Schritt 1: Rahmenbedingungen klären
Um zu prüfen, welche Änderungen im Rahmen der Badsanierung möglich sind, sollten sich Hausbesitzer und Wohnungseigentümer einige Fragen im Vorfeld beantworten:
Schritt 2: Bestandsaufnahme
Um sich einen ersten Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen ist es nötig, das vorhandene Bad genauer zu betrachten. Hierbei ist zu bedenken: Soll die Fläche vergrößert werden, so bedeutet der Umbau nicht nur einen erheblichen Eingriff in den Grundriss, sondern auch eine Verkleinerung des angrenzenden Raums. Folgende Fragen sollten Haus- und Wohnungseigentümer individuell klären:
Schritt 3: Die Planung eines barrierefreien Bades
Ein Blick in die DIN 18040-2 zeigt, was ein rollstuhlgeeignetes Bad erfüllen muss. Das ist im Wesentlichen:
All diese Kriterien in ihrer Gesamtheit im Bestand zu erfüllen ist kostspielig, mitunter unmöglich und bezogen auf die eigenen Wünsche auch nicht erforderlich. Allerdings: Je mehr Punkte man davon erfüllt, desto einfacher wird das Benutzen des Bades im Alter und desto mehr steigt der Wert von Haus oder Wohnung. Natürlich ist immer wichtig das Haus als Ganzes im Auge zu behalten. So setzt z. B. ein rollstuhlgeeignetes Bad im 1. Stock einen entsprechend großen Aufzug voraus.
Was kostet eine Badsanierung? Hier können Sie kostenfrei und unverbindlich Vergleichsangebote einholen.
Schritt 4: Barrierefreie Badplanung im Detail
Ihre Vorstellungen für das barrierefreie Bad sollten Haus- und Wohnungsbesitzer jetzt möglichst mit einem Architekten durchsprechen. Er übersieht die Funktion als Ganzes und hat einen Blick fürs Detail. Mit seinem Honorar übernimmt er die Haftung für die Richtigkeit. Der Architekt kann auch die Kosten beziffern. Diese Punkte müssen bei der Planung berücksichtigt werden:
Tür mit Mindestbreite 90 Zentimeter und verschließbar
Um mit einem Rollstuhl bequem durchfahren zu können, sind 90 Zentimeter breite, lichte Öffnungen nötig. Das Verbreitern einer Tür bedingt - nach einer Überprüfung der Grundrisse von Bad und Flur sowie der Möblierung auf etwaige Konsequenzen - einen erheblichen Arbeitsaufwand. Im Wesentlichen sind das: Erweitern der Rohbauöffnung mit Einbau eines Sturzes, Setzen einer neuen Tür, bestehend aus Zarge und Blatt, Ergänzen des Bodenbelags in Flur und Bad, Umsetzen der Elektroschalter in Bad und Flur und Beachten der Luftzufuhr bei einem mechanisch belüfteten Bad. Die neue Tür sollte nach außen aufschlagen und im Notfall von außen zu öffnen sein. Das Ändern der Aufschlagrichtung bedeutet ähnlich dem Verbreitern einer Tür einen dort beschriebenen Aufwand. Das anfängliche Umgewöhnen im Flur wird durch einen farblich abgesetzten Bodenbelag im Bereich der Tür erleichtert. Eine Alternative kann der Einbau einer Raumspartür sein. Bei ihr hat das Blatt im Drittelspunkt ein Gelenk, dadurch steht das Blatt nur zum Teil in den Raum hinein.
Mechanische Entlüftung des Bades
Bei Dunkelbädern ist sie schon vorhanden, hier ist vielleicht die Steuerung zu modifizieren. Der Einbau in ein Bad mit Fenster setzt die Mitwirkung eines Fachplaners voraus. Zu untersuchen ist zum einen die Abluft. Sie wird in einem Wickelfalzrohr durch die Deckenkonstruktion über dem Bad in den Raum darüber und dann über das Dach geführt. Eine Alternative ist es, die Entlüftung durch die Fassade zu leiten. Hier gilt es zu bedenken, dass die abgeführte Luft feucht und warm ist, im Winter wird es zu Kondensatbildung kommen. Zum anderen ist das Nachströmen der Zuluft zu prüfen. Ein Öffnen des Fensters scheidet wegen der großen Temperaturunterschiede aus, zudem verstößt es gegen den Gedanken einer "luftdichten“, energiesparenden Hülle. Schlitze in der Tür sind die übliche Lösung. Wird das Haus gleichzeitig energetisch saniert, wird man die Entlüftung in das ohnehin zu planende Lüftungskonzept einbinden. Die Steuerung erfolgt über den Lichtschalter mit Nachlaufrelais und einen Zugschalter.
Unterfahrbares Waschbecken
Der Umbau ist einfach, jedoch muss der unter dem Becken hängende Siphon gegen einen Unterputz- oder Flachaufputzsiphon ausgetauscht werden, um die Unterfahrbarkeit zu ermöglichen.
