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Expertenrat

Kann ich eine neue Brennwertheizung in der bestehenden Heizungsanlage mit offenem System einbauen?

Frage von Daniela K. am 11.08.2025 

Gehen neuere Brennwertheizungen auch mit alten Rohren und Heizungen? Die laufen ja mit einem geschlossenen System, was wir bei unserer alten Ölheizung nicht haben. Gehen diese kaputt, wenn nichts ausgetauscht wird, bzw. schafft es ein Spezialfilter, das Wasser innerhalb des Heizkreislaufs ausreichend zu reinigen? Ich frage seit Längerem diverse Fachleute und jeder hat eine andere Meinung. Aus Reparaturgründen musste 2 × das Wasser aus dem Heiz-Kreislauf abgelassen werden und war braun. Vielleicht können Sie mir helfen.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Ohne das Gebäude zu kennen, ist eine verbindliche Auskunft aus der Ferne leider nicht möglich. Grundsätzlich sind die Wärmeübertrager moderner Brennwertheizungen aber sehr sensibel, sodass es bei Rückständen im Heizungswasser zu Schäden kommen kann. Abhängig vom Zustand der Anlage gibt es verschiedene Lösungen. Am einfachsten ist ein Magnetit-/Schlammabscheider für die Heizung. Dabei handelt es sich um ein Bauteil mit großer Nennweite, in dem Schwebstoffe und Partikel aus dem Heizungswasser zu Boden fallen. Dadurch befinden sich weniger Partikel im Wasser und die Brennwertheizung funktioniert besser.

Alternativ kommt eine Systemtrennung infrage. Dabei arbeitet die Brennwertheizung in einem eigenen Kreislauf, der über einen separaten Wärmetauscher mit dem übrigen Netz verbunden ist. Auf diese Weise ist das Heizungswasser im Kreis der Brennwertheizung immer optimal und Schäden bleiben sicher aus. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass das mit zusätzlichen Ausgaben und Wartungsarbeiten verbunden ist.

Unter Umständen lohnt es sich auch, die Rohrleitungen im Haus zu erneuern oder anzupassen, um das System sauerstoff- und korrosionsfrei betreiben zu können. Der Fall ist das, wenn es sich um ein heute eher seltenes offenes System handelt. Der Umbau bringt die Anlage auf den aktuellen Stand und sorgt dafür, dass sie auch in Zukunft lange hält.

Unser Tipp: Wir empfehlen, das Vorhaben mit einem Energieberater, einem Fachhandwerker oder einem Sachverständigen aus Ihrer Region zu besprechen. Die Experten prüfen die örtlichen Gegebenheiten und empfehlen passende Lösungen. Aus der Ferne ist das leider nicht uneingeschränkt möglich.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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