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01.03.2024
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Holzfaserdämmung: Eigenschaften, Formen und Einsatz

Nachhaltiger Naturdämmstoff mit zahlreichen Vorteilen

Mit Holz dämmen? Holzfaserdämmstoffe machen das möglich. Denn sie bestehen aus den zerkleinerten Fasern entrindeter Resthölzer. Zu Platten gepresst sorgen die Naturdämmstoffe für einen guten Wärmeschutz am Haus. Sie wirken sommerlicher Hitze entgegen, schlucken Schall und regulieren die Feuchtigkeit im Raum. Wer von den günstigen Eigenschaften profitieren möchte, kann die Holzfaserdämmung unter anderem an Decken, Dach und Wänden einsetzen.

Dämmplatten aus Holzfaser
Diffusionsoffen und natürlich schützt eine Holzfaserdämmung vor Wärme, Kälte, Lärm und Schimmel. In Form von Flocken, Matten oder Platten kann der Dämmstoff dabei fast überall am Haus zum Einsatz kommenFoto: UdiDÄMMSYSTEME GmbH

Hergestellt aus Durchforstungs- und Restholz ist die Holzfaserdämmung ein echter Naturdämmstoff. Sie schützt mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 bis 0,055 W/m²K gut vor Wärmeverlusten und nimmt viel Energie auf.

Die hohe Speicherfähigkeit, die durch die Dichte von 40 bis 230 kg/m³ möglich ist, hilft besonders gut gegen sommerliche Hitze. Dazu puffern Holzfaserdämmstoffe von außen anstehende Wärme, um die Aufheizung spürbar zu verlangsamen und ein behagliches Raumklima zu schaffen. Letzteres erreicht die Dämmung auch durch ihre feuchteregulierende Wirkung. Sie speichert Feuchtigkeit aus der Raumluft und beugt damit Schimmel effektiv vor. Die Materialien wirken zudem schalldämmend. Sie gelten als normal entflammbar (Brandschutzklassen B2) und lassen sich außen wie innen verwenden.

Hitze- und Wärmeschutz an Dach, Wand und Boden
Die Holzfaserdämmung ist in Form von Flocken, Matten oder Platten lieferbar und eignet sich für verschiedenste Bereiche im Haus. So zum Beispiel zur Dachdämmung, wo sie in Form von wasserundurchlässigen Holzfaserunterdeckplatten zum Einsatz kommt. Im Dachaufbau, in Zwischendecken oder im Bereich von Innenwänden eignet sich die Holzfaserdämmung ebenfalls, etwa als Zwischensparrendämmung, Untersparrendämmung oder feuchteregulierende Innendämmung. Die diffusionsoffene Wirkung schützt dabei nicht nur innen vor Schimmel. Sie sorgt als Teil von hinterlüfteten Fassaden und Wärmedämm-Verbundsystemen auch dafür, dass Feuchtigkeit zuverlässig aus dem Haus entweichen kann. Während verputzfähige Ausbauplatten an der Wand zum Einsatz kommen, eignen sich druckfeste Platten auch als Bodendämmung. Sie liegen dazu direkt unter Holz oder Laminat, reduzieren den Trittschall und halten die Füße angenehm warm.

Herstellung der Holzfaserdämmung aus Restholz
Bei der Herstellung setzen Anbieter der Holzfaserdämmung auf Restholz aus dem Wald. So kommen überwiegend nicht sägefähige Nadelhölzer zum Einsatz, die sich nachhaltig sowie sicher beziehen lassen. In der Produktion zerreiben Anlagen die Hölzer in kleine Fasern. Diese werden anschließend erhitzt und in die gewünschte Form gepresst. Das Besondere daran ist, dass hohe Temperaturen holzeigene Klebstoffe aktivieren, was den Einsatz von Bindemitteln überflüssig macht. Ganz ohne Zusatzstoffe funktioniert es allerdings nicht. So sind unter anderem Ammoniumsulfate nötig, um einen hohen Fäulnis- und Brandschutz zu gewährleisten.

Vorteile der Holzfaserdämmstoffe im Überblick
Mit der Holzfaserdämmung steht Bauherren und Sanieren ein vielseitiger Dämmstoff aus der Natur zur Verfügung. Neben Hitze- und Wärmeschutz sorgt dieser für ein wohliges Raumklima. Er lässt sich an Dächern, Wänden oder Böden installieren und schützt durch seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung effektiv vor Schimmel. Ein weiterer Vorteil des Naturdämmstoffs ist die Herstellung aus nachwachsenden Materialien. Auch wenn diese vergleichsweise energieintensiv ist, leistet die Holzfaserdämmung über ihre Lebenszeit einen positiven Beitrag für das Klima. Benötigen Verbraucher die Dämmstoffe nicht mehr, lassen sie sich abhängig von ihren Bestandteilen entweder verbrennen oder kompostieren.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen
  • von Natur aus gute Wärmedämmeigenschaften
  • Bestwerte in Bezug auf sommerlichen Hitzeschutz
  • hohes Schalldämmvermögen innen wie außen
  • feuchteregulierende Wirkung und Schimmelschutz
  • verputzfähige Ausbauplatte für unebene Wände
  • diffusionsoffene Fassadendämmung für WDVS
  • druckfeste Bodenplatte direkt unter Laminat
  • für viele Bereiche im und am Haus geeignet

Neben den positiven Bauteileigenschaften, die vor Hitze, Kälte, Lärm und Schimmel schützen, schont die Holzfaserdämmung auch das Klima.

--> Weiterlesen zum Thema Holzfaserdämmung, Aufnahme von Feuchtigkeit und Schimmel-Prävention: Hysterese: Wann geben Baustoffe aufgenommene Feuchte ab?

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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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