Einbringen einer tragenden Wärmedämmkonstruktion erfolgen. Für eine genauere Planung ist dann ein Statiker hinzuzuziehen.<br /><br /><strong>Frage 4: Wenn ich mich für eine Fassadendämmung entscheide, sollte die Wärmebrücke am Balkon damit doch automatisch verschwinden oder ist das dann immer noch ein Thema?<br />Patricia Sulzbach:</strong> Häufiges Problem bei Sanierungen ist, dass Fenster und Fassade energetisch verbessert, aber die Wärmebrücken vernachlässigt werden. Dies ist besonders für Balkonanschlüsse von Bedeutung, da diese an sanierte Fenster und Türen angrenzen. Auch wenn durch einen ungedämmten Balkon im Altbau bisher keine Bauschäden (Schimmelbildung) aufgetreten sind, ist es notwendig, diesen im Zuge einer energetischen Sanierung thermisch zu trennen. Da durch eine energetische Sanierung Luftfeuchtigkeit und Oberflächentemperaturen beeinflusst werden, kommt es bei einer teilweisen energetischen Sanierung daher durch verbleibende Wärmebrücken oft zu Bauschäden.<br /><br />Ursache ist, dass bei einer energetischen Sanierung die Dichtheit der Gebäudehülle verbessert wird. Dadurch steigt die Luftfeuchtigkeit im Gebäude, die durch den normalen Gebrauch verursacht wird (z.B. Duschen oder Kochen). Das im Altbau herrschende Gleichgewicht zwischen relativ niedriger Luftfeuchte und niedriger Oberflächentemperatur wird dadurch verschoben. Bei steigender Luftfeuchtigkeit muss nun auch die Oberflächentemperatur angehoben werden, um Tauwasserausfall zu vermeiden. An sanierten Fenstern und Wände sind die Oberflächentemperaturen nun hoch. Da im Bereich eines ungedämmten Balkons die Oberflächentemperatur aber niedrig bleibt, kann sich an der kalten Oberfläche nun Kondenswasser bilden. Das Risiko der Schimmelpilzbildung steigt. Bei einer vollständigen energetischen Sanierung, bei der auch der Balkon thermisch getrennt wird, steigt die Oberflächentemperatur innenseitig. Hierdurch befindet sich das komplette Bauteil in einem thermisch unkritischen Bereich.<br /></p> Energie-Fachberater.de / Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/balkon/mehrfamilienhaus-balkone-schoeck-bauteile-gmbh.jpg Ein Balkon erhöht den Wohnwert erheblich. Deshalb verdient er auch bei einer energetischen Sanierung besondere Aufmerksamkeit Foto: Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/balkon/bauphysikerin-patricia-sulzbach-schoeck-bauteile-gmbh.jpg Bauphysikerin Patricia Sulzbach erklärt, warum der Balkonanschluss so eine kritische Stelle ist Foto: Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/fassade/balkon/kritische-stelle-waermebruecke-am-balkonanschluss.php 17.07.2017 Möglichkeiten der Balkonsanierung So wird der Balkon energieeffizient an die Fassade angeschlossen Schwachstelle Balkon: Der Anschluss an die Fassade ist bei Altbauten oft ein Wärmeleck und neuralgischer Punkt. Bei einer Fassadensanierung sollte die Wärmebrücke am Balkonanschluss deshalb beseitigt werden, im Idealfall werden Balkon und Fassade thermisch getrennt. Für die Balkonsanierung oder den nachträglichen Balkonanbau gibt es vier Möglichkeiten, erklärt Energieberater Rolf-Peter Weule. <p><strong>Modern: 2-Stützen-System</strong><br />Das 2-Stützen-System für den Balkonanschluss ist derzeit das modernste Verfahren und ermöglicht eine schnelle und leichte Montage des Balkons. Das System besteht aus einer soliden Balkonplatte, einem wärmegedämmten Wandanschluss und zwei Stützen. Der Vorteil dieser Variante: Der Balkon ist wärmetechnisch von der Fassade entkoppelt und Fundamente direkt am Haus sind nicht erforderlich. <br /><br /><strong>Eigenständig: 4-Stützen-System</strong><br />Das 4-Stützen-System kommt für den Balkonanschluss immer dann zum Einsatz, wenn die alte Bausubstanz den Balkon konstruktiv nicht aufnehmen kann. Dann entsteht mit vier Stützen ein statisch eigenständiger und frei stehender Balkon.<br /><strong><br />Frei auskragend: ohne sichtbare Stützen</strong><br />Frei auskragende Balkone bieten Hausbesitzern größtmögliche Gestaltungsfreiheit. Voraussetzung ist, dass die Bausubstanz dafür geeignet ist. Spezielle Befestigungslösungen sorgen auch bei dieser Variante dafür, dass Balkon und Fassade thermisch getrennt sind und keine Wärmebrücken entstehen.<br /><strong><br />Balkonerweiterung</strong><br />Neue Größe für kleine Balkone: Eine Balkonerweiterung ist sowohl frei auskragend als auch mit 2-Stützen-System denkbar, abhängig von der Bausubstanz. Meistens muss nicht einmal die alte Balkonplatte entfernt werden, sondern die bestehende Balkonkonstruktion wird erweitert. <br /></p> www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/balkon/balkon-balkonsanierung-zwei-stuetzen-schoeck-bauteile-gmbh.jpg Das 2-Stützen-System ermöglicht eine schnelle und einfache Montage des Balkons ohne Fundamente an der Fassade Foto: Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/balkon/balkon-balkonsanierung-frei-rausragend-schoeck-bauteile-gmbh.jpg Balkonanschluss ohne Wärmebrücke: Frei auskragende Systeme bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten Foto: Schöck Bauteile GmbH http://www.energie-fachberater.de/fassade/balkon/moeglichkeiten-der-balkonsanierung.php 14.07.2017 Was kostet die Fassadendämmung? Möglichkeiten und Kosten im Überblick Die Fassade schützt ein Haus nicht nur vor Wind und Wetter, sie soll auch die Wärme im Inneren halten. Möglich ist das durch eine entsprechende Dämmung der Außenwände, die zu sinkenden Heizkosten und einer höheren Behaglichkeit beiträgt. Aber welche Möglichkeiten gibt es und wie hoch sind die Kosten der Fassadendämmung? <p>Die Kosten der Fassadendämmung hängen von zahlreichen Faktoren ab. Neben dem regionalen Preisgefüge haben dabei vor allem die Größe des Hauses und die Art der Dämmung einen bedeutenden Einfluss auf die anstehende Investitionshöhe. Unterscheiden kann man dabei <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/waermedaemm-verbundsystem-wdvs/index.php" title="WDVS">Wärmedämmverbundsystem </a>(WDVS), <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/vorgehaengte-hinterlueftete-fassade-vhf/index.php" title="VHF">Vorhangfassade </a>(VHF) sowie <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/innendaemmung/index.php" title="Innendämmung">Innendämmung </a>und <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/kerndaemmung/index.php" title="Kerndämmung">Kerndämmung</a>. <br /><br /><strong>Kosten der Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS)</strong>: Bei einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) bringen Handwerker spezielle Dämmplatten von außen auf die Fassade auf. Diese werden anschließend mit einer Putz- und Farbschicht versehen, die das Haus vor Witterungseinflüssen schützt. Je nachdem welche Dämmstoffe zum Einsatz kommen, müssen Hausbesitzer mit Kosten von 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter rechnen. Da oft mehr als die Hälfte der Summe auf Gerüst, Putz und Farbe fällt, lohnt es sich bei einer ohnehin anstehenden Fassadensanierung über die zusätzliche Dämmung nachzudenken.</p> <p><strong>Kosten der Innendämmung einer Fassade</strong><br />Auch bei der Innendämmung bringen Handwerker spezielle Dämmplatten auf der Wand an. Da das jedoch von innen erfolgt, entfallen die Kosten für Gerüst, Putz und Farbe. Überschlägig können Hausbesitzer daher mit Kosten von 50 bis 100 Euro für die Fassadendämmung von innen rechnen. Die Maßnahme ist jedoch technisch aufwendig und sollte nur gewählt werden, wenn andere Alternativen ausbleiben. <br /><br /><strong>Kosten der Fassadendämmung mit Vorhangfassade (VHF)</strong><br />Die Dämmung mit Vorhangfassade besteht neben den Dämmplatten auf der Wand aus einem Gerüst, das mit Holz oder Platten für den Schutz des Gebäudes sorgt. Luft, die durch einen schmalen Spalt zwischen beiden Schichten zirkuliert, führt dabei Feuchtigkeit ab und beugt Schimmel bestmöglich vor. Durch die aufwendigere Konstruktion der langlebigen Lösung müssen Hausbesitzer bei den Kosten der Fassadendämmung mit rund 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter rechnen. <br /><br /><strong>Kosten für die Kerndämmung zweischaliger Fassaden</strong><br />Ist die Außenwand eines Gebäudes mehrschichtig, stellt die Kerndämmung eine besonders günstigste Möglichkeit zur Isolierung dar. Dabei bohren Experten mehrere Löcher in die vorhandene Außenwand und blasen flockige Dämmmaterialien in die Zwischenräume. Die Kosten der Fassadendämmung belaufen sich dabei auf rund 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter.<br /><br />Abhängig von der gewählten Methode können die Investitionen für die Dämmung der Fassade also unterschiedlich hoch ausfallen. Während sich die Arbeiten an zweischaligen Wänden besonders günstig umsetzen lassen, müssen Hausbesitzer für eine sichere und langlebige Vorhangfassade deutlich mehr Geld einplanen.