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Expertenwissen
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Nachträgliche Dämmung von Dach und Abseiten mit Einblasdämmung

Vorhandene Hohlräume zwischen den Sparren für Dachdämmung nutzen

Ein ungedämmtes oder nur teilweise gedämmtes Dach bedeutet kalte Wohnräume in der Etage darunter und erhöhte Energiekosten. Auch im Sommer – wenn die Hitze in den Wohnbereich dringt – ist die fehlende Dämmung eine Belastung für die Bewohner. Relativ unkompliziert und kostengünstig kann der Wärmeschutz des Dachs nachträglich mit einer Einblasdämmung verbessert werden.
Einblasdämmung am Dach von außen
Felder für die Einblasdämmung können von innen und von außen eröffnet werden. Meistens ist der Außenzugang der leichtereFoto: einblasdaemmung.de
Ergänzung Dachdämmung mit Einblasdämmung
Ergänzung einer bestehenden Dachdämmung mit einer Einblasdämmung von außen. Dank Seilklettertechnik ist kein Baugerüst nötigFoto: einblasdaemmung.de
Ergänzung Zwischensparrendämmung von innen mit Einblasdämmung
Ergänzung einer vorhandenen Zwischensparrendämmung mit einer Einblasdämmung. So lässt sich der Wärmeschutz deutlich verbessernFoto: einblasdaemung.de
Zwischensparrendämmung mit Einblasdämmung von innen
Zwischensparrendämmung mit Einblasdämmung. Die Umsetzung ist unkompliziert und kostensparendFoto: einblasdaemung.de
Abseite Dach
Auch die Abseiten lassen sich einfach mit einer Einblasdämmung dämmen. Das verbessert den Wohnkomfort und schützt dort verlegte LeitungenFoto: einblasdaemmung.de
Dachdämmung im Altbau - Möglichkeiten der EInblasdämmung
Dachdämmung mit einer Einblasdämmung - diese Bereich können gedämmt werdenFoto: einblasdaemmung.de

Bei der Dämmung im Einblasverfahren werden vorhandene Hohlräume genutzt. Die gibt es

  • in der Dachschräge zwischen den Sparren,
  • in der obersten Geschoßdecke
  • in den Abseiten (das ist der dreieckige Hohlraum am Fuß des Daches) 
  • und im Decken-Randbereich.

Auch wenn der jeweilige Hohlraum schon mit einer (zu dünnen) Schicht Dämmstoff gefüllt oder das Dach nur teilweise gedämmt ist, kann der restliche Platz unkompliziert mit einer Einblasdämmung ausgefüllt werden.

Welche Einblasdämmstoffe kommen im Dach zum Einsatz?

Für die Dämmung der Dachschrägen kommen vor allem Zellulose- und Holzfaser-Einblasdämmung zum Einsatz. Auch Glas- und Steinwollflocken werden als einblasbare Dachdämmung genutzt.

Wie wird das Dach mit einer Einblasdämmung gedämmt?
Der Zugang zu den Hohlräumen wird, salopp gesprochen, nach dem Prinzip bestimmt "wo es am wenigsten wehtut".

  • Wenn es einen Spitzboden gibt, können Dachschrägen vom Spitzboden aus gedämmt werden, wo die Sparrenfelder leicht von oben her zugänglich sind.
  • Ob mit oder ohne Spitzboden: Bestimmte Dachbereiche müssen immer separat eröffnet werden. So sind bei einem Walmdach die Eckfelder ("Schifterfelder") vom Spitzboden aus nicht zugänglich, ebenso die Felder unter Dachfenstern und die Abseiten (der dreieckige Hohlraum im Traufbereich, wo das Dach außen schräg weiterläuft, innen aber eine senkrechte Drempelwand vorhanden ist). 
  • Diese Felder können von innen oder außen eröffnet werden. Meistens ist der Außenzugang der leichtere, vorausgesetzt das Fachunternehmen kennt sich sowohl mit den Grundlagen des Dachdeckerhandwerks aus als auch mit der Seilklettertechnik.