Bodengleiche Dusche
Die Forderung zu erfüllen verlangt - neben dem Abbruch der Badewanne - Eingriffe in Bodenbelag, Deckenkonstruktion und Sanitärinstallation. Die Hilfe eines Architekten ist angeraten. Es gibt mehrere Lösungen, die gebräuchlichsten sind:
In der Ableitung des Wassers liegt die größte Schwierigkeit. Der Gully benötigt je nach Produkt eine Mindestaufbauhöhe und die folgende Leitung ist - unsichtbar - mit Gefälle zum nächsten Fallrohr zu führen. Ohne eine Aussparung in der Decke ist das in den wenigsten Fällen möglich. Je nach Lage der Dusche und Länge der Abwasserleitung ist das Einschalten eines Statikers sinnvoll. Ein Alternative ist, die Entwässerung durch die Decke zu führen und im Raum darunter zu verziehen.
Temperaturbegrenzer an den Wasserzapfstellen
Damit soll ein Verbrühen vermieden werden. Hausbesitzer sollten den Heizungsinstallateur um einen Vorschlag bitten.
WC in Höhe einstellbar
Hat das Bad ein Stand-WC, wird es auf ein Hänge WC umgerüstet. Dies kann in der Höhe mit geringem Aufwand verändert werden.
Rutschfester Bodenbelag
Je rauer die Fliese, desto geringer ist die Gefahr des Ausrutschens. Bei der Rutschfestigkeit kann man sich an den Vorgaben der Berufsgenossenschaften orientieren, sie fordern in Bädern im öffentlichen Bereich R10, diese Klassifikation ist jedem Fliesenleger vertraut und kann in Fliesenausstellungen erfragt werden. Allerdings: Je rauer die Fliese, desto höher ist der Aufwand beim Reinigen. Ein die Nutzung erleichterndes Zubehör ist ein bodengleicher, tropfensammelnder Rost vor der Badewanne.
Verstärkte Heizleistung wegen des erhöhten Wärmebedarfs
Jeder kennt das leichte Frösteln verbunden mit einer Gänsehaut, wenn er aus der Badewanne steigt oder aus der Dusche kommt. Ein wohltemperiertes Bad ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis. Gerade ältere Menschen, die leichter zum Frieren neigen, wissen das zu schätzen. Die Erhöhung der Heizleistung ist von mehreren Faktoren abhängig, die der Fachmann gegeneinander abwägen muss.
Elektroschalter 85 Zentimeter über dem Fußboden
In dieser Höhe sind die Schalter vom Rollstuhl aus - auch von Kindern - einfach zu erreichen. Das Versetzen der Schalter macht nur Sinn, wenn es in der übrigen Wohnung konsequent durchgeführt wird bzw. zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden soll.
Die richtige Beleuchtung im barrierefreien Bad
Eine wesentliche Erleichterung beim Benutzen des Bads, verbunden mit einer Erhöhung des Wohnwerts, kann mit einer Verstärkung der Beleuchtung erzielt werden. Vorteilhaft ist eine möglichst gleichmäßige indirekte Beleuchtung, die keine Schlagschatten wirft. So beispielsweise durch neben dem Spiegel zusätzlich installierte Leuchten, wie sie in Garderoben von Schauspielern üblich sind. Die Leuchtmittel sollten ohne großen Aufwand auszutauschen sein. Andere Arten zum Ausleuchten des Raums setzen sich bei Bädern des gehobenen Standards durch. Bei bodengleichen Duschen kann die Beleuchtung der Rinne nicht nur eine weitere Hilfe beim Benutzen sein, sondern auch den Raum optisch erheblich aufwerten. Der Einbau von Lichtfliesen (als Einzelfliesen oder umlaufendes Fries) ermöglicht eine diffuse Beleuchtung des Bades. Die Beleuchtung erfolgt jeweils mit LED-Leuchten. Sie werden mit 24 Volt betrieben, die Lage des Transformators ist so zu wählen, dass er mit Luft umspült wird. Bei Lichtrinnen und -fliesen ist eine enge Zusammenarbeit von Fliesenleger und Elektriker nötig.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur maximalen Förderung: Jetzt interaktives eBook mit allen Infos holen und sofort loslegen!
WLS steht für Wärmeleitstufe, WLG für Wärmeleitgruppe. Beide Begriffe meinen heute das Gleiche und können analog verwendet werden. Für ...
Antwort lesen »Grundsätzlich ist das möglich, wenn der Aufbau die Dämmung aufnehmen kann und ausreichend trag- sowie luftdicht ist. Bei der beschriebenen ...
Antwort lesen »Wir gehen davon aus, dass das Haus zu mindestens 50 Prozent dem Wohnen dient. Ist das der Fall, können Sie die Förderung der Heizung für ...
Antwort lesen »Grundsätzlich gilt immer die Richtlinie, die zum entsprechenden Tag aktuell ist - und zwar unabhängig von FAQ oder anderen ...