<br /><br /><strong>Förderung senkt die Kosten der Fassadendämmung</strong><br />Geht es um die Dämmung der Fassade, schrecken viele Hausbesitzer vor den hohen Kosten zurück. Abhilfe schafft hier die <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/foerderung-fuer-die-fassadendaemmung.php" title="Förderung für die Fassadendämmung">Förderung der KfW für die Fassadendämmung</a>. Im Förderprogramm Energieeffizient Sanieren können zinsgünstige Kredite oder einmalige Zuschüsse beantragt werden, wenn die energetische Qualität nach der Sanierung deutlich besser ist, als von der Energieeinsparverordnung gefordert. Wer die keine Förderung in Anspruch nimmt, sollte die <a href="/inhalte/beratung-foerdermittel/foerderung/lohnkosten-fuer-handwerker-von-der-steuer-absetzen.php" title="Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen">Handwerkerkosten für die Fassadendämmung von der Steuer absetzen</a>.<br /><br /><br />*Wir haben die Kosten für eine Fassadendämmung sorgfältig recherchiert. Es handelt sich jedoch um Durchschnittswerte für eine erste Kalkulation. Je nach Region, Zustand der Fassade und ausgewählten Materialien können die tatsächlichen Kosten auch davon abweichen. Sicherheit über die Kosten erhalten Hausbesitzer mit einem <a href="/inhalte/angebote-preisvergleiche/daemmung-angebote.php" title="Was kostet die neue Dämmung?">Handwerker-Angebot</a>. &#160;</p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/daemmung/fassadendaemmung/waermedaemm-verbundsystem-wdvs/fassadendaemmung-einfamilienhaus-energie-fachberater.JPG Die Kosten der Fassadendämmung hängen stark von der gewählten Dämmmethode ab Foto: Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/daemmung/fassadendaemmung/was-kostet-die-fassadendaemmung.php 14.07.2017 Aktuelle Zinsänderung bei KfW-Förderung Zinserhöhung bei Krediten für Barrierefreiheit und Heizungstausch Seit dem 14.07.2017 gelten für mehrere Förderprogramme der KfW neue Zinskonditionen. Die KfW hat die Zinsen erhöht. Das gilt unter anderem für den Förderkredit der KfW für barrierefreie Umbauten von Bad, Wohnräumen und auf dem Grundstück sowie für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien. <p>Die aktuelle KfW-Zinserhöhung betrifft folgende Förderprogramme aus dem Bereich der wohnwirtschaftlichen Investitionen:<br /><br /></p><ul><li><strong>Altersgerecht Umbauen (159)</strong></li><li><strong>Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (167)</strong><br /></li><li><strong>KfW-Wohneigentumsprogramm (124, 134)</strong></li><li><strong>Energieeffizient Bauen (153)</strong><br /></li></ul><p><strong>Günstige Förderung macht Sanierung attraktiv</strong><br />Mit dem Programm zur energieeffizienten Sanierung fördert die KfW Maßnahmen im Gebäudebestand. Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung mit einer Sanierung fit für die Zukunft machen, können mit der Förderung ihre Investitionskosten reduzieren. Im Programm Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (167) gewährt die KfW bis zu 50.000 Euro Förderkredit pro Wohneinheit für die Modernisierung der Heizung bei Umstellung auf erneuerbare Energien. Im Programm Altersgerecht Umbauen (159) erhalten Hausbesitzer bis zu 50.000 Euro Kredit für die barrierefreie Gestaltung von Haus und <a href="/inhalte/grundstueck-garage/index.php" title="Grundstück &amp; Garage">Grundstück </a>oder den Kauf umgebauten Wohnraums.<br /><br /></p> <p>Die aktuellen Konditionen für die KfW-Programme aus dem Bereich Bauen, Wohnen und Sanieren finden Sie in der <a rel="nofollow" target="_blank" title="Zur Konditionenübersicht für die KfW-Förderung" href="https://www.kfw-formularsammlung.de/KonditionenanzeigerINet/KonditionenAnzeiger?Bankengruppe=1392435951&amp;ProgrammNameNr=124%20134%20151%20152%20153%20159%20167%20148%20199%20200%20201%20202%20203%20204%20208%20215%20218%20219%20233%20234%20169%20170%20172%20173%20174%20175%20176&amp;kfwnl=Zinsaenderungen.30-01-2014.425717">Konditionenübersicht</a>. <br /></p> KfW http://www.energie-fachberater.de/bilder/beratung-foerdermittel/foerderung/euromuenzen-euroscheine-kfw-bildarchiv-fotograf-thomas-klewar.jpg Die aktuelle Zinserhöhung der KfW betrifft unter anderem Darlehen für den barrierefreien Umbau Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar http://www.energie-fachberater.de/news/zinsaenderung-kfw-foerderung.php 13.07.2017 Was kostet die Fassadensanierung? Maßnahmen und Kosten im Überblick Die Fassade schützt das Haus vor Wind und Wetter. Sie ist tagtäglich wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt, wodurch Schäden im Laufe der Zeit nicht ausbleiben. Wenn die Farbe abblättert oder der Putz bröckelt, müssen Hausbesitzer handeln. Aber welche Möglichkeiten gibt es und wie hoch sind die Kosten der Fassadensanierung eigentlich? <p>Abhängig vom Anlass der Arbeiten haben Hausbesitzer verschiedene Möglichkeiten, die Fassade wieder auf Vordermann zu bringen. Angefangen von einem neuen Anstrich oder kleineren Ausbesserungen am Putz, können sie diesen dabei auch komplett neu aufbringen oder mit einer Vorhangfassade versehen. Die Kosten der Fassadensanierung steigen dabei mit dem Aufwand der nötigen Arbeiten.<br /><br /><strong>Kosten für einen neuen Anstrich der Fassade</strong><br />Durch einen neuen Anstrich erstrahlt das eigene Haus in neuem Glanz. Die Maßnahme ist vergleichsweise günstig und mit etwas handwerklichem Geschick auch selbst zu erledigen. Abhängig vom Untergrund müssen die Fassadenflächen dabei unter Umständen von Algen sowie Pflanzenresten befreit und grundiert werden. Neben der neuen Farbe ist darüber hinaus vor allem bei größeren Häusern oft auch ein Gerüst erforderlich.<br /></p><ul><li>Die Kosten dieser Fassadensanierung belaufen sich auf rund 2 bis 5 Euro pro Quadratmeter für die Grundierung und 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter für die Farben.</li><li>Ist ein Gerüst erforderlich, kommen noch einmal 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter hinzu.</li><li>Soll ein Maler die Fassade streichen, schlagen die Lohnkosten mit rund 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter zu Buche. </li></ul><p><strong>Kosten für Ausbesserungsarbeiten am Putz</strong><br />Wenn der alte Putz reißt oder bröckelt, sollten Hausbesitzer nicht lange mit einer Sanierung warten. Denn durch die Schäden gelangt Feuchtigkeit in das Mauerwerk und weitere Probleme können entstehen. Um dabei teure Folgekosten zu vermeiden, lohnt es sich einen Experten hinzuziehen. Hat dieser die Ursachen geklärt, können Hausbesitzer einzelne Stellen mit einer geeigneten Spachtelmasse oder speziellem Putz ausbessern lassen. Die Kosten der Fassadensanierung durch einen Handwerker belaufen sich dabei auf rund 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter.<br /><br /><strong>Kosten der Fassadensanierung mit neuem Putz</strong><br />Für eine Putzerneuerung haben Hausbesitzer zwei Möglichkeiten. Ist der alte Putz noch tragfähig, reicht es meistens, einen neuen <a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/der-richtige-oberputz-fuer-die-gestaltung-der-fassade.php" title="Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade">Deckputz (Oberputz)</a> aufzubringen. Das ist vergleichsweise günstig und funktioniert auch ohne eine Dämmung. Wenn der Zustand der alten Fassadenbeschichtung jedoch schlecht ist, muss diese zunächst entfernt werden. Anschließend bringen Handwerker die von der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten Dämmmaterialien sowie einen neuen Putz auf. <br /></p><ul><li>Die Kosten der Fassadensanierung für einen neuen Deckputz / Oberputz belaufen sich auf rund 25 bis 30 Euro pro Quadratmeter. <br /></li><li>Ist die alte Beschichtung vorher abzuschlagen, steigen die Ausgaben auf etwa 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter. <br /></li><li>Kommt zusätzlich ein Gerüst zum Einsatz, können Hausbesitzer mit Extrakosten von 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter rechnen. </li></ul><p><strong>Kosten einer neuen Fassadendämmung</strong><br />Geht es um die Sanierung einer Fassade, kann auch eine neue <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/index.php" title="Fassadendämmung" >Fassadendämmung </a>nötig sein. Denn die wird von der Energieeinsparverordnung immer dann gefordert, wenn Hausbesitzer mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche erneuern oder eine plattenartige Verkleidung (Vorhangfassade, Klinker, etc.) auf der Außenseite anbringen. Die Kosten der Fassadensanierung mit Dämmung belaufen sich dabei auf 15 bis 250 Euro pro Quadratmeter einschließlich der neuen Fassadenbekleidung. <br /><br /><strong>Kosten für eine neue Fassadenbekleidung</strong><br />Alternativ zum neuen Putz können sich Hausbesitzer auch für eine andere Art der <a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/fassadenbekleidung/index.php" title="Fassadenbekleidung" >Fassadenbekleidung </a>entscheiden. Zur Auswahl stehen dabei zum Beispiel Klinker, Schiefer, Kunststoffelemente, Holzverkleidungen, Metall oder andere Vorhangfassaden. Die Möglichkeiten sind vergleichsweise langlebig, aber auch teuer. Denn sie dürfen in der Regel nicht ohne Dämmung angebracht werden. Die Kosten der Fassadensanierung durch eine neue Bekleidung ähneln denen für einen neuen Putz und unterscheiden sich lediglich im Preis für die Beschichtung. <br /></p><ul><li>Während neue Klinker dabei mit rund 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen, kostet eine Schiefereindeckung der Fassade rund 60 bis 200 Euro pro Quadratmeter. <br /></li><li>Für Kunststoffelemente müssen Hausbesitzer hingegen mit 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter rechnen. <br /></li><li>Planen sie eine neue Vorhangfassade, zum Beispiel mit Holz oder Faserzementplatten, schlägt diese mit rund 100 bis 250 Euro pro Quadratmeter zu Buche.