Die unsanierte Jahrhundertwende-Villa im niedersächsischen Diepholz mit repräsentativem Eckhaus mit Erkerturm und Walmgaube wies typische Defizite älterer Bestandsgebäude auf: unzureichende Dämmung, beschädigter Putz und energetisch veraltete Konstruktionen. Nach rund zehn Jahren Leerstand erfolgte eine umfassende energetische Sanierung, bei der insbesondere die Gebäudehülle im Fokus stand. Fassade, Dach und Kellerdecke bekamen während der Sanierung von drei Jahren eine neue Dämmung. Da die Villa nicht unter Denkmalschutz steht, konnte die Fassade von außen gedämmt werden. Ein weiterer entscheidender Vorteil bei der nachträglichen Fassadendämmung: Das zweischalige Mauerwerk mit Hohlraum ermöglichte eine zusätzliche Einblasdämmung ohne größere Eingriffe in die Tragstruktur.
Clevere Fassadenkombi aus Einblasdämmung und Holzfaserdämmplatten
Der vorhandene Hohlraum in der Fassade von neun Zentimetern zwischen den Ziegelschalen wurde vollständig mit Einblasdämmstoff verfüllt. So entsteht eine gleichmäßige, wärmebrückenarme Dämmebene innerhalb der vorhandenen Wandkonstruktion. Ergänzend erhielt die Fassade eine Außendämmung aus Holzfaserdämmplatten des Dämmsystems UdiReco von UdiDÄMMSYSTEME. Diese übernehmen mehrere Funktionen zugleich:
Gerade bei Bestandsfassaden wie dieser mit unebenem Untergrund erweist sich diese Systemkombination aus Einblasdämmung und WDVS als besonders praxistauglich.
Holzfaserdämmung: Verarbeitung und bauphysikalische Vorteile
Die 100 Millimeter dicken Holzfaserdämmplatten UdiReco zeichnen sich durch eine Kombination aus stabiler Außenschicht und elastischer Rückseite aus. Dadurch können Unebenheiten im Untergrund (bis zu +/- 2 Zentimeter; je höher die Dämmstärke, desto größer der Spielraum) besonders gut ausgeglichen werden, ohne zusätzliche Unterkonstruktion. Die Befestigung der Holzfaserdämmplatten UdiRECO erfolgt mechanisch, sodass auf Kleber verzichtet werden kann. Dabei drückt ein patentierter Stelldübel mit integriertem Teller die flexiblen Dämmplatten in die richtige Position und presst die Holzfasern gegen die Wand. Gleichzeitig sorgen die kapillaraktiven Eigenschaften der Holzfaser für ein ausgeglichenes Feuchtemanagement in der Fassadenkonstruktion.
Insbesondere geometrisch anspruchsvolle Bereiche wie die Flächen oberhalb der Bogenfenster und die Mauerrundungen im Bereich des Erkerturms oder dem Vordach am Eingang ließen sich mit den flexiblen Dämmplatten aus Holzfasern passgenau umsetzen. "Um die Dämmmatten dort exakt anbringen zu können, wurden sie an den Rundungen eingeschlitzt", erläutert Anka Unger, Geschäftsführerin des Herstellers UdiDämmsysteme aus Chemnitz.
Energieeffizienz und Wohnkomfort auf Neubauniveau
Durch die Kombination aus optimierter Gebäudehülle und moderner Haustechnik (Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Photovoltaik-Anlage) konnte bei der Jahrhundertwende-Villa in Diepholz ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt werden: Der Primärenergiebedarf liegt bei rund 54 kWh/(m²·a) und damit unter dem Niveau eines KfW-Effizienzhauses 100. Damit zeigt das Projekt, welches Potenzial in der energetischen Sanierung von Altbauten steckt – insbesondere bei konsequent geplanter Fassadendämmung.
Fazit: Die Kombination aus Einblasdämmung und außenseitiger Holzfaserdämmung (WDVS) bietet eine leistungsfähige Lösung für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Sie verbindet baupraktische Vorteile mit hoher Energieeffizienz und ermöglicht es, selbst historische Gebäude auf ein modernes Energieniveau zu bringen.
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Ausführlichere Informationen zur wohngesunden Holzfaserdämmung von UdiDÄMMSYSTEME enthält die Broschüre "UdiIN RECO® SYSTEM".