31.01.2023

DIY Dachboden dämmen Schritt für Schritt

Wärmeschutz im Obergeschoss in Eigenregie einbauen

Wärmeverluste im Haus nach oben zu begrenzen, ist eine gute Entscheidung. Denn hier geht sonst unnötig viel teure Heizwärme verloren. Ist das Dachgeschoss nicht ausgebaut, bietet sich eine Dachbodendämmung an. Sie leistet bei Kälte und Hitze gleichermaßen gute Dienste. Weiterer Pluspunkt: Die Dämmung der obersten Geschossdecke lässt sich leicht selbst einbauen. Unsere Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie es geht.

Holzfaserdämmplatten für die Dachbodendämmung
Holzfaserdämmplatten für die Dachbodendämmung. Vor der Verlegung wird die oberste Geschossdecke gereinigt und geprüft, ob eine Dampfbremse erforderlich istFoto: UdiDÄMMSYSTEME GmbH 

Welches Material für die Dachbodendämmung?
Für die Dachbodendämmung eignen sich viele verschiedene Dämmstoffe wie Holzfaserdämmstoffe, Glaswolle, Steinwolle, PU-Dämmstoffe und Hanf. Wer die Dachbodendämmung selbst einbaut, sollte darauf achten, dass sich der Dämmstoff leicht verlegen lässt. Am einfachsten zu handhaben sind Dämmplatten sowie Dämmfilze von der Rolle.

Für die Auswahl des Dämmstoffs spielt darüber hinaus eine Rolle, ob der Dachboden nach der Dämmung begehbar sein soll oder nicht. So gut wie alle Hersteller bieten für ihre Materialien verschiedene Dämmplatten bzw. Aufbau-Lösungen an, so dass beide Möglichkeiten aus allen Dämmstoffen realisiert werden können. Nicht vergessen: Auch bei der Dämmung in Eigenregie müssen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für die Dachbodendämmung erfüllt werden.

Holzbalkendecke oder Betondecke - was ist zu beachten?
Ohne ein bisschen Bauphysik geht es nicht: An der obersten Geschossdecke gibt es große Temperaturunterschiede - es treffen die warme Luft der beheizten Wohnräume und die kalte Außenluft aufeinander. Dadurch kann es zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen. Damit das nicht innerhalb der Dämmschicht bzw. in der Baukonstruktion passiert und dann unbemerkt Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden entstehen, ist in einigen Fällen eine sogenannte Dampfbremse erforderlich. Das gilt vor allem bei älteren Holzbalkendecken.

Die Dampfbremse ist eine Kunststofffolie, die auf der warmen Seite der Konstruktion angebracht wird. Wichtig ist eine luftdichte Verklebung an den Rändern, in der Regel erfolgt das mit Dichtkleber und Klebebändern. Die Dampfbremse sollte sorgfältig verlegt werden, damit es nicht zu Beschädigungen kommt und sie ihre Funktion verliert.

Betondecke dämmen Schritt für Schritt

  1. Bei Betondecken ist keine Dampfbremse erforderlich. Hier kann der Dämmstoff direkt auf der Decke verlegt werden.
  2. Soll der Dachboden nur selten und für Wartungszwecke begangen werden, können flexible Dämmfilze oder Dämmplatten verlegt werden. Dabei darauf achten, dass keine Fugen entstehen und die Platten bzw. Bahnen dicht aneinanderstoßen. Einige Dämmplatten haben auch eine Stufenfalz im Randbereich, mit der die Platten dicht verbunden werden können.
  3. Der optimale Dämmeffekt wird mit einer zweilagigen Verlegung erreicht. Dabei werden die Dämmplatten der zweiten Lage um 90 Grad gedreht und versetzt verlegt.
  4. Wird der Dachboden z.B. zu Lagerzwecken regelmäßig begangen, sollten druckfeste Dämmplatten zum Einsatz kommen. Darauf kann zum Schluss ein Gehbelag zum Beispiel aus Holzfaserplatten verlegt werden.


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Holzbalkendecke dämmen Schritt für Schritt

  1. Ist die Holzbalkendecke nach oben hin offen, kann der Dämmstoff direkt zwischen die Balken verlegt werden. Hier auf eine dichte Verlegung achten. Eine zusätzliche Dämmschicht über den Balken verbessert den Wärmeschutz und beseitigt Wärmebrücken.
  2. Ist die Holzbalkendecke nach oben hin mit Dielen oder OSB-Platten belegt, wird die Decke zuerst gereinigt (kehren, saugen, wischen, herausstehende Nägel einschlagen), damit die folgende Dampfbremse nicht beschädigt wird.
  3. Auf der Decke wird dann zuerst eine Dampfbremse verlegt. Diese muss an den Rändern und Stößen überlappen (mindestens 10 cm Überstand einplanen) und dort luftdicht verklebt werden. (-->Tipp: Achte darauf, welche Materialien und Techniken der Hersteller der Dampfbremse für die luftdichte Verklebung empfiehlt, um ein sicheres System zu erhalten!)
  4. Nicht begehbar: Soll der Dachboden nur selten und für Wartungszwecke begangen werden, können dann flexible Dämmfilze oder Dämmplatten auf der Dampfbremse verlegt werden. Dabei darauf achten, dass keine Fugen entstehen und die Platten bzw. Bahnen dicht aneinanderstoßen. Einige Dämmplatten haben auch eine Stufenfalz im Randbereich, mit der die Platten dicht verbunden werden können. Bei einer zweilagigen Verlegung verbessern sich Wärme- und Hitzeschutz. Dann die zweite Lage um 90 Grad drehen und versetzt verlegen.
  5. Begehbar: Wird der Dachboden z.B. zu Lagerzwecken regelmäßig begangen, sollten druckfeste Dämmplatten zum Einsatz kommen. Darauf kann zum Schluss ein Gehbelag zum Beispiel aus Holzfaserplatten verlegt werden.


--> Weiterlesen: Diese Fehler bei der Dachbodendämmung müssen nicht sein


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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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