</li></ul><p><strong>Fördermittel für sinkende Ausgaben: Förderung für die Fassadensanierung</strong><br />Lassen Hausbesitzer auch eine neue Dämmung anbringen, bekommen sie eine Förderung der KfW. Zur Auswahl stehen dabei günstige Kredite und einmalige Zuschüsse in Höhe von 10 Prozent der Kosten der Fassadensanierung. Die Mittel gibt es jedoch nur dann, wenn der energetische Stand die Anforderungen der EnEV übertrifft und ein Energieberater die Maßnahme bestätigt. Alles Wichtige zu den Voraussetzungen und der richtigen Beantragung der Maßnahmen erklären wir im Beitrag <a href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/foerderung-fuer-die-fassadendaemmung.php" title="Förderung für die Fassadendämmung">Förderung für die Fassadendämmung</a>. Wer keine Förderung in Anspruch nehmen kann, sollte die <a href="/inhalte/beratung-foerdermittel/foerderung/lohnkosten-fuer-handwerker-von-der-steuer-absetzen.php" title="Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen">Handwerkerkosten von der Steuer absetzen</a>.<br /><br /><br />*Wir haben die Kosten für eine Fassadensanierung sorgfältig recherchiert. Es handelt sich jedoch um Durchschnittswerte für eine erste Kalkulation. Je nach Region, Zustand der Fassade und ausgewählten Materialien können die tatsächlichen Kosten auch davon abweichen. Sicherheit über die Kosten erhalten Hausbesitzer mit einem <a href="/inhalte/angebote-preisvergleiche/malerarbeiten-angebote.php" title="Was kosten die Arbeiten an Wand oder Fassade?">Handwerker-Angebot</a>.&#160;</p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/putze-farben/farbige-hausfassaden-energie-fachberater.JPG Kosten der Fassadensanierung sind vergleichsweise günstig, wenn nur ein Anstrich erfolgt Foto: Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/was-kostet-die-fassadensanierung.php 13.07.2017 Die EnEV 2014 gilt auch bei Fassadensanierung Bei Erneuerung von Putz oder Bekleidung Vorgaben beachten Sie wollen den Putz Ihrer Fassade oder die Fassadenbekleidung erneuern? Dann kann das ein Fall für die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) sein! Denn manchmal muss bei einer Fassadensanierung gleichzeitig eine Fassadendämmung eingebaut werden, wenn noch keine vorhanden ist, erklärt Experte Matthias Dörr. <p>In der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) ist nämlich festgehalten, dass bei einer Erneuerung der Fassade gleichzeitig der Wärmeschutz mit einer Fassadendämmung verbessert werden muss. Und zwar in diesen Fällen:</p><ul><li>wenn auf der Außenseite Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden oder</li><li>wenn der Außenputz erneuert wird.<br /></li></ul><ul></ul><p>Dabei gelten dann die Anforderung der EnEV 2014 an Außenwände, also der maximale U-Wert von 0,24 W/(m²·K). Als Putzerneuerung gelten dabei aber keine Ausbesserungen und auch nicht das neue Auftragen von Putz und Farbe auf den vorhandenen Außenputz. Wann genau die EnEV-Anforderungen an Außenwände greifen und was als Putzerneuerung gilt, hat das <a target="_blank" rel="nofollow" title="zur EnEV-Auslegung, zusammengestellt vom DiBt" class="pdf" href="https://www.dibt.de/de/Service/data/EnEG_Staffel20.pdf">Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in einer aktuellen Auslegung (S. 4/5)</a> zusammengestellt. <br /></p> <p>Das gilt allerdings nicht für denkmalgeschützte Häuser und für Außenwände, die unter Einhaltung energiesparrechtlicher Vorschriften nach dem 31. Dezember 1983 errichtet oder erneuert worden sind.<br /></p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/altbau-baugeruest-fassadensanierung-kfw-bildarchiv-fotograf-thomas-klewar.jpg Wenn Hausbesitzer eine Fassadensanierung planen, sollten sie sich zuerst über die Vorgaben der EnEV 2014 informieren Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/die-enev-gilt-auch-bei-fassadensanierung.php 11.07.2017 Fassadensanierung richtig vorbereiten Eignung der neuen Beschichtung vorher überprüfen Bevor der neue Putz aufgetragen wird, müssen Hausbesitzer einige Vorbereitungen treffen. Experte Frank Frössel weiß, wie die Fassade Schritt für Schritt startklar für die Sanierung gemacht wird. <p><strong>1. Schritt</strong><br style="font-weight: bold;" /> Lose Teile, Staub oder Schmutz sowie allgemein haftungsmindernde Schichten oder Reste müssen vor der Fassadensanierung vollständig entfernt, weiche oder nicht tragfähige Untergründe vor dem Beschichten verfestigt werden.<br /> <br /><strong> 2. Schritt</strong><br /> Der Untergrund sollte in einem bestimmten Umfang kapillar saugfähig sein, so dass Teile des Anmachwassers oder der Wirkstoffe eindringen können. Andererseits darf die Wasseraufnahme des Untergrundes nicht so groß sein, dass die Gefahr eines "Verdurstens" der Beschichtung besteht. Je nach Untergrundbedingungen muss also der Untergrund der Fassade gut vorgenässt werden (bei mineralischen Putzen). Oder er wird mit einer Aufbrennsperre beziehungsweise Grundierung (bei mineralischen und organisch gebundenen Putzen) versehen.<br /> <br /><strong> 3. Schritt</strong><br /> Konstruktionselemente und Bauteile, die mit dem Putz nicht in Berührung kommen dürfen (z. B. Holz, Fachwerkkonstruktionen, Stahlträger etc.) müssen vor dem Verputzen fachgerecht abgedeckt und mit einem geeigneten Putzträger überspannt werden. Über Dehnungs- und Bewegungsfugen des Bauwerks darf der Putz nicht aufgezogen werden, hier ist eine Trennung durch geeignete Putzprofile sinnvoll. Auch ungeschützte Rohrleitungen dürfen nicht überputzt werden.<br /> <br style="font-weight: bold;" /> <strong>4. Schritt</strong><br /> Ist der Untergrund der Fassade für die ausgewählte Beschichtung geeignet? Das sollten Hausbesitzer vorher prüfen! Dagegen sprechen können unter anderem: größere Unebenheiten, Ausblühungen und Salzkristallisationen, Spannungs- oder Setzrisse, zu glatte Oberflächen, zu starke Restfeuchte, gefrorene Flächen oder mikrobielle Belastungen. Der Feuchtigkeitsgehalt des Fassaden-Untergrundes muss für die nachfolgende Beschichtung bekannt sein, da für Holz, Beton, Porenbeton, Ziegel, Kalksandstein, Faserzement, Putz und Wandbauplatten aus Gips entsprechend ihrer Materialeigenschaften unterschiedliche Werte gelten. Eine Augenscheinprüfung reicht in der Regel nicht aus, so dass eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden muss. <br /></p> <p> <strong>Weiterlesen im Thema:</strong><br /></p><ul><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/in-welchem-zustand-befindet-sich-ihre-fassade.php" title="In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade?" >Untergrundprüfung: In welchem Zustand befindet sie die Fassade?</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/die-richtige-grundierung-fuer-die-fassadensanierung.php" title="Die richtige Grundierung für die Fassadensanierung" >Die passende Grundierung für die Fassadensanierung</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/den-unterputz-richtig-auswaehlen.php" title="Den Unterputz richtig auswählen" >Den Unterputz richtig auswählen</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/der-richtige-oberputz-fuer-die-gestaltung-der-fassade.php" title="Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade" >Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade</a><br /></li></ul> Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/benetzungsprobe-fassade-wasserflasche-frank-froessel.jpg Mit einer Benetzungsprobe können Wasseraufnahme und Saugverhalten der Oberfläche der Fassade bestimmt werden. So lassen sich auch feine Risse im Beton oder Putz der Fassade erkennen Foto: Frank Frössel http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/fassadensanierung-richtig-vorbereiten.php 09.07.2017 Die wichtigsten Tipps zur Fassadenbegrünung Mit diesen Tipps erleben Sie an Ihrer Fassade ein grünes Wunder Um im Grünen zu wohnen, muss man nicht unbedingt mitten aufs Land ziehen. Mit einer Fassadenbegrünung können sich Hausbesitzer das gewünschte Immergrün direkt ans Haus holen. Doch auch wenn es manchmal so aussieht: Dem Wildwuchs von Efeu & Co sollte man die Grünfassade nicht überlassen, er kann Schäden verursachen. Wer die Fassade begrünen will, sollte diese Tipps beachten. <p><strong>Die richtige Planung</strong><br />Kein Traum in Grün ohne eine gute Planung! Denn das schöne Grün ist auch eine Belastung für die Fassade. Vor der Fassadenbegrünung gibt es deshalb einige Fragen zu klären: Ist die Fassade belastbar und tragfähig? Zuallererst sollte ein Fachmann einbestellt werden, um Konstruktion und Beschaffenheit der Fassade zu überprüfen.