Unser Dach ist gedämmt mit 180 mm Glaswolle 032 und auf der Innenseite mit einer Dampfbremse versehen. Muss man beim Einbau eines Bades noch einen besonderen Feuchtigkeits-/Kondensationsschutz einbringen oder reicht einfache Konterlattung mit Feuchtraumgipskarton?
Der Aufbau ist grundsätzlich korrekt und machbar. Wichtig ist, dass die Dampfbremse ausreichend dimensioniert und fachgerecht verlegt wurde. Denn in Bädern entsteht kurzzeitig sehr viel Feuchte, die bei kleinsten Leckagen in die Dämmebene eindringen kann. Wir empfehlen daher, den Aufbau vor der Umsetzung der Maßnahme von einem Energieberater oder einem Fachhandwerker aus Ihrer Region prüfen zu lassen.
Beim Einbau des Bades sind dann einige Punkte zu beachten. Dazu gehört es vor allem, Durchführungen durch die Dampfbremse zu vermeiden oder, wenn es nicht anders geht, unbedingt luftdicht abzudichten. Im Spritzbereich und direkt in der Dusche sollten Sie anstelle des Gipskartons auf zementgebundene Bauplatten setzen. Diese sind dauerhaft feuchtebeständig und schützen das Bauwerk besser. Zusätzlich sollten Sie auf Abdichtungssysteme im Spritzwasserbereich achten. Dazu gehören flüssige Dichtfolien und Dichtbänder an Fugen sowie Anschlüssen, bevor Sie die Bauteile verfliesen.
Nach Abschluss der Maßnahme kommt es zudem auf ein optimales Lüftungsverhalten an. Sorgen Sie vor allem nach der Badnutzung (Duschen oder Baden) für richtig Durchzug, um viel Feuchte aus dem Haus zu bekommen. Alternativ können Sie auch eine mechanische Lüftung installieren.