Ich habe Ihre oben beschriebene Aussage, den Luftspalt zwischen Dämmmaterial und Innenseite der OSB-Platte beim Fachaufbau betreffend, verstanden. Also besser keinen Luftspalt, damit keine „Feuchtekammer", womöglich noch mit Leisten als Abstandshalter gegen das Dämmmaterial, installiert wird.
Das gilt doch bestimmt auch für eine Reeteindeckung (Warmdach), wo die Reethalme direkten Kontakt zur Außenseite der OSB - Platten haben und aufliegen. Soweit ich weiß, sieht es bei einem Kaltdach so aus, dass außen eine Unterlüftung mittels Latten (4–6 cm) herbeigeführt wird und außen mit einer diffusionsoffenen Unterdeckbahn gearbeitet werden muss. In beiden Fällen gilt sicher die Aussage: besser keine zusätzliche Lüftung über den 2 cm Spalt zwischen Dämmung und Innenseite OSB.
Ja, das ist korrekt. Zwischen Dämmebene und Dampfbremse/Dampfsperre sollte keine Lücke bleiben. Anders verhält es sich auf der Außenseite der Dachdämmung und unter der Dampfbremse. Auf der Außenseite der Dämmung können Sie theoretisch einen Spalt lassen, wenn dieser von außen belüftet wird. Auf diese Weise transportiert hindurchströmende Luft eventuell eingetretene Feuchtigkeit ab. Durch eine luftdichte Konstruktion auf der Innenseite ist das allerdings nicht nötig und Sie können die volle Höhe zur Dämmung nutzen.
Zwischen Verkleidung und luftdichter Ebene ist ein Zwischenraum zu empfehlen. Denn damit entsteht ein Installationsraum für Kabel etc. Sie müssen die luftdichte Ebene weniger durchstoßen und beugen Leckagen vor.
Unser Tipp: Lassen Sie die Funktion der luftdichten Ebene technisch prüfen, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und Schäden durch Feuchte zu verhindern. Möglich ist das zum Beispiel mit einem Blower-Door-Test. Für eine fundierte Beratung empfehlen wir außerdem den Kontakt zu einem Energieberater aus Ihrer Region. Ohne den Aufbau im Detail zu kennen, sind verbindliche Aussagen aus der Ferne leider nicht möglich.