Für die Zwischensparrendämmung mit einer Einblasdämmung gibt es diese Möglichkeiten:

  • Ergänzung einer alten Dachdämmung: Wenn zwischen den Sparren schon etwas Dämmung aus der Vergangenheit lose in den Gefachen liegt, kann mit Hilfe der Einblasdämmung das Fach komplett ausgefüllt und die Dachdämmung deutlich verbessert werden - nicht nur im Dämmwert, sondern auch hinsichtlich der Winddichtheit und des sommerlichen Wärmeschutzes. Die Einblasdämmung steigert also den Wohnkomfort in jeder Jahreszeit.
  • Einblasdämmung bei fehlender Unterspannbahn: Fehlt die Unterspannbahn, so kann diese auch feldweise nachträglich eingezogen werden. Nach außen hin wird die Unterspannbahn dann gegen die Dachziegel gedrückt und verhindert den Aufstieg tauwasserhaltiger Luft in den Morgenstunden, hält Flugschnee und Treibregen zurück. Gleichzeitig sind die Holzteile seitlich formschlüssig und winddicht mit Zelluloseflocken umgeben. 
  • Sogar direkt gegen die Dachziegel (also ohne Unterspannbahn) kann unter Umständen geflockt werden (das sog. "Wagnerdach"). Voraussetzung ist, dass die Dachziegel sehr formschlüssig liegen, also keine Flocken beim Einblasen zwischen den Falzen austreten, die Dachneigung möglichst steil ist und dass das Dach nicht zu stark verschattet ist. Das Wagnerdach ist eine sehr kostensparende und sich schnell amortisierende Möglichkeit, ein Dach nachträglich zu dämmen, die - von erfahrenen Fachleuten ausgeführt - sehr lange halten kann. Einerseits ein grober Verstoß gegen die "allgemein anerkannten Regeln des Dachdeckerhandwerks", andererseits sind in der Fachliteratur bis zu 30 Jahre alte Wagnerdächer hinreichend untersucht und dokumentiert worden (z.B. die Harnackstraße 8 in Kassel).

Dämmung von Abseiten mit einer Einblasdämmung
Zusätzlich können die Abseiten (also der Hohlraum hinter der Kniestock-Wand, wo die Dachschräge weiterläuft) mit einer Einblasdämmung gedämmt werden. Das verbessert nicht nur Wärmeschutz und Wohnkomfort, sondern schützt auch dort verlegte Installationsleitungen vor Frostschäden und beugt damit Wasserschäden vor. Nach Ausfüllen der Abseite mit einer Einblasdämmung hat Kaltluft im Dachgeschoss keine Chance.

Wie lassen sich die Anforderungen des GEG mit einer Einblasdämmung erfüllen?
Die Anforderungen. des GEG sind erfüllt, wenn der zur Verfügung stehende Hohlraum komplett mit einer Einblasdämmung ausgefüllt wird. Geregelt ist das in § 47 (1, 2) und in Anlage 7 zu § 48 GEG (das sog. "Einblasdämmprivileg").

Vorteile der Dachdämmung mit Einblasdämmung
Die Vorteile einer Einblasdämmung im Dach liegen in der unkomplizierten Umsetzung, die gleichzeitig Kosten spart. Der Eingriff in die Wohnräume ist minimal, ein Gerüst nicht erforderlich. Auch nicht oder nur schwer zugängliche Hohlräume lassen sich mit Hilfe der Einblasdämmung komplett ausfüllen, eine alte Dämmung kann unkompliziert ergänzt werden, ohne dass Dämmstoffe entfernt und entsorgt werden müssen. So können alte Fehler ausgebessert und der Wärmeschutz auf einen aktuelleren Stand gebracht werden.

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Quelle: einblasdaemmung.de / energie-fachberater.de
 
 

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