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Expertenrat

Wie tief dürfen die Aussparungen in der Außenwand sein, bevor es energetisch kritisch wird?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Manfred K. am 02.05.2021 

In unserem Rohbau (Porenbeton 42 cm, KfW 40) werden Aussparungen für die Wasseranschlüsse, -abläufe, Fallrohre, Unterputzspülkästen (14 cm tief, 60 cm breit) etc. in die Außenwände gemauert. Wie tief/breit kann man idR, solche Aussparungen machen, bis es energetisch kritisch wird?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Ist die Fassade von außen gedämmt, sorgen vor allem die Dämmstoffe für den Wärmeschutz. Die Stärke des Mauerwerks hat dann bei üblichen Aussparungsmaßen nur eine geringe Auswirkung. Bei monolithischen (einschaligen) Außenwänden sind die Einbußen im Wärmeschutz höher. Hier ist im besten Fall auf tiefe Aussparungen zu verzichten.

Ähnliches fordert auch die DIN 4108-2 2003-07 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Mindestanforderungen an den Wärmeschutz". Den Anforderungen der Norm entsprechend sollten Aussparungen für die Wasserver- und -entsorgung sowie Heizungsanlagen nicht in Außenwänden liegen. Kleinere Schlitze, etwa für die Elektroinstallation sind in aller Regel unproblematisch.

Befürchten Sie, dass zu tiefe Aussparungen in der Außenwand zu Wärmebrücken und Einbußen im Wärmeschutz führen, empfehlen wir Ihnen den Kontakt zu einem Energieberater aus Ihrer Region. Der Experte untersucht die Konstruktion, um die Auswirkungen zu bewerten. Für Problemstellen empfiehlt er individuelle Lösungsvorschläge. Aus der Ferne ist das leider nicht möglich.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 
 

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