Antwort lesen »Die Förderung der Heizung können Sie als Eigentümer beantragen, wenn Sie alle technischen Voraussetzungen erfüllen. Sie können ...
Antwort lesen »In Punkt 5.5 der BEG-EM-Richtlinie heißt es dazu: "Gefördert werden energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen im Zusammenhang ...
Antwort lesen »Vielen lieben Dank für den Kaffee ;) Der Nennwert der Wärmeleitfähigkeit ist der vom Hersteller unter standardisierten Laborbedingungen ...
Antwort lesen »Ein Energie-Effizienz-Experte (EEE) ohne spezielle Denkmal-Zulassung darf eine allgemeine Beratung für Wohnungseigentümergemeinschaften ...
Antwort lesen »Sie haben recht. Um BAFA und KfW hier zu kombinieren, müssten Sie die Heizungsoptimierung zuerst durchführen und erst danach Fördermittel ...
Antwort lesen »Wenn Ihre Eltern zuvor gemeinsam die Steuererklärung gemacht haben und Ihr Vater verstorben ist, berücksichtigt die KfW nur die Hälfte des ...
Antwort lesen »Wir gehen davon aus, dass der Bekannte in Bezug auf den Einkommensbonus nicht relevant ist, sofern Sie kein Paar sind. Im FAQ zur ...
Antwort lesen »Das deckt sich nicht mit den Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Hier heißt es im FAQ unter Punkt 3.8: "Relevante ...
Antwort lesen »Das ist eine gute Möglichkeit. Für die OG-Lüftung haben Sie den Vorteil, dass die Verlegung im Dachboden vergleichsweise einfach möglich ...
Antwort lesen »Sobald die Programmentscheidung im ELR eingeplant ist, können Sie auf eigenes Risiko mit der Umsetzung beginnen. Beginnen Sie vor der ...
Antwort lesen »Relevant ist das Alter der Heizung zum Zeitpunkt der Antragstellung. Nach Rücksprache mit der KfW müssen Sie das Datum auf den Tag genau ...
Antwort lesen »Die Entscheidung obliegt dem Energie-Effizienz-Experten. Sie hängt unter anderem von folgenden Faktoren bzw. Eigenschaften ab: die ...
Antwort lesen »Die Erstellung der nötigen Nachweise ist förderbar. Dabei gilt laut Infoblatt zu förderbaren Maßnahmen Folgendes: "Für den Heizungstausch ...
Antwort lesen »Hier gibt es keine Gesetze. Eine Erneuerung ist zu empfehlen, wenn die Leitungen nicht mehr zum System passen und zum Beispiel zu groß ...
Antwort lesen »Wir gehen davon aus, dass Geräte mit der Nummer 2NV7 und dem Zusatz 031 bis 1976 gefertigt wurden. Sie können daher vermutlich Asbest ...
Antwort lesen »Wenn es sich nach baurechtlicher Einordnung um ein Wohngebäude mit Heizung und/oder Kühlung handelt, ist ein Energieausweis erforderlich. ...
Antwort lesen »Relevant ist hier § 35 der Thüringer Bauordnung. Dieser fordert grundsätzlich einen Abstand von 1,25 Metern zwischen PV-Modulen und ...
Antwort lesen »Die Förderregelungen sind tatsächlich nicht einfach zu durchblicken. Konkret bedeutet das aber: Sie dürfen Steuerbonus und BEG-Förderung ...
Antwort lesen »Nein, das ist nicht möglich. Eine direkte Kombination beider Förderangebote ist untersagt. Nachlesen können Sie das in der ...
Antwort lesen »Relevant sind alle zum Zeitpunkt der Antragstellung in einer Wohneinheit mit Haupt- oder alleinigem Wohnsitz gemeldeten volljährigen ...
Antwort lesen »Das ist in aller Regel nicht möglich. Sie können die Abgase des Kamins aber über den Zug im Schornstein und die Abgase der Gasheizung über ...
Antwort lesen »Grundsätzlich verlangt das GEG von neuen Fenstern einen Uw-Wert von 1,3 W/m²K oder besser. Davon können Sie abweichen, wenn Sie weniger als ...
Antwort lesen »Grundsätzlich gilt bei der Förderung immer der Zustand zum Zeitpunkt der Antragstellung. Sind Sie da zu dritt oder viert Eigentümer, können ...
Antwort lesen »Eine derartige Pflicht gibt es im GEG nicht. Haben Sie einen von oben frei zugänglichen unbeheizten Dachboden ohne entsprechende Dämmung, ...
Antwort lesen »Hierbei gibt es keine Probleme. Sie können die BAFA-Förderung zur Förderung der Dachdämmung am Gebäude nutzen, die KfW-Förderung für die ...
Antwort lesen »Die Anforderungen sind in § 71 h des Gebäudeenergiegesetzes geregelt und hängen von der Betriebsweise ab. Konkret gilt dabei Folgendes: Die ...
Antwort lesen »Finden Sie Energieberater, Handwerker und Sachverständige vor Ort