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Expertenrat

Gibt es Alternativen zur Installation einer Öl-Brennwertheizung?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Hanns S. am 15.02.2017 

In meinem Bungalow aus 1972 soll in den nächsten Jahren die 1997 eingebaute Buderus 17 kW Ölheizung erneuert werden. Angeblich gibt es nur noch Brennwert und der ist für meine Heizkörper angesichts relativ niedriger Vorlauftemperaturen ohne irgendeinen Spareffekt. Im Gegenteil: komplizierter und anfälliger. Was kann ich da sinnvollerweise tun? 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Auch heute bieten Hersteller Niedertemperaturkessel für den Brennstoff Öl an. Diese können ihre Leistung modulierend an den Bedarf anpassen, arbeiten aber ohne den Brennwerteffekt. Niedertemperaturkessel können bereits bis zu 94 Prozent der in den Brennstoffen gepeicherten Energie für die Heizung nutzbar machen.

Kommt dennoch ein Brennwertkessel infrage, sorgen zum Beispiel Geräte mit Luft-Abgas-System (LAS) auch bei höheren Systemtemperatuten für die nötige Kondensation der Feuchtigkeit in den Abgasen. Für eine Absenkung der Systemtemperatur hilf auch der hydraulische Abgleich. Dabei wird das gesamte Heizungssystem so eingestellt, dass die Wärme im Haus optimal verteilt wird.

In beiden Fällen muss geprüft werden, in wieweit der vorhandene Schornstein weiter genutzt werden kann. Denn sowohl im Niedertemperatur- als auch im Brennwertkessel kann Kondensat anfallen, das zu einer Durchfeuchtung oder Versottung führt.

Da Heizkessel früher oft überdimensioniert wurden, empfiehlt es sich die benötigte Leistung für Heizung und Warmwasserbereitung noch einmal prüfen zu lassen. Auf dieser Weise wird sichergestellt, dass der Kessel im optimalen Bereich effizient arbeiten kann.

Die KfW fördert den Einbau einer Brennwertheizung mit einem Zuschuss von 10 Prozent der förderfähigen Kosten. Diese erstrecken sich dabei auch über eventuell nötige Heizkörper oder Änderungen am aktuellen Heizungssystem. Die Förderung wird nur gezahlt, wenn ein dauerhafter Brennwertbetrieb möglich ist (Rücklauftemperatur niedriger als 50 Grad Celsius) und muss vor dem Beginn der Arbeiten zusammen mit einem Energieberater installiert werden. Wie das funktioniert, erklärt B.Sc. Thomas Ogsoka im Beitrag "Förderung für Gasheizung und Ölheizung".

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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