<br /><br /><strong>Die richtige Konstruktion</strong><br />Es gibt zwei Arten der Fassadenbegründung, die boden- und die wandgebundene Begrünung. Die bodengebundene ist die klassische Variante. Bei ihr ranken die Pflanzen entweder direkt an der Wand oder an einer Kletterhilfe empor. Bei der wandgebundenen Grünfassade werden bepflanzte Vliestaschen, Substratkästen oder Ähnliches an einer Unterkonstruktion befestigt. Sie stellt weniger Ansprüche an die Tragfähigkeit der Fassade. Bewässerung, Pflege und Nährstoffversorgung sind jedoch kostenintensiver. Dafür bietet sie mehr Freiraum bei der Wahl der Pflanzen.<br /><br /><strong>Die richtigen Pflanzen</strong><br />An wandgebundenen Grünfassaden finden sogar farbenprächtige Frühlingsblüher wie Krokus, Hyazinthe und Narzisse ein Plätzchen. Bei der Auswahl der Pflanzen sollten Hausbesitzer neben der Optik auch den Pflegeaufwand und die Standortbedingungen im Blick haben. Geeignet sind verschiedene mehrjährige, aber auch einjährige Pflanzen, die für Abwechslung an der Fassade sorgen. Eines muss die Pflanze natürlich können: gut klettern. Viele Kletterpflanzen wie Kapuzinerkresse, Duftwinde, Rose oder Hopfenstauden benötigen dazu eine belastbare und tragfähige Kletterhilfe. Das können Seile, Stäbe oder Gitter sein. Efeu und wilder Wein kommen ohne aus: Dank ihren Haftwurzeln oder Haftscheiben krallen sie sich an der Wand fest und erklimmen so langsam, aber sicher die Fassade.<br /><br /><strong>Die richtige Pflege</strong><br />Ohne Pflege geht es bei der Fassadenbegrünung nicht. Einmal im Jahr sollte die Grünfassade zurückgeschnitten werden. Wildwuchs sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern kann an der Fassade auch Schäden verursachen. Werden die Pflanzen nicht rechtzeitig gebändigt, suchen sie sich Halt in Rissen und Löchern des Putzes und hinterlassen bei der Entfernung ihre Haftorgane - ein unansehnlicher Albtraum in Braun. Deshalb ist es auch sehr wichtig, Pflanze und Kletterhilfe aufeinander abzustimmen.<br /><br /><strong>Grünfassade verbessert Wärme- und Schallschutz</strong><br />Wer diese Tipps beachtet, wird an der Fassade sicher sein grünes Wunder erleben. Eine Grünfassade ist übrigens nicht nur ein optisches Highlight, sondern hilft auch beim Energiesparen und dient als Schutz gegen Verwitterung und Lärm, da die Pflanzenschicht - ähnlich einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade - wie eine zusätzliche Dämmung wirkt. Nur, dass in der "Biofassade" auch zahlreiche Insekten und Kleintiere ein Zuhause finden. <br /></p> Immowelt AG http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/haus-begruente-fassade-hans-palm-nabu-kempen.JPG So einen Traum in Grün wünschen sich viele Hausbesitzer an ihrer Fassade. Das Gute: Eine Fassadenbegrünung ist kein Hexenwerk Foto: Hans Palm / NABU Kempen http://www.energie-fachberater.de/fassade/die-wichtigsten-tipps-zur-fassadenbegruenung.php 08.07.2017 Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade Beim Putz Funktion und Optik berücksichtigen Beim Oberputz sollen nicht nur Funktion und Eigenschaften passen, auch die Optik muss stimmen. Denn für Hausbesitzer ist der Putz wichtiges Gestaltungsmittel für die Fassade, die den Charakter des Hauses unterstreichen soll. Dennoch lohnt es sich, auch einen Blick auf die Eigenschaften des Oberputzes zu werfen, damit die Fassade lange schön bleibt. Wissenswertes in Sachen Putz von Sanierungsexperte Frank Frössel. <p>Im Gegensatz zum Unterputz ist der Oberputz in der Regel ein Dünnschichtputz. Ausnahme ist nur der so genannte Edelkratzputz, der im Vergleich zu anderen Oberputzen dickschichtig aufgetragen wird. Der Oberputz soll eine dekorative, optische und Struktur gebende Funktion erfüllen und muss gleichzeitig bauphysikalischen Anforderungen entsprechen. So muss er als Witterungsschutz der Fassade gegenüber physikalischen, chemischen und biologischen Angriffen resistent sein und den darunter liegenden Unterputz sowie den Putzträger (in der Regel das Mauerwerk) schützen. Die Eigenschaften eines Oberputzes hängen im Wesentlichen von seinem Bindemittel ab. Das Bindemittel bestimmt die Härte und Festigkeit, die Diffusionsfähigkeit und die Witterungsbeständigkeit, die Elastizität und Rissüberbrückung, den pH-Wert und die Farbtonstabilität sowie letztendlich auch, welcher Putz sich für den jeweiligen Untergrund der Fassade eignet. Es gibt organisch gebundene und mineralische (anorganische) Oberputze in weiß und getönt sowie in verschiedenen Korngrößen und Putzstrukturen.<br /><br /><strong>Silikon-, Kunstharz oder mineralischer Putz?</strong><br />Zu den organisch gebundenen Oberputzen gehören die Kunstharz- und Siliconharzputze. <strong>Kunstharzputze </strong>sind in ihrer Druck- und/ oder Zugfestigkeit nicht schlechter als ein mineralischer Oberputz. Ihr großer Vorteil ist die Elastizität und große Farbtonauswahl sowie Wasserabweisung, dafür muss die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit schlechter eingestuft werden. <strong>Siliconharzputze</strong> bestehen aus einer Dispersion und einem Siliconharz, wobei es zwischen den Herstellern große Unterschiede gibt. Siliconharzputze besitzen eine hohe Wasserabweisung und sind dennoch diffusionsoffen. Ihre Farbtonauswahl ist gegenüber den Kunstharzputzen etwas eingeschränkt, in der Regel aber immer noch etwas umfangreicher als bei den Mineral- und Silikatputzen. Ein organisch gebundener Putz trocknet rein physikalisch, in dem die im Wasser befindlichen Dispersionsteilchen bei der Verdunstung des Wassers langsam zusammen fließen. Die <strong>Kalk-, Kalkzement- oder Silikatputze</strong> werden den mineralischen Oberputzen zugeordnet. In ihrem Diffusionsverhalten (Durchlässigkeit für Wasserdampf) sind Mineral- und Silikatputze unerreicht. Dafür sind sie kaum elastisch und können nur eingeschränkt eingefärbt werden. Mineralische Oberputze binden durch chemische Härtung ab. Bei den Silikatputzen dagegen findet eine physikalische Trocknung (Dispersionsanteil) und chemische Härtung (Wasserglas, Silikat) statt.<br /><br /><strong>Putz-Struktur für die Gestaltung der Fassade</strong><br />Putzstrukturen werden als Kratz- oder Scheibenputz, Rillen- oder Reibeputz, Modellier-, Waschel- oder Landhausputz angeboten, wobei es für diese Putzstrukturen regional und je nach Hersteller verschiedene Bezeichnungen gibt (wie zum Beispiel Vollabrieb, Münchener Rauputz, Kellenputz usw.). Daneben gibt es auch Oberputz, der gefilzt oder geglättet werden kann.<br /><br />Bauphysikalisch betrachtet gibt es keinen idealen Oberputz, weil jedes Haus seine individuellen Anforderungen hat. Generell gilt, dass Oberputze auf Grund der thermischen und hygrischen Wechselwirkungen eine hohe Wasserabweisung haben und dennoch ausreichend wasserdampfdiffusionsoffen sein müssen, eine gewisse Elastizität besitzen müssen und dennoch keine Eigenspannung aufbauen dürfen. Aufgrund der zunehmenden Umweltbelastung muss der Oberputz auch gegen mikrobiellen Befall resistent sein. Hoch alkalische Putze wie Kalk-Zementputze oder Silikatputze erreichen dies aufgrund ihres hohen pH-Wertes, ein organisch gebundener Oberputz muss dagegen biozid ausgerüstet werden.<br /><br />Darüber hinaus unterscheiden sich organisch gebundene und mineralische (anorganische) Oberputze in ihrer Farbtonauswahl und -stabilität (Fleckenbildung, Ausblühungen, Hellbezugswert, intensive Farbtöne). <br /><br /><a target="_blank" title="Wesentliche Eigenschaften der verschiedenen Oberputze" class="pdf" href="/dokumente/fassade/fassadensanierung/putze-farben/Tabelle-Eigenschaften-Oberputz.pdf">Tabelle: Wesentliche Eigenschaften der verschiedenen Oberputze<br /></a></p> <p class=""><strong>Weiterlesen im Thema:</strong><br /></p><ul><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/in-welchem-zustand-befindet-sich-ihre-fassade.php" title="In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade?" >Untergrundprüfung: In welchem Zustand befindet sie die Fassade?