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Expertenrat

Wie funktioniert die Dämmung des Dachbodens richtig?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Andreas B. am 26.07.2017 

Ich habe ein 2-geschossiges Haus. Die Decke zwischen 1. und 2. Geschoss ist aus Stahlbeton, die Decke zwischen 2. Geschoss und Dachboden ist eine Holzbalkendecke, die an der Unterseite mit Rigips geschlossen wurde.

Nun möchte ich den Dachboden richtig dämmen, finde hier in Rumänien aber keinen Berater. Die Holzbalken liegen im Abstand von 90-100 cm auf und sind 120x120mm. An der Unterseite befinden sich 5cm Aluminiumprofile an denen 12.5mm Rigipsplatten befestigt sind.

Wie baue ich die Dämmung richtig auf und welche Materialien sollte ich wählen? Der Dachboden soll begehbar, später eventuell sogar bewohnbar werden. Die Dachdämmung folgt dann nächstes Jahr. 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Soll der Dachboden nach der Sanierung begehbar sein, besteht die Konstruktion in der Regel aus zwei Komponenten: Einer Dampfbremse und der Dämmung selbst.

Die Dampfbremse zwischen beheiztem Raum und Dämmschicht sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit von unten in die Isolierung eindringt. Ist das Material feuchtevariabel, kann es seine Eigenschaften dabei an die Witterung anpassen. So lässt es im Winter zum Beispiel keinen Wasserdampf hindurch, während es im Sommer durchlässiger ist und eventuelle eingetretene Feuchtigkeit austrocknen kann. Soll die Gipskarton-Decke bestehen bleiben, legen Sie die Folie von oben in Schlaufen über die Sparren und in die Zwischenräume. Achten Sie dabei auf eine luftdichte Verarbeitung.

Der zweite Teil der Konstruktion ist die Dämmung selbst. Einfach zu verarbeiten sind hier vor allem Dämmmatten oder flockige Dämmstoffe, die in die Sparrenzwischenräume eingelegt werden. Darauf können Sie zum Beispiel einen Holzboden aus OSB-platten oder Dielen verlegen. Um den Wärmeschutz zu erhöhen, lohnt es sich unter Umständen die Sparren oben aufzudoppeln. Mit einer Dämmstärke von 18 cm erreichen Sie dabei voraussichtlich die Anforderungen der Energieeinsparverordnung.

Planen Sie ohnehin auch die Dämmung des Daches, kann auf die Dachbodendämmung in der Regel verzichtet werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Dachgeschoss in Zukunft beheizt wird.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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