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Expertenrat

Ich möchte das Dach auf meinem Nebengebäude neu aufbauen. Wie gehe ich dabei am besten vor?

Unser Experte Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) antwortet

Frage von Denny K. am 02.08.2020 

Ich möchte demnächst ein Dach auf mein Nebengebäude bauen und bin mir in Bezug auf den Aufbau noch unsicher. Später möchte ich auch eine Dämmung anbringen. Meine Idee wäre jetzt von innen nach außen:

  • Gipskarton
  • Vario duplex uv
  • Zwischensparrendämmung
  • Unterdachbahn (hier ist meine Frage, ob notwendig?)
  • OSB
  • Bitumenbahn
  • Bitumenschindel

Fragen:

1. Muss zwischen Dämmung und OSB-Platten eine Trennschicht (Dampfsperrbremse) einbauen?
2. Ich würde zwischen den Sparren ein Lüftungsgitter zur Belüftung der Dämmung einbauen. Muss zwischen jeder Sparre ein Lüftungsgitter eingebaut werden?

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Zur Frage 1: Sie müssen zwischen der Dämmung und der OSB-Platte keine weitere Dampfbremse einbauen. Sie haben mit der Vario duplex eine feuchteadaptive Dampfbremse an der korrekten Stelle eingeplant. Diese ist auch notwendig, da Sie mit der Bitumenbahn auf der Außenseite der OSB-Platte eine dampfdichte Abdichtung haben. Anfallender Wasserdampf muss somit die Möglichkeit haben, wieder in den Raum unterhalb des Daches zu diffundieren, soll die Konstruktion nicht irgendwann zu feucht werden.

Zu Frage 2: Warum wollen Sie die Dämmung belüften? Sie sollten für die Zwischensparrendämmung schon die gesamte Sparrenhöhe ausnutzen und ein Dämmmaterial auswählen, das mit einem leicht erhöhten Feuchtigkeitsaufkommen umgehen kann. Zellulose, Holzweichfaser und Ähnliches sind hierfür besonders gut geeignet. Denn diese Art der Konstruktion bringt es unweigerlich mit sich, dass im Bereich der Dämmung etwas mehr Feuchtigkeit auftritt als in einer Konstruktion, die nach außen nicht dampfdicht ist. Aber wenn Sie die Konstruktion wie beschrieben sach- und fachgerecht ausführen bzw. ausführen lassen, sind Sie feuchtetechnisch auf der sicheren Seite.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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