</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/fassadensanierung-richtig-vorbereiten.php" title="Fassadensanierung richtig vorbereiten" >Fassadensanierung richtig vorbereiten</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/die-richtige-grundierung-fuer-die-fassadensanierung.php" title="Die richtige Grundierung für die Fassadensanierung" >Die passende Grundierung für die Fassadensanierung</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/den-unterputz-richtig-auswaehlen.php" title="Den Unterputz richtig auswählen" >Den Unterputz richtig auswählen</a><br /></li></ul> Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/putze-farben/oberputz-frank-froessel.jpg Im Gegensatz zum Unterputz hat der Oberputz auch eine dekorative, optische und Struktur gebende Funktion zu erfüllen und muss gleichzeitig als Witterungsschutz die Fassade schützen Foto: Frank Frössel http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/putze-farben/der-richtige-oberputz-fuer-die-gestaltung-der-fassade.php 07.07.2017 Alte Fassadendämmung: WDVS aufdoppeln statt abreißen In die Jahre gekommenes Wärmedämmverbundsystem sanieren Wärmedämmungen für die Außenwände gibt es schon seit Jahrzehnten. Doch viele Fassadendämmungen der vor 20 oder 30 Jahren sanierten Häuser sind weniger als 10 Zentimeter dick und entsprechen damit nicht mehr dem Stand der Technik eines guten Wärmeschutzes. Was also tun, wenn Reparaturen, eine Putzausbesserung oder Neugestaltung der Fassade ansteht? Am besten das WDVS aufdoppeln und nicht abreißen, so der Rat der Fachleute. <p>Durchschnittlich 35 Jahre beträgt die Haltbarkeit eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS), der häufigsten Art der Fassadendämmung. Wer sein Haus vor 20 oder 30 Jahren saniert hat, wird Schäden durch die Witterung und andere Belastungen beobachten können. Dann stellt sich schnell die Frage: Muss das WDVS aufwendig entfernt und entsorgt werden? Ist eine neue Fassadendämmung nach heutigen Standards erforderlich? Erfreulicherweise wird die Antwort in vielen Fällen lauten: Das Wärmedämmverbundsystem kann mit einer Sanierung wieder fit für die Zukunft gemacht werden!<br /><br /><strong>Alte Fassadendämmung kann durch Aufdoppelung wieder fit gemacht werden</strong><br />Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat 2016 eine Studie durchgeführt, die technische Möglichkeiten, Potenziale, Erfahrungen und Wirtschaftlichkeit einer Aufdoppelung älterer Wärmedämmverbundsysteme aufzeigt. Das Ergebnis: Wer schon ein altes WDVS an den Außenwänden hat, kann diese Wände noch ein weiteres Mal dämmen. Ein in die Jahre gekommenes Wärmedämmverbundsystem kann durch eine so genannte Aufdoppelung verbessert werden. Im Wesentlichen werden dabei eine zweite Dämmschicht und ein neuer Putz aufgebracht. Sinnvoll ist das vor allem dann, wenn die Dämmung weniger als 10 Zentimeter dick ist.<br /><br /><strong>Zweite Dämmschicht macht WDVS zukunftsfähig</strong><br />Damit an den Außenwänden ein zeitgemäßer U-Wert von höchstens 0,20 W/(m²*K) erreicht wird, können die Häuser problemlos mit einem zweiten Wärmedämmverbundsystem nachgerüstet werden. Ist beispielsweise ein Alt-WDVS mit einer Dämmschichtdicke von 6 Zentimetern auf einem üblichen Mauerwerk vorhanden, so wird ein guter U-Wert mit einer zweiten, 10 Zentimeter dicken Dämmschicht mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m*K) erreicht.<br /><br />Das IFAM hat an vier Modellgebäuden untersucht, dass in Bezug auf die Außenwandfläche durch die Aufdoppelung eine Endenergieeinsparung von 19,4 bis 27,2 kWh/(m²*a) erzielt werden kann. Im Durchschnitt können etwa 22,0 kWh/(m²Wand*a) erreicht werden. Das entspricht einer Kostensenkung von circa 1,35 Euro bei Erdgas und 2,20 Euro bei Fernwärme pro Quadratmeter Wandfläche eines Hauses pro Jahr.<br /><br /><strong>Guter Zeitpunkt für neues Wärmedämmverbundsystem ist Fassadensanierung</strong><br />Wird an der Fassade gearbeitet - sei es wegen einer Putzausbesserung, Neugestaltung oder einem frischen Anstrich - ist das ein guter Zeitpunkt für die WDVS-Aufdoppelung. Bei einer Umfrage nach Erfahrungen mit Aufdoppelungen gaben die Hauseigentümer vor allem Schäden am Alt-System und die Verbesserung des Wärmeschutzes als Gründe für die Entscheidung zur Aufdoppelung an. Hausbesitzer sollten aber darauf achten, dass die neue Dämmung ausdrücklich für die WDVS-Sanierung zugelassen ist. &#160;</p> IFAM / Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/daemmung/fassadendaemmung/waermedaemm-verbundsystem-wdvs/aufdoppelung-waermedaemmverbundsystem-fv-wdvs-sto.jpg Alte WDVS können durch eine Aufdoppelung saniert werden Foto: FV WDVS / Sto http://www.energie-fachberater.de/daemmung/fassadendaemmung/waermedaemm-verbundsystem-wdvs/alte-fassadendaemmung-wdvs-aufdoppeln-statt-abreissen.php 06.07.2017 Zuschüsse für Einbruchschutz + Barrierefreiheit zügig beantragen Hohe Nachfrage bei KfW-Förderung / Fördergelder werden knapp Schon im letzten Jahr sind in der zweiten Jahreshälfte viele Hausbesitzer leer ausgegangen, als es um die Zuschüsse der KfW für Einbruchschutz und Barrierefreiheit ging. 2017 wurden die Fördermittel deutlich aufgestockt, aber auch jetzt ist die Nachfrage hoch. Die KfW weist interessierte Hausbesitzer deshalb darauf hin, dass sie ihre Vorhaben zügig planen und den Zuschuss zeitnah beantragen sollten! <p>Die<a href="/inhalte/beratung-foerdermittel/foerderung/foerdermittel/kfw-foerderung-fuer-mehr-einbruchschutz.php" title="KfW-Förderung für mehr Einbruchschutz"> Zuschüsse für Einbruchschutz</a> und ein <a href="/inhalte/innenausbau/bad/foerderung-fuer-den-barrierefreien-badumbau.php" title="Förderung für die barrierefreie Badsanierung">barrierefreies Bad</a> sind der Renner unter den KfW-Förderungen zur Haussanierung. 10 Prozent ihrer Kosten können sich private Hauseigentümer und auch Mieter von Staat als Zuschuss zurückholen. Die hohe Nachfrage in beiden Zuschussvarianten veranlasste die KfW jetzt, interessierte Hausbesitzer auf eine zeitnahe Planung und Antragstellung hinzuweisen, bevor die Fördermittel ausgeschöpft sind.<br /><br /><strong>Einfacher Antrag auf KfW-Zuschüsse mit Sofortzusage</strong><br />Der große Vorteil: Im Gegensatz zu den Förderungen der KfW muss kein weiterer Sachverständiger hinzugezogen werden. Der Antrag auf den Zuschuss für Einbruchschutz oder Barrierefreiheit kann einfach online gestellt werden, Hausbesitzer erhalten dann eine Sofortzusage für die Förderung. Auch den Abruf der Fördergelder nach Fertigstellung der Arbeiten hat die KfW vereinfacht. Hier fordert die KfW keine Fachunternehmerbestätigung mehr ein. Hilfreich ist die Bestätigung jedoch für Hausbesitzer weiterhin, denn der Fachhandwerker bestätigt ihm damit die fachgerechte Ausführung seiner Arbeiten. <strong>Aber Achtung: Wie immer muss der Antrag für den Zuschuss vor Beginn der Arbeiten bei der KfW gestellt werden! Eine nachträgliche Antragstellung ist nicht möglich.</strong><br /><br /><strong>Heimwerker können KfW-Zuschuss für Materialausgaben beantragen</strong><br />Wer handwerklich begabt ist, kann den KfW-Zuschuss für die Materialkosten erhalten. Der Antrag lohnt sich ab Ausgaben von mindestens 500 Euro für Technik und Material zum Einbruchschutz oder mindestens 2.000 Euro für ein barrierefreies Bad. Ein Blick ins Programm-Merkblatt der KfW verrät, was für den Förderbonus bei Planung, Kauf und Einbau berücksichtigt werden muss. Einziger Knackpunkt: Ein Fachunternehmen muss die fachgerechte Durchführung und die Materialkosten in diesem Fall bestätigen.&#160;</p> febis Service GmbH / Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/innenausbau/bad/bad-dusche-barrierefrei-mutter-kind-kfw-bildarchiv-fotoagentur-photothek.jpg Die Zuschüsse für Einbruchschutz und ein barrierefreies Bad sind der Renner bei der KfW-Förderung. Wer Pläne in diese Richtung hat, sollte den Antrag auf Förderung zügig stellen Foto: KfW-Bildarchiv/Fotoagentur: photothek.net http://www.energie-fachberater.de/news/zuschuesse-fuer-einbruchschutz-und-barrierefreiheit-zuegig-beantragen.php 05.07.2017 Innendämmung versus Außendämmung der Fassade Checkliste erleichtert Hausbesitzern die Entscheidung Die Außenwände machen den größten Flächenanteil der Gebäudehülle aus. Deshalb geht über die Fassade, sofern sie über keine ausreichende Wärmedämmung verfügt, auch am meisten Energie verloren. Die Dämmung der Fassade ist die beste Lösung, um diesen unnötigen Energieverlust zu vermeiden und Heizkosten zu sparen. Die Außenwände können entweder von außen oder von innen gedämmt werden. <p>Egal ob Außendämmung oder Innendämmung, die Wärmedämmung der Fassade verringert Energieverluste erheblich. Die Wärmeflucht von innen nach außen wird unterbunden und die kostbare Heizwärme bleibt dort, wo sie gebraucht wird: im Inneren des Hauses. Doch wo hingegen die Dämmung angebracht werden soll, ist vielen Hausbesitzer nicht ganz klar. Ist eine Außendämmung oder eine Innendämmung die bessere Lösung? Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. </p> <p><strong>Vor- und Nachteile der Außendämmung</strong><br />Durch die Außendämmung der Fassade geht kein kostbarer Wohnraum verloren und das Innere des Hauses bleibt von den Sanierungsmaßnahmen verschont. Diese Variante ist die effizienteste Form der Fassadendämmung. Außerdem lässt sich die Außendämmung prima mit einer optischen Sanierung der Fassade verbinden, die ohnehin früher oder später fällig wird. So können Hausbesitzer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das bringt auch einen Preisvorteil. Allerdings ist auch außen nicht immer ausreichend Platz für einen Dämmung vorhanden. Außerdem ist ein teures Gerüst notwendig. </p> <p><strong>Vor- und Nachteile der Innendämmung</strong><br />Bei der Innendämmung sparen sich Hausbesitzer die Kosten für das Gerüst. Dafür geht durch die Dämmung von innen kostbarer Wohnraum verloren - auch wenn inzwischen sehr dünne Hochleistungsdämmstoffe zur Verfügung stehen. Die sind allerdings auch nicht ganz billig. Mit rund 70 Euro pro Quadratmeter ist die Innendämmung teuer als die Außendämmung. Dazu kommt die Belastung der Innenräume durch die Arbeiten - eine Innendämmung ist nicht ganz einfach in der Ausführung und muss von Haus zu Haus individuell geplant werden. </p> <p>Kurzum kann festgehalten werden: Eine Innendämmung kommt dann zum Einsatz, wenn ein Gebäude nicht von außen gedämmt werden kann. Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil…<br /></p><ul><li>das Haus über eine Sicht-Fachwerk-Fassade oder über eine anderweitig erhaltenswerte Fassade verfügt.</li><li>die Fassade des Hauses unter Denkmalschutz steht.</li><li>die Außendämmung der Fassade die Grundstücksgrenze überschreiten würde und der Nachbar nicht einwilligt.</li><li>eine Eigentumswohnung unabhängig vom Gebäude gedämmt werden soll.</li></ul><p>Übrigens: Bei zweischaligem Mauerwerk kommt natürlich auch eine Dämmung in Frage, die weder außen noch innen, dafür aber zwischen den Mauerwerksschalen angebracht wird. Die so genannte Kerndämmung ist in diesem Fall die einfachste und oft auch günstigste Form der Fassadendämmung.<br /></p> <p><strong>KfW-Förderung kommt für Innendämmung und Außendämmung in Frage</strong><br />Egal ob Innendämmung oder Außendämmung der Fassade - mit der Investition in die Fassadendämmung stehen Hausbesitzer nicht alleine da. Damit eine <a title="Förderung für die Fassadendämmung" href="/inhalte/daemmung/fassadendaemmung/foerderung-fuer-die-fassadendaemmung.php">KfW-Förderung für die Fassadendämmung</a> beantragt werden kann, sollte schon bei der Planung geprüft werden, welche technischen Mindestanforderungen die Dämmung erfüllen muss, damit ein Zuschuss oder zinsgünstiger Kredit der KfW gewährt wird.<br /></p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/altbau-fassade-geruest-kfw-torsten-george.jpg Im Normalfall wird die Fassade von außen gedämmt. Eine Außendämmung bietet sich an, wenn ohnehin eine Fassadensanierung ansteht Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Torsten George http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/altbau-fachwerk-fassade-kfw-bildarchiv-thomas-klewar.jpg Bei Häusern mit Fachwerk-Fassade oder einer Fassade unter Denkmalschutz bietet sich eine Innendämmung der Außenwände an Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar http://www.energie-fachberater.de/daemmung/fassadendaemmung/innendaemmung-versus-aussendaemmung-der-fassade.php 05.07.2017 Möglichkeiten der Fassadenbekleidung im Überblick Klinker, Holz & Metall setzen individuelle Akzente an der Fassade Mit einer Fassadenbekleidung lässt sich das optische Erscheinungsbild eines Hauses vollkommen verändern. Die große Bandbreite an Bekleidungsmaterialien - von Holz und Metall über Kunststoff und Faserzement bis hin zu Klinker und Naturstein - lässt Hausbesitzern bei der Neugestaltung der Fassade alle Freiheit. Darüber hinaus bietet die Fassadenbekleidung Sicherheit und Schutz für die Bausubstanz. <p>Am verbreitetsten sind Fassadenbekleidungen aus Holz, Klinker oder Kunststoff. Möglich sind aber auch Fassaden aus Naturstein, Keramik, Kalksandstein, Metall oder Faserzement. Hausbesitzer können zudem zwischen unterschiedlichen Formaten - Schindeln, Paneelen, Kacheln, Riemchen, Platten - wählen sowie aus unterschiedlichen Verlegemustern, Farben und Oberflächenqualitäten. So lässt sich die Fassadenbekleidung perfekt auf das Design des Hauses abstimmen. Konstruktiv unterscheidet man die vorgehängte hinterlüftete Fassade vom zweischaligen Mauerwerk beziehungsweise der Verblendung der Fassade.<br /><br /><strong>Holzfassade</strong><br />Traditionell ist die Fassadenbekleidung aus Holz in den Gebirgs- und Mittelgebirgslagen verbreitet. Bei der Holzfassade wird die Fassade mit Holzschindeln, Holzlatten oder auch größeren Brettern verkleidet. Diese können naturbelassen oder farbig gestrichen werden. So oder so - Holz bringt Abwechslung an die Fassade. Als Baumaterial ist Holz nicht nur gut zu verarbeiten, sondern auch ökologisch. Bei richtiger Verwendung ist die Holzfassade lange haltbar und am Ende der Nutzungsdauer problemlos zu entsorgen. Bis dahin ist allerdings eine gute Pflege notwendig: Damit die Fassadenbekleidung aus Holz lange schön anzuschauen ist, muss sie regelmäßig mit pflegenden Holzschutzmitteln gestrichen werden. So ist sie besonders fernab der Bergregionen ein echtes Highlight.<br /><br /><strong>Ziegelfassade / Klinkerfassade</strong><br />Ziegelfassaden oder Klinkerfassaden sind im Norden verbreitet - kein Wunder, denn verklinkerte Fassaden sind sehr langlebig und wetterbeständig. Eine zweite Mauerschale aus Vormauerziegeln macht das Haus somit wetterfest und frostsicher. Dazu sehen die Klinker äußerst dekorativ aus. Fassadenziegel gibt es in unterschiedlichen Farben und Schattierungen, von der bekannten ziegelroten Variante über weiße oder schwarze Varianten bis hin zu Designziegeln. Auch unterschiedliche Oberflächenqualitäten - glatt, genarbt, besandet, geschält oder gebürstet - und die Kombination mit farbigem Fugenmörtel bringen interessante Kontraste ins Spiel. <br /><br /><strong>Keramikfassade</strong><br />Eine Alternative zu Klinker ist eine Fassadenbekleidung mit Riemchen aus Keramik oder auch Ziegeln. Sie ist preiswerter, auch weil die Riemchen direkt mit Mörtel auf die Fassade geklebt werden. Das tut ihrer Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit allerdings keinen Abbruch: Keramik-Riemchen sind äußerst frostbeständig und nicht brennbar. Neben Grobkeramik und Feinkeramik wird auch Terracotta eingesetzt.<br /><br /><strong>Kalksandsteinfassade</strong><br />Die dritte Variante bei den Verblendern ist Kalksandstein. Auch hier haben Hausbesitzer die Wahl zwischen einer zweischaligen Konstruktion oder flacheren Riemchen. Beide&#160; schützen die Fassade vor Feuchtigkeit und Verschmutzung. <br /><br /><strong>Natursteinfassade</strong><br />Für einen rustikalen Look sorgt die Natursteinfassade. Auch sie hat traditionelle Wurzeln und ist äußerst widerstandsfähig. Inzwischen gibt es vorproduzierte Natursteinfassaden. Original ist aber die - leider zeit- und kostenintensive - Stein-auf-Stein-Methode. Dabei bereichern unterschiedliche Steingrößen und verschiedene Bearbeitungstechniken wie Schleifen und Polieren die Auswahl an Naturstein-Varianten zusätzlich. <br /><br /><strong>Metallfassade</strong><br />Architekten lieben sie, Hausbesitzer sind noch skeptisch: die Metallfassade. Ein Hingucker ist eine Fassadenbekleidung aus Metall auf jeden Fall. Zudem sind Metallfassaden sehr witterungsbeständig und machen sich die Witterung sogar zunutze: Mit der Zeit entsteht bei vielen Metallen so erst die gewollte Patina. Neben Aluminium kommen Stahl, Kupfer, Messing, Blei, Zinn und Zink zum Einsatz, allerdings selten als Reinmetall, sondern meistens als Legierungen. <br /><br /><strong>Faserzementfassade</strong><br />Faserzement punktet als Bekleidungsmaterial mit unterschiedlichsten Formaten und Farben. Architektonisch besonders interessant ist die Gestaltung von Häusern aus einem Guss, bei der die Fassadenbekleidung durch eine Dacheindeckung aus Faserzement ergänzt wird. Faserzementfassaden sind witterungsbeständig und nicht brennbar, wartungsarm und äußerst langlebig.<br /><strong><br />Kunststofffassade</strong><br />Optische Vielfalt für einen kleinen Preis bieten Kunststofffassaden. Kunststofffassaden sind das Chamäleon bei der Fassadenbekleidung: Mit Kunststoff lassen sich praktisch alle Oberflächenformen nachbilden, sie sind in den unterschiedlichsten Farben, Formaten und Musterungen erhältlich. Hausbesitzer erhalten so zum Beispiel die optischen Vorzüge von Holz oder Stein vereint mit den Vorteilen des Materials Kunststoff: hohe Widerstandsfähigkeit, leichte Reinigung, einfache und schnelle Montage.&#160; <br /></p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/fassadenbekleidung/einfamilienhaus-holzfassade-kfw-bildarchiv-thomas-klewar.jpg Früher oft als naturbelassene Schindeln verbaut, kommt Holz heute in Form von farbigen Fassadenpaneelen zum Einsatz Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/fassadenbekleidung/fassade-daemmung-klinker-kfw-bildarchiv-thomas-klewar.jpg Im Norden besonders beliebt sind Klinker. Als zweite Mauerschale schützen sie die Fassade vor Wind und Wetter Foto: Kfw-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/fassadenbekleidung/moeglichkeiten-der-fassadenbekleidung-im-ueberblick.php 04.07.2017 Fassade: Energieeffizientes und attraktives Gesicht des Hauses Alles zu Fassadendämmung, Fassadensanierung, Putz und Farbe Sie sorgt dafür, dass wir mit dem berühmten ersten Blick schon einen Eindruck von einem Haus bekommen: die Fassade. Ob dieser Eindruck positiv oder eher negativ ausfällt, hängt viel vom Zustand der Bausubstanz ab. Sind Putz und Farbe frisch und ohne Schäden? Stimmen die Proportionen der Fassade, die Position der Fenster und der Haustür? Die Sommermonate sind perfekt für eine Fassadensanierung - und die Verbesserung des Wärmeschutzes. <p>Denn natürlich zählen auch bei der Fassade nicht nur die äußeren Werte. Eine attraktive Optik kann die Bewohner eines Hauses nicht über eine schlechte Energieeffizienz und hohe Heizkosten hinwegtäuschen. Also werfen wir einen Rundumblick auf die Fassade und geben Tipps, wie das Gesicht des Hauses gleichzeitig attraktiv und energieeffizient wird.<br /><br /><strong>Checkup: In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade?</strong><br />Die Sommerzeit ist ideal für eine Fassadensanierung und am Anfang steht ein gründlicher <a title="In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade?" href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/in-welchem-zustand-befindet-sich-ihre-fassade.php">Checkup</a>. "Sitzt" der Putz noch oder gibt es Mängel? Wo müssen Schäden ausgebessert werden? Gibt es schon einen Wärmeschutz - also eine Fassadendämmung - und wenn nein, ist eine geplant? Sind diese Fragen beantwortet, steht der Sanierungsbedarf fest. Sind nur kleine Schäden zu beseitigen, ist das schnell erledigt. Steht eine komplette Fassadensanierung an, sollte unbedingt eine Fachfirma hinzugezogen werden.<br /><br /><strong>Wärmeschutz: Rechnet sich eine Fassadendämmung?</strong><br />In Sachen Fassade ist sie der größte Streitpunkt: Fassadendämmung ja oder nein? Oft führen die Kritiker ins Feld, dass sich eine Fassadendämmung nicht rechnet. Doch ob das wirklich stimmt, ist höchst individuell. Deshalb lohnt es sich, eine Dämmung der Außenwände für das eigene Haus durchrechnen zu lassen. Und selbst, wenn die Kosten der Fassadendämmung sich erst nach 20 Jahren amortisiert haben - in den darauf folgenden Jahrzehnten fließen die eingesparten Heizkosten dann in die eigene Tasche. Am wirtschaftlichsten ist die Fassadendämmung übrigens, wenn sie im Rahmen einer Putzerneuerung und Fassadensanierung vorgenommen wird. Die Förderung der KfW drückt die Investitionskosten zusätzlich. Der bessere Wohnkomfort nutzt Hausbesitzern dagegen vom ersten Tag an - sowohl im Hochsommer, wenn die Dämmung die Hitze draußen hält, als auch im Winter, wenn die Wärme drinnen bleibt. Damit der Immobilienwert mit der Fassadendämmung auch wirklich steigt, ist Qualitätsarbeit das A und O. Also am besten immer einen erfahrenen Fachbetrieb beauftragen.<br /><br /><strong>Fassadenbekleidung, Putz &amp; Farbe: Nicht nur eine Frage der Optik</strong><br />Ob neuer Putz, frische Farbe oder Erneuerung der Fassadenbekleidung - dabei geht es nicht nur um eine attraktive Optik, sondern vor allem um die Schutzfunktion der Fassade. Denn Wind und Wetter sollen den Außenwänden nichts anhaben können. Mit einer Fassadensanierung legen Hausbesitzer den Grundstein für eine lange Lebensdauer und umfassenden Schutz. Was die Optik angeht, sollten sich Hausbesitzer nicht nur von kurzfristigen Trends leiten lassen, sondern auch darauf achten, dass sich das Haus harmonisch in die Umgebung einfügt. <br /><br /><strong>Fenster, Haustür und Balkon: Energieeffiziente Ein- und Ausblicke</strong><br />Nicht zuletzt wird die Fassade eines Hauses von Fenstern und Türen geprägt. Auch hier gilt: Optik und Energieeffizienz sollten Hand in Hand gehen. Die Gestaltung von Fenstern und Türen sollte zur Fassade passen und umgekehrt, gleichzeitig lassen sich mit Fenstern und Türen Akzente und Highlights setzen. Unverzichtbar ist aber ein guter Wärmeschutz. Der richtige Einbau sorgt dafür, dass auch an dieser Stelle keine Energie verloren geht. Was den Wärmeschutz angeht, hat übrigens auch der Balkon ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Oft nur als Anhängsel der Fassade betrachtet, kann er bei Altbauten ein erhebliches Wärmeleck und bauliche Problemstelle sein. Deshalb sollte dem Balkon im Rahmen der Fassadensanierung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dann lässt sich die warme Jahreszeit auch ungetrübt auf dem Freisitz verbringen. <br /></p> Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/bunte-fassade-haeuser-mtc.jpg Sie sorgt dafür, dass wir mit dem berühmten ersten Blick schon einen Eindruck von einem Haus bekommen: die Fassade. Die warmen Monate eigenen sich perfekt für eine Fassadensanierung Foto: Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/news/fassade-energieeffizientes-und-attraktives-gesicht-des-hauses.php 04.07.2017 Die richtige Grundierung für die Fassadensanierung Tragfähiger Untergrund bereitet Fassade auf Beschichtung vor Eine einfache Regel für die Fassadensanierung besagt, dass jede Beschichtung (also Putz oder Fassadenfarbe) nur so gut sein kann, wie der Untergrund beziehungsweise seine Vorbereitung. Bevor die Fassade also einen neuen Putz oder eine neue Farbe erhält, muss eventuell mit einer Grundierung vorgearbeitet werden. Sanierungsexperte Frank Frössel erklärt, worauf Hausbesitzer achten müssen. <p>Grundierung (oder auch Grundanstrich, Primer oder Tiefengrund) ist der Sammelbegriff für verschiedene Grundbeschichtungen, die pigmentiert oder unpigmentiert, lösemittelhaltig oder wässrig sein können und einmal oder in mehreren Arbeitsschritten aufgetragen werden. Die Hauptaufgabe einer Fassaden-Grundierung besteht darin, einen tragfähigen Untergrund für die nachfolgende Beschichtung der Fassade (also für Putz und/oder Fassadenfarbe) zu schaffen, eine Verbindung herzustellen oder die Haftung des Untergrundes zu verbessern. <br /><br />Eine der wichtigsten Eigenschaften von Grundierungen ist das Eindringen in den Untergrund, das durch die Grundierung sowie die Porosität und Porengröße des Untergrundes maßgebend beeinflusst wird. Daneben gibt es spezielle Anforderungen an eine Grundierung wie die Neutralisierung von alkalischen Untergründen, das Absperren von Stoffen, die aus dem Untergrund durchschlagen und zu Verfärbungen führen können, die Verhinderung von Rostbildung, die Reduzierung starker Saugfähigkeit oder die farbliche Anpassung, um den Untergrund der Fassade in einem anderen Farbton sicher abzudecken. Zur Erfüllung dieser Anforderungen können Grundierungen beispielsweise mit bioziden (tierische und pflanzliche Schädlinge abtötenden), hydrophoben (wasserabweisenden), oleophoben (ölabweisenden) oder auch oberflächenverdichtenden (isolierenden) Eigenschaften ausgestattet werden.<br /><br /><a target="_blank" title="Eigenschaften der wichtigsten Grundierungen" class="pdf" href="/dokumente/fassade/fassadensanierung/putze-farben/Tabelle-Eigenschaften-der-wichtigsten-Grundierungen.pdf">Tabelle: Eigenschaften der wichtigsten Grundierungen</a><br /><br /><strong>Grundierung muss sorgfältig auf den Untergrund der Fassade abgestimmt sein</strong><br />Die unterschiedlichen Anforderungen an eine Grundierung sagen es schon: Es gibt keine "Universalgrundierung". Vielmehr muss die Grundierung sehr sorgfältig auf den jeweiligen Untergrund der Fassade, die Auftragsart und das gesamte Beschichtungs-System abgestimmt sein:<br /></p><ul><li><strong>Haftvermittlung</strong>: Die Grundierung ist auf die Beschichtung der Fassade abgestimmt. Bei einigen Untergründen wie Glasalplatten oder Klinker sind spezielle Haftvermittler erforderlich, die aufgrund ihres chemischen und physikalischen Haftpotenzials geeignet sind.</li><li><strong>Untergrundverfestigung</strong>: Diese Grundierung benötigt ein feinteiliges bzw. gelöstes Bindemittel, damit sie tief in den Untergrund eindringen kann.</li><li><strong>Bindung von Oberflächenkreidung</strong>: Für diese Anwendung eignen sich am besten Grundierungen auf Dispersionsbasis, da durch ihre Klebekraft die Pigmente und Füllstoffe gebunden werden.&#160;</li><li><strong>Reduzierung der Saugfähigkeit des Fassadenuntergrundes</strong>: Auf stark saugenden Untergründen dringt das Bindemittel in den Untergrund ein, so dass die Härtung / Trocknung der Beschichtung gestört ist. Durch die Grundierung wird das Saugvermögen des Untergrundes reguliert und reduziert. Besonders stark saugende Untergründe müssen unter Umständen mehrmals nass-in-nass grundiert werden. Diese Grundierungen werden auch für unterschiedlich saugende Untergründe empfohlen, um ein gleichmäßiges Saugverhalten sicher zu stellen.