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Expertenrat

Wie können wir eine Fertighauswand von innen sicher dämmen?

Unser Experte Dipl.-Ing. Frank Nowotka antwortet

Frage von Christine A. am 18.04.2018 

Wir haben ein Fertighaus 1960 gekauft, unten massive Bauweise oben Holzständerwerk. Die Beplankung haben wir komplett entfernt, da eine neue Elektroleitung verlegt werden soll. Hinter dem Holzständerwerk befindet sich eine bitumengetränkte “Matte“, dahinter die Sauerkrautplatten, dann folgen Außenputz. Unsere Frage wäre folgende: Wie wäre eine Dämmung innen sinnvoll? Wir dachten an Steinwollematten (WLG 0.035), dann die Dampfbremse und dann die Lattung, in der wir die Installation legen könnten. Innen folgen dann OSB und Rigips? Wir sind mittlerweile verunsichert, da man zu viel liest und jeder etwas anders sagt. 

Antwort von Dipl.-Ing. Frank Nowotka 

Nun, der von Ihnen skizzierte Aufbau der Innendämmung ist möglich. Andere, im Grunde ähnlich aufgebaute Lösungen mit Holzfaserdämmplatten, Holzweichfaser oder Zellulose als Dämmstoffe sind ebenfalls denkbar. Eine wesentliches und für das Funktionieren der Gesamtkonstruktion entscheidendes Element stellt die Dampfbremse vor der Dämmschicht dar. Ich nenne sie auch Luftdichtheitsebene. Die Bezeichnung sagt aus, dass es sich hierbei um eine Schicht handelt, die luftundurchlässig sein sollte. Das ist wichtig, weil verhindert werden muss, dass warme, mit Feuchtigkeit angereicherte Raumluft in den Dämmstoff des Innendämmsystems gelangt. Daher ist diese Schicht auch sehr sorgfältig auszuführen.

Eine gleichzeitig dampfbremsende Wirkung ist unerlässlich, damit keine Feuchtigkeitsanreicherung durch Diffusion in der Dämmschicht erfolgt. Für die luftdichtende, dampfbremsende Schicht empfiehlt sich ein Produkt mit feuchtevariablen Eigenschaften (auch Klimamembran genannt) auszuwählen. Diese Bahnen verhalten sich in trockener Umgebung diffusionsdichter und in feuchter Umgebung diffusionsoffener. Sie werden mit den zum System gehörigen Klebebändern luftdicht verklebt. Wichtig ist auch die Herstellung luftdichter Anschlüsse zu Durchdringungen, Fußböden, Decken und Wänden.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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