&#160;</li><li><strong>Hydrophobierende Grundierung</strong>: Mit einer hydrophobierenden Grundierung werden die Poren und Kapillaren des Untergrundes wasserabweisend ausgekleidet. Wasser kann so nicht hinter die Beschichtung eindringen.</li><li><strong>Isolierend gegen wasserlösliche Substanzen wie Ruß und Nikotin</strong>: Das sind spezielle Grundierungen, die die färbenden Substanzen in den Anstrichfilm einbinden oder eine Sperrschicht aufbauen, so dass der Transport von wasserlöslichen Substanzen in die Schlussbeschichtung der Fassade verhindert wird.&#160;</li><li><strong>Korrosionsinhibierend (Verhindern von Rostbildung)</strong>: Eisenmetalle korrodieren im Kontakt mit wässrigen Anstrichstoffen. Um das zu verhindern, werden lösemittelhaltige Grundierungen, meistens Epoxidharzsysteme eingesetzt, die mit speziellen korrosionsinhibierenden Pigmenten ausgerüstet sind.&#160;</li><li><strong>Biozid</strong>: Biozide Grundierungen schützen gegen Bläue, Insekten und Pilze. Die bioziden Wirkstoffe dringen in den Untergrund ein, töten dort Mikroorganismen ab und desinfizieren den Untergrund. <br /></li></ul><p><strong>Auf ausreichende Trocknung vor Grundierung der Fassade achten</strong><br />Noch einige Hinweise zum "richtigen" Grundieren: Zum Einen muss geprüft werden, ob eine Grundierung der Fassade unbedingt notwendig ist. Letztendlich muss der Untergrund saugen und offenporig sein, damit eine ausreichende Haftung und Verbindung zur nachfolgenden Beschichtung sicher gestellt werden kann. Das übliche Vorgehen, einen alten Untergrund grundsätzlich mit einer Grundierung zu behandeln, kann im Einzelfall auch schadensverursachend sein (Glanzstellen oder "Speckschicht", die zu einer Störung der Oberflächenhaftung führen können). <br /><br />Untergründe, die nicht kreiden und auch nach einer Dampfstrahlreinigung gut haften, müssen nicht grundiert werden. Des Weiteren muss unbedingt auf eine ausreichende Trocknung der Fassade nach der Reinigung geachtet werden, bevor die Grundierung aufgetragen wird. Eine oberflächige Austrocknung genügt nicht. Wasser in den Poren oder Kapillaren kann das Eindringen der Grundierung verhindern. Im Zweifelsfall sollte eine Probefläche angelegt werden. Hierbei kann die Grundierung durch Verdünnen so eingestellt werden, dass sie in den Untergrund "wegschlägt", also nicht als Film auf der Oberfläche stehen bleibt.<br /><br /><a target="_blank" title="Untergrundeignung von Grundierungen" class="pdf" href="/dokumente/fassade/fassadensanierung/putze-farben/Tabelle-Untergrundeignung-der-wichtigsten-Grundierungen.pdf">Tabelle: Untergrundeignung von Grundierungen</a></p> <p class=""><strong>Weiterlesen im Thema:</strong><br /></p><ul><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/in-welchem-zustand-befindet-sich-ihre-fassade.php" title="In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade?">Untergrundprüfung: In welchem Zustand befindet sie die Fassade?</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/fassadensanierung-richtig-vorbereiten.php" title="Fassadensanierung richtig vorbereiten">Fassadensanierung richtig vorbereiten</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/den-unterputz-richtig-auswaehlen.php" title="Den Unterputz richtig auswählen">Den Unterputz richtig auswählen</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/der-richtige-oberputz-fuer-die-gestaltung-der-fassade.php" title="Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade">Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade</a><br /></li></ul> Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/putze-farben/fassade-abperlendes-wasser-frank-froessel.jpg Aufnahme einer hydrophoben Fassade: Hier wurden Poren und Kapillaren des Untergrundes mit einer Grundierung hydrophob, also wasserabweisend, ausgekleidet. Das Wasser kann jetzt nicht hinter die Beschichtung der Fassade eindringen Foto: Frank Frössel http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/putze-farben/die-richtige-grundierung-fuer-die-fassadensanierung.php 02.07.2017 In welchem Zustand befindet sich Ihre Fassade? Eine klassische Untergrundprüfung bringt Klarheit Die Untergrundprüfung und -bewertung ist eine der schwierigsten Aufgaben bei der Fassadensanierung. Gegenstand der Untergrundprüfung ist einerseits die Beurteilung der Oberfläche der Fassade, andererseits die Feststellung erkennbarer Mängel. Experte Frank Frössel erklärt, mit welchen Prüfmethoden Hausbesitzer dem Zustand der Fassade auf den Grund gehen. <p>Eine klassische Untergrundprüfung beinhaltet Prüfmethoden, die von der visuellen Betrachtung der Fassade bis hin zur Schichtdeckenmessung reichen.</p><ul><li> <strong>Inaugenscheinnahme der Fassade: </strong>Sind sichtbare Schäden vorhanden <br /></li><li><strong>Benetzungsprobe</strong>: Wird eine Fläche der Fassade mit Wasser benetzt, lassen sich die Wasseraufnahme und das Saugverhaltens der Fassadenoberfläche prüfen. Die Methode ist auch geeignet, um feine Risse im Beton oder Putz sowie Fette oder Öle auf Zinkflächen zu erkennen. <br /></li><li><strong>Lösemittelprobe</strong>: Diese ist wichtig, weil sich nicht alle Beschichtungen kombinieren lassen. Deshalb sollten Hausbesitzer die alte Beschichtung kennen. Auf die zu prüfende Stelle wird Nitro-Verdünnung aufgetragen, unterschiedliche Beschichtungen lösen sich dann verschieden stark. <br /></li><li><strong>Abriebprobe</strong>: Hier wird mit der bloßen Hand überprüft, ob bei einem Darüberstreichen das Kreiden, Mehlen oder Sanden der Oberfläche der Fassade zu beobachten ist.</li><li><strong>Klebebandtest</strong>: Klebeband wird auf den Untergrund gedrückt und dann ruckartig abgerissen. Die Rückstände der Altbeschichtung auf dem Klebeband lassen Rückschlüsse auf die Haftung der vorhandenen Beschichtung auf dem Untergrund zu. Sind keine Reste auf dem Klebeband, hat die Beschichtung noch eine gute Haftung auf dem Untergrund. <br /></li><li><strong>Kratzprobe</strong>: Auch diese Prüfungkann leicht durchgeführt werden. Dabei kratzt der Hausbesitzer mit Messer oder Spachtel bis zum Untergrund. Splittert das geteste Material dabei ab, haftet der Untergrund schlecht.</li><li><strong>Gitterschnitt</strong>: Bei der Gitterschnittprüfung wird der Untergrund durch mehrere parallel verlaufende und sich kreuzende Schnitte versehen. Anschließend erfolgt die Prüfung und Beurteilung der Haftung auf der Basis eventueller Abplatzungen der Altbeschichtung an den Gitterschnittflanken. <br /></li><li><strong>pH-Wert-Messung</strong>: Vor allem vor einem Neuanstrich wird bei Beton- oder Putzuntergründen der pH-Wert geprüft.</li><li><strong>Abklopfen </strong>der Oberfläche der Fassade auf Hohlstellen <br /></li><li><strong>Temperaturmessung </strong><br /></li><li><strong>Feuchtigkeitsmessung</strong>: Wichtig, damit sich Beschichtungen nicht verfärben.</li><li><strong>Schichtdickenmessung</strong>: Das ist vor allem wichtig, wenn es um den Wetterschutz oder Brandschutz geht. Zum Einsatz kommt entweder ein elektronisches oder ein Ultraschall-Messgerät.&#160;</li></ul><p>Festigkeitsprüfungen im Sinne einer Materialprüfung oder Prüfungen des Untergrundes auf Haftzugfestigkeiten gehören nicht zum Umfang einer klassischen Untergrundprüfung. Der Untergrund der Fassade muss mindestens so fest sein, dass der neue Putz auf der gesamten Fläche aufgetragen werden kann. Bei besonders groben oder unregelmäßigen Oberflächenstrukturen (z. B. Münchener Rauputz) müssen Hausbesitzer bei der nachfolgenden Beschichtung sicherstellen, dass der Auftrag gleichmäßig erfolgt.<strong><br /><br />Weiterlesen im Thema:</strong></p><ul><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/fassadensanierung-richtig-vorbereiten.php" title="Fassadensanierung richtig vorbereiten">Fassadensanierung richtig vorbereiten</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/die-richtige-grundierung-fuer-die-fassadensanierung.php" title="Die richtige Grundierung für die Fassadensanierung">Die passende Grundierung für die Fassadensanierung</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/den-unterputz-richtig-auswaehlen.php" title="Den Unterputz richtig auswählen">Den Unterputz richtig auswählen</a></li><li><a href="/inhalte/fassade/fassadensanierung/putze-farben/der-richtige-oberputz-fuer-die-gestaltung-der-fassade.php" title="Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade">Der richtige Oberputz für die Gestaltung der Fassade</a><br /></li></ul> Frank Frössel / www.Energie-Fachberater.de http://www.energie-fachberater.de/bilder/fassade/fassadensanierung/abriebprobe-fassade-frank-froessel.jpg Vor der Sanierung der Fassade lässt sich mit einer Abriebprobe prüfen, ob die Oberfläche der Fassade zum Beispiel kreidet Foto: Frank Frössel http://www.energie-fachberater.de/fassade/fassadensanierung/in-welchem-zustand-befindet-sich-ihre